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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Am Montag ist die OP
BeitragVerfasst: 15. Mai 2013 09:24 
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Liebe Bille,
ich freue mich, dass du "Es" gut überstanden hast. Die Geschichte mit deiner Mutter kann ich sehr gut nachempfinden. Mich hat auch die Eiseskälte, mit der meine Mutter meine Gefühle vom Tisch fegte immer sehr betroffen gemacht. Dabei war ich das einzige Kind - im Grunde sogar die einzige Bezugsperson meiner alleinerziehenden Mutter.
An dem Tag, an dem ich mich nach 24 Jahren von meinem Exmann trennte, hörte ich nur "das habe ich dir ja immer gesagt" - ein tröstendes in den Arm nehmen und sei es auch nur mental, darauf konnte ich ihr Lebenlang vergeblich warten.
So bleibt uns starken Frauen nur, uns unsere Vertrauten woanders zu suchen -
hier bei den Busenfreundinnen sind wir gut aufgehoben.
Ich wünsche dir einen optimalen Heilungsverlauf, damit du schnell wieder das volle Leben genießen kannst, denn wir haben ja alle gelernt: "es ist nicht selbstverständlich gesund zu sein"

_________________
Liebe Grüße
Traudel



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Hinfalllen.....aufstehen.....Krone geraderücken.....weiterlaufen


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 Betreff des Beitrags: Re: Am Montag ist die OP
BeitragVerfasst: 15. Mai 2013 09:44 
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Oh Bille, es tut mir so leid das deine Familie so wenig Verständnis hat.
Wir ersetzten dir zwar keine richtige Familie aber irgendwie sind wir hier doch eine Familie und Freundinnen und was ganz wichtig ist, wir sind immer für dich da.
Eine gaaanz leichte (wegen deiner Schmerzen) Umarmung, Karin ao70

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Am Montag ist die OP
BeitragVerfasst: 15. Mai 2013 10:39 
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Liebe Bille,

auch ich kann dir den Schmerz um deine Mutter nach empfinden. Durch gute Leistungen habe ich von Kindesbeinen an um ihre Liebe gebettelt. Leider war ich in ihren Augen Schuld, dass sie meinen Vater heiraten musste und noch weitere 4 Kinder Schlag auf Schlag bekam. Obwohl sie 2005 verstorben ist, der Schmerz über die Mutter, die ich gerne gehabt hätte ist immer wieder da, auch wenn ich meinen inneren Frieden mit ihr geschlossen habe. Bille, ich bin davon überzeugt, dass dieses "Fehlverhalten" von meiner und vielleicht sogar deiner Mutter uns erst zu der starken Frau gemacht hat, die wir jetzt sind. Lass dich lieb umarmen

_________________
Herzliche Grüße
Birgit

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Die meisten Menschen wenden mehr Zeit und Kraft daran, um Probleme herum zu reden, anstatt sie anzupacken (Henry Ford)


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 Betreff des Beitrags: Re: Am Montag ist die OP
BeitragVerfasst: 15. Mai 2013 10:55 
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hallo bille
kann dich verstehen das du so fühlst mir gehts ähnlich mit meiner familie nur das es meine schwester ist die so reagiert ich hab den schitt krebs und will aufmerksamkeit so ihre Meldung das is der hammer gewesen ich habe für mich festgestellt das mir mitlerweile liebe Freunde mehr Halt geben als meine eigne Familie
ich bin seit den operationen auch sehr emotional weis nich liegs an den hormonen oder was auch immer
wünsche dir ganz viel Kraft zum weiter genesen

_________________
lg von Sonja

das Leben ist kostbar nutze es hinterlasse eine Spur
ich habe sie
meine wundervollen Kinder
ich liebe euch so sehr
eure Mama


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 Betreff des Beitrags: Re: Am Montag ist die OP
BeitragVerfasst: 15. Mai 2013 12:05 
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Vielen Dank, meine lieben Busenfreundinnen! Ja, Ihr versteht mich und das tut schon mal gut.

Es ist ja immer so eine Sache zwischen Müttern und Töchtern, sagt man. Aber ich will sowas nicht einfach so übernehmen. Nur, meine eigenen Erfahrungen geben dem leider recht. Meine Mutter hat sich schon immer mehr um ihre Jungs gesorgt als um mich. Dabei bräuchte ich sie jetzt so dringend. Aber ich habe inzwischen erkannt, dass sie mir das, was ich brauche, einfach nicht geben kann.

Das bedeutet ja nicht, dass sie mich nicht liebt. Aber trotzdem spüre ich keine tiefe Verbindung. Vielmehr habe ich Jahrzehnte damit verbracht, um durch Leistung ihrer Anerkennung hinter her zu laufen. Mit dem Erfolg, dass sie zwar mir nicht sagt, was ich toll mache sondern sich bei anderen damit brüstet, was sie für eine tolle Tochter hat. So, als wäre es ihr Verdienst!

Dabei habe ich niemals Unterstützung bekommen, weder emotional noch materiell. Und ich bin auch immer diejenige, die angerufen oder sich auf die Reise gemacht hat, um sie zu besuchen. Es war immer meine Initiative. Selten ist jemand zu mir gekommen. Niemand hat sich für mein Leben interessiert. Dabei habe ich als "die Große" meine Geschwichter gehütet als meine Mutter arbeiten war. Das ist wohl alles vergessen. Schade........

Aber wenn ich sterben sollte dann werden sie an meinem Grab stehen und sich von allen bedauern lassen was für einen Schmerz sie alle schon wieder auszuhalten haben nach dem Tod meiner Schwester. Klingt jetzt hart, oder? Fällt mir gerade selber auf. Aber das zeigt eigentlich nur, wie verletzt ich bin.

