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 Betreff des Beitrags: Re: Meine Entscheidung gegen den Wiederaufbau
BeitragVerfasst: 11. Apr 2013 22:24 
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Liebe Karin,
Imap ist ein Neuroleptikum, dass sofort wirkt, wenn es einem schlecht geht. Bei mir hat die Wirkung sehr schnell eingesetzt und nach zwei Stunden war wenigstens diese Kälte aus meinem Körper entwichen und ich hatte das Gefühl, wieder mehr ich selbst zu sein.

Was Du schreibst Karin, fühle ich genau so wie Du. Es sagt sich immer alles so leicht aber es zu leben ist nicht so leicht. Und Du hast schon Recht: wenn man unheilbar ist, dann ist das Entfernen von der Diagnose ein Hinwachsen zum Tod, der ja unausweichlich ist mit Metastasen. Ich denke, der Zusammenbruch kam, weil mir meine Endlichkeit jetzt so richtig bewußt worden ist. Und da brach dann diese schreckliche, kalte Angst durch.

Schön, dass Du das verstehen kannst. 6 1/2 Jahre lebst Du schon damit. Ich erst 2 Jahre. Ich wünschte, die erste Meta wäre später gekommen. Aber gibt es überhaupt den richtigen Zeitpunkt für die erste Meta? Nein, jede einzelne ist eine zuviel. Ich denke da an die Frauen, die schon bei der Erstdiagnose Metastasen hatten. Ich kann ja dankbar sein, dass ich wenigstens 1 Jahr hoffen durfte, geheilt zu werden.

Zu allem Übel bin ich heute Abend gestürzt. Ich habe eine Treppenstufe übersehen und bin die letzten drei gefliesten Stufen gefallen. Ich bin mit der rechten Seite auf den Fliesenboden gefallen und habe mir mein Knie verdreht und den Knöchel gestoßen. Mein rechtes Bein ist voller Abschürfungen. Habe gerade auf dem Sofa gelegen und gekühlt und jetzt Schmerzgel drauf getan. Ich hoffe, dass ich morgen früh noch laufen kann wenn ich aufwache. Hab irgendwie gerade Pech.

Ich wünsche Dir eine gute Nacht.

Lg Bille

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 Betreff des Beitrags: Re: Meine Entscheidung gegen den Wiederaufbau
BeitragVerfasst: 12. Apr 2013 00:01 
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liebe bille,
liebe tapfere frauen,

ich gehöre ja zu denen, die hoffen dürfen, sich nie mit metas befassen zu müssen - für mich war aber die erkrankung der anderen brust ein schlimmer zusammenbruch. alles ein zweites mal. ich konnts nicht glauben, als ichs erfuhr. ich wollte - ein bissl typisch für mich - noch meine arbeit fertigmachen und merkte, dass ich einfach nur mehr zittere. mir fehlen da auch einige erinnerungen. ich tippte gerade ein protokoll. konnte vor zittern nicht mehr tippen oder denken.
später dann eilten mein partner und ich zum gespräch mit der radiologin (sie hatte "es" mir am telefon schon gesagt, aber mich zu einem persönlichen gespräch bestellt).

liebe bille, gut, dass es mit der OP klappt. für die folgen des sturzes wünsche ich dir, dass sie schnell vorbeigehen und du dich bald wieder beweglich und schmerzfrei fühlst. und für die tumormarker: eh klar: runter runter runter. und nix sonst.

ich umarme euch

ilse

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ich suche nicht des lebens sinn, weil ich dieser selber bin (ilse kilic)


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 Betreff des Beitrags: Re: Meine Entscheidung gegen den Wiederaufbau
BeitragVerfasst: 12. Apr 2013 11:26 
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Danke Ilse, für Deine guten Wünsche. Das Knie ist dick eingesalbt und die Beweglichkeit hat sich etwas gebessert. Gut, heute morgen beim Austehen war es noch schwierig, aber jetzt geht es wieder besser. Ich denke es ist nur eine Bänderdehnung. Mit den Abschürfungen kann ich leben.