Gerade komme ich aus dem Brustzentrum. Leider heilt die Narbe auf der linken Seite, wo amputiert wurde, nicht richtig. Es ist ein Loch und es kommt Flüssigkeit und Blut raus. Ich muss jetzt ein Antibiotikum nehmen und am Freitag, an meinem Geburtstag, wieder zur Wundkontrolle.

Ich denke darüber nach, ob es vielleicht auch nicht heilt, weil ich so "erhitzt" bin. Deshalb vielleicht die Entzündung. Alles ist rot und geschwollen. Rechts, wo die Narbe korrigiert wurde ist alles in Ordnung. Nur die linke Seite, die "zickt" rum.

Danke, dass ich mich bei Euch ausheulen darf.

Liebe Grüße von Bille

_________________
Liebe Grüße von Bille


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Warte niemals bis Du Zeit hast!

(Aus Afrika, Sprichwort der Thsi)


Zuletzt geändert von Bille am 15. Mai 2013 13:10, insgesamt 3-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Am Montag ist die OP
BeitragVerfasst: 15. Mai 2013 13:03 

Hallo Bille, x039x ich wusste ja schon über Facebook, dass du die Op gut überstanden hattest und das freut mich sehr für dich.
Traurig ist es, dass du mit diesen ganzen Mist teilweise allein gelassen wirst.
Es macht mich traurig, dass deine Mutti so reagiert, als meine Mutti noch lebte ,hatte sie immer ein offenes Ohr für mich egal was ich für Probleme und Nöte hatte, ich vermisse sie so sehr :cry: , denn in der jetzigen Situation fühle ich mich teilweise auch allein gelassen, denn man will ja seiner Familie auch nicht auf den Keks gehen und das Leben so gut wie es geht so weiter leben.

Fühle dich ganz lieb umarmt

LG Nancy blumen1


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Am Montag ist die OP
BeitragVerfasst: 15. Mai 2013 13:17 
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Danke, Nancy. Ja, dieses allein gelassen werden das ist schon schlimm. Ich versuche ja immer, für die anderen Verständnis aufzubringen in dem ich mir sage, dass es ja auch für sie schlimm sein muss, das alles nochmal zu erleben. Aber ich muss auch mit dem Tod meiner Schwester leben. Nicht nur sie. Und ich muss auch mit meiner eigenen Angst leben, nicht nur sie. Es ist so traurig, dass swir nicht in der Lage sind, miteinander zu kommunizieren. Meine Mutter ist nicht in der Lage, mir zuzuhören. Vielleicht ist es ja Selbstschutz. Aber wie gesagt, es ist nicht neu, dass sie nciht für mich da ist. Als ich meine Fehlgeburten hatte sagte sie: "Gott sei Dank hast Du die Kinder nicht gekannt, sonst wäre es viel schlimmer und außerdem kannst Du ja noch wieder Kinder kriegen." Das fand ich schlimm. Man, ist das blöd...............jetzt kommen diese ganzen Erinnerungen wieder hoch..
Ich gehe mal in den Wald......

LG Bille

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 Betreff des Beitrags: Re: Am Montag ist die OP
BeitragVerfasst: 15. Mai 2013 13:22 

Ja liebe Bille, wenn Erinnerungen kommen, dann sind es meistens nur die Schlechten und kaum die Guten, warum das so ist, da sind ja die Forscher immer noch am grübeln.

Gehe in den Wald wenn es dir gut tut und schreie deinen Frust raus.

LG Nancy


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Am Montag ist die OP
BeitragVerfasst: 15. Mai 2013 14:13 
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Liebe Nancy,

war draußen und habe einen Baum voll geheult. Jetzt geht es mir etwas besser. Ich merke gerade, dass der Verlust der zweiten Brust doch nicht so ohne ist, obwohl ich mich ja freiwillig dazu entschieden habe. Obwohl..........so ganz freiwillig ist es auch nicht wenn man BRCA2 hat.

Ich habe im Wald darüber nachgedacht, dass diese ganze Geschichte mit meiner Mutter deshalb wieder hochgekommen ist, weil ich mich gerade durch die OP so sehr verletzt fühle. Eigentlich hatte ich die Geschichten mit meiner Mutter längst aufgearbeitet.

Ich kann mir meine erneute Verletztheit nur so erklären, dass das, was einer Frau durch die Krebserkrankung und den Folgen, wie jetzt der erneuten Amputation, angetan wird, so gewaltig ist, dass es eben immer wieder zu solchen Gefühlen kommen kann. Es ist zwar schlimm, das auszuhalten, aber auf der anderen Seite bin ich froh, dass ich überhaupt in der Lage bin, diese Gefühle auch zuzulassen und sie nicht einfach so vom Tisch fege. Ich spiele nicht mehr die Starke. Ich akzeptiere meine Verletzlichkeit.

Gerade geht es mir ein wenig besser. Mein Mann fährt heute nach Frankfurt auf Geschäftsreise und verschiebt die Abfahrt extra meinetwegen. Er hat mir vorhin zugehört und mich ernst genommen. Das tut gut. Gerade packt er den Koffer. Dann bin zwei Tage alleine. Mal sehen, welche Gedanken und Gefühle noch kommen.

LG Bille

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 Betreff des Beitrags: Re: Am Montag ist die OP
BeitragVerfasst: 15. Mai 2013 14:40 

Bille, was soll ich sagen, jeder ist mit seinem Schicksal irgendwie allein, aber du musst auch daran denken wir sind Frauen und lassen uns nicht so schnell runterkriegen. Nichts gegen Männer, aber die sind im Thema Gesundheit doch echte Heulsusen sorry Männers, aber ich weiß wovon ich rede, habe es oft genug miterlebt.

Wir schaffen das.

Knutsch


  
 
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