Hast Du mir das neue Buch schon geschickt? Bis jetzt ist noch nichts angekommen.

Ich drück Dich

Bille

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 Betreff des Beitrags: Re: Meine Entscheidung gegen den Wiederaufbau
BeitragVerfasst: 12. Apr 2013 13:34 
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Ich habe gerade in meinem Profil meine Diagnose eingetragen - zur Info, was man sich zusätzlich noch alles aufbürdet, wenn man meint, man möchte die Normalität wieder herstellen. Meine Probleme mit dem Brustaufbau haben mich Jahre gekostet, dann kamen die Metastasen.

Bille, ich hoffe, es geht dir heute besser.

Gaby, ich glaube einfach, dass wir mit Metas in eine Dimension eintreten, die nur Betroffene nachvollziehen können. Ich habe ja selbst 6 Jahre geglaubt, ich sei nun wirklich geheilt und hatte ja auch sehr gute Chancen dazu.

Karin

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 Betreff des Beitrags: Re: Meine Entscheidung gegen den Wiederaufbau
BeitragVerfasst: 12. Apr 2013 19:25 
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hallo bille,
ja ich habs losgeschickt, wird schon kommen, die ö-post ist eher langsam.... :-)
gut, dass nichts schlimmes beim sturz passiert ist. ich finde, du hast genug um die ohren und zu tragen, da wird es jetzt schon zeit, dass der schutzengel aufpasst. ich werde ihm das heute abend ins ohr flüstern und ihn dann zu dir rüberschicken.

ja, karin, ich denke auch, dass es mit der diagnose metastasen ganz andere dimensionen der angst und trauer gibt. hoffe jedenfalls, dass deine remission noch anhält. ist schon verrückt, eine so gute prognose zu haben und dann doch ... sicher ein schock. deine postings klingen traurig, das tut mir leid und ich würde dir gerne eine kleine portion kraft schicken, auch wenn das jetzt irgendwie seltsam klingt.

was mich betrifft, und damit zurückkommend zum titel des fadens, also zum leben ohne brust-rekonstruktion, ich glaube, dass so ganz langsam die narbenregion nicht mehr so wulstig aussieht. oder ich habe mich daran gewöhnt, das ist auch möglich. und wäre auch okay.

ich umarme euch in gedanken!

ilse

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 Betreff des Beitrags: Re: Meine Entscheidung gegen den Wiederaufbau
BeitragVerfasst: 13. Apr 2013 23:23 
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Liebe Bille,
ich habe erst jetzt mitbekommen, dass du gestürzt bist und dich am Knie verletzt hast. Ich hoffe, du hast keine schlimmen Schmerzen! Bänderzerrungen sind üblicherweise sehr schmerzhaft, und leider kann es dauern...
Gute Besserung - und halt dein Knie möglichst still, gell?
Mit herzlichen Grüssen,
Katarina

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Herzliche Grüsse von Katarina

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 Betreff des Beitrags: Re: Meine Entscheidung gegen den Wiederaufbau
BeitragVerfasst: 14. Apr 2013 00:53 
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Liebe Karin, Katarina und Ilse,

es ist etwas besser mit dem Knie. Ich habe eine Bandage mit Stützen, dadurch ist das Knie entlastet. Ich bin ganz erstaunt, was so eine Bandage ausmacht. Die Schmerzen sind weniger geworden und ich kann wieder besser auftreten. Aber es wird wohl noch dauern. Der kleine Zeh tut mehr weh. Er ist ganz blau und ich passe nur in große Schuhe. Aber auch das wird mit der Zeit besser.

Gespannt biin ich auf das Gespräch am Mittwoch im Brustzentrum. Ilse, die Ärztin hat mir angeboten, mit der Ablatio links auch die rechte alte Narbe noch mal zu korrigieren. Ich möchte diesen Hautüberschuss, den die Ärzte mal vor zwei Jahren gelassen hatten für einen evtl. Wiederaufbau, weg haben. Das sieht auch ein wenig wulstig aus. Ich bekomme dort also eine schöne glatte Narbe. Links werden sie dann diesen Hautanteil gleich weglassen und von Anfang an alles schön flach machen. Ich denke, dass ich mit dem Ergebnis zufrieden sein werde.

Wenn Dein Buch kommt melde ich mich sofort.

Liebe Grüße an alle

Bille

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 Betreff des Beitrags: Re: Meine Entscheidung gegen den Wiederaufbau
BeitragVerfasst: 14. Apr 2013 09:04 
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Liebe Bille,

schön das es dir wieder besser geht!

Das Thema Wiederaufbau und eure Meinungen dazu finde ich sehr interessant. Ich bin ja auch einseitig flach und bei mir stand das Thema Aufbau vor der OP gar nicht an, hauptsache Brust und Krebs weg. Darum wohl habe ich auch eine schön glatte Narbe, die ich zwar noch spüre bzw. die mich noch etwas einschränkt und die auch mal kneift aber sie sieht gut aus und wird immer besser.

Tja, ich hätte natürlich gerne wieder zwei Brüste - aber: Gesunde, meine alten - darüber bin ich mir klar geworden. Und weil das ja nicht geht lass ich alles andere lieber sein. Ich hasse Operationen und will meinem Körper nichts unnötiges da zumuten.

Ich habe im Krankenhaus einige künstliche Brüste gezeigt bekommen und es hat in mir keinen Wunsch ausgelöst, sowas zu haben. Einseitig ist auch seltsam anzusehen und ich habe mich immer noch nicht an meinen Anblick gewöhnt. Ach, schwieriges Thema :cry:


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 Betreff des Beitrags: Re: Meine Entscheidung gegen den Wiederaufbau
BeitragVerfasst: 14. Apr 2013 13:20 
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Liebe Flora,

ich verstehe Dich sehr gut. Ich bin auch durch einen Prozeß gegangen. Das Gute war wirklich, dass ich mir sehr viel Zeit gelassen habe mit meiner Entscheidung. Während meiner "Findungsphase" habe ich mindestens 5 mal meine Meinung geändert. Aber eines Tages war es dann vollkommen klar: keinen Wiederaufbau. Hätte ich früher entschieden, hätte ich einen Aufbau.

Ich glaube aber nicht, dass ich damit wirklich glücklich geworden wäre. Das Bewußtsein, dass ich das, was ich hatte, nämlich "meine" Brüste für immer verloren habe, dieses Bewußtsein und dieser Schmerz, ist erst viel später nach Abschluß der Chemo und Bestrahlung gekommen.

Als ich im letzten Jahr in Düsseldorf wegen dem Diep Flap war konnte ich es kaum erwarten, diese tollen neuen Brüste, die man mir versprach, zu bekommen. Zum Glück mußte ich wegen der großflächigen Bestrahlung noch ein paar Monate warten. Das war das Beste, was mir passieren konnte. Ich bin jetzt richtig zufrieden mit meiner Entscheidung und ich bin froh, wenn ich beide Seiten hübsch flach habe. Dann bin ich immer noch hübsch. So wie vor der Pubertät, bevor die Brüste anfingen zu wachsen.

Ich wünsche Dir alles Gute, liebe Flora. Letztendlich geht es immer darum, mit seiner Entscheidung leben zu können. Jede Frau mit ihrer. Es spielt dabei keine Rolle ob für oder gegen Wiederaufbau.

Ich drück Dich

Bille

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 Betreff des Beitrags: Re: Meine Entscheidung gegen den Wiederaufbau
BeitragVerfasst: 14. Apr 2013 16:41 
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