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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Meine Entscheidung gegen den Wiederaufbau
BeitragVerfasst: 11. Apr 2013 11:37 
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Hallo Billi,

da hast du einiges hin und her hinter dir!
Ich kann deine Entscheidung für Ablatio aber gegen Wideraufbau sehr gut verstehen! Irgendwann reicht es mal, wir wollen ja auch noch andere Dinge im Kopf haben, als dauernd die Angst im Nacken, was wohlt noch kommt.

Das die KK die Kosten für Ablatio wegen Metas nicht übernehmen wollte, ist schon der Hammer!
Wie wollen die denn weiter forschen, wenn sie einen vorzeitig aufgeben?!

Irgendwann steigt die Psyche aus. Bei jedem auf eine andere Art. Ich neige eigentlich nicht dazu. Aber so eine "nette" Panikattacke kenn ich auch! Damals war ich mir sicher, daß ich die nächsten 20 Min nicht überleben werde. Aus heiterstem Himmel. Puls 180, Luftnot, Todesangst,.....
Frische Luft und hinlegen, ruhig atmen half dann.

Ich wünsche dir, daß du dich von all dem Mist jetzt gut erholen kannst!
Hast deine Stühle schon auf die Terrasse gestellt? Denn ich hab Sonne bestellt ds24

Meine Leukos sind auch seit Chemoende Sept/2012 bei etwa 2000. Es wäre normal, sagt der Doc. Bei manchen wäre das eben so und bleibt einige Jahre sehr tief. Niedrige Leukos tun wenigstens nicht weh xx7

LG Paula


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 Betreff des Beitrags: Re: Meine Entscheidung gegen den Wiederaufbau
BeitragVerfasst: 11. Apr 2013 11:55 
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Liebe Paula,

danke für Deine Nachricht. Ja, Du hast recht, niedrige Leukos tun nicht weh. Leider sind auch die Tumormarker wieder gestiegen, von 43 auf 52. Das verstehe ich nicht. Die Meta ist doch platt gemacht. Aber wer weiß, vielleicht brodelt es schon wieder an anderer Stelle. Es ist im Hinterkopf, die erste Meta verändert doch die Einstellung und die Gefühlslage. So ist das eben, wenn man "unheilbar " ist.

Natürlich hat es mir besser gefallen, als ich noch auf Heilung hoffen durfte. Da hatte ich zwar auch Angst, dass Metas kommen aber es ist schon ein Unterschied, ob man Angst davor hat dass welche kommen oder wirklich welche da sind. Da weiß man dann ja, dass der Krebs gestreut hat. Das ist schon eine große Belastung. Aber ich will nicht klagen, trotz der fortgeschrittenen Erkrankung geht es mir noch sehr gut. Ich war selbst überrascht, als mein Körper dann so plötzlich streikte.

Ich hatte mich morgens noch für die Arbeit fertig gemacht, hatte sogar schon gefrühstückt und dann hat es mich total umgehauen. Am Vortag hatte ich im Büro schon so ein komisches Gefühl, kaum zu beschreiben. Vor allem habe ich eine eisige Kälte von innen gespürt. Als ich nach Hause kam habe ich nur noch gezittert. Ich habe mir Rheumawäsche angezogen, eine Jeans, einen dünnen Rolli und dann noch einen dicken Pullover. So habe ich mich unter mein Federbett gelegt. Und ich wurde nicht warm.

Da habe ich eine panische Angst bekommen weil ich dachte, so fühlt sich sterben an. Jetzt kommt der Tod und macht sich mit seiner Eiseskälte in mir breit. Dann habe ich nur noch geheult. Abends ging es dann wieder besser. Aber am nächsten Morgen dann, wie gesagt, da ging nix mehr. Von jetzt auf gleich. Es war ein richtiger Zusammenbruch. Ich habe immer gedacht, ich bin so stark, aber ich konnte das überhaupt nicht kontrollieren.

Ich bin sehr erstaunt darüber, wie schnell ich mich dann aber doch wieder erholt habe. Vielleicht war das auch ein Zeichen, nicht immer die Starke zu spielen, sondern auch einfach mal Schwäche zuzulassen und vor allem auch die Tragweite der Erkrankung zuzulassen und sie nicht wegzulachen oder so zu tun als ging das Leben weiter wie immer. Auch wenn man es sich noch so wünscht. Es gibt keine Normalität mehr. Die Seele weiß es längst.

Alles Gute für Dich liebe Paula

Bille

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Liebe Grüße von Bille


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 Betreff des Beitrags: Re: Meine Entscheidung gegen den Wiederaufbau
BeitragVerfasst: 11. Apr 2013 12:23 
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Dass Du dafür eine Kostenzusage brauchst ist ja wirklich der Hammer !!!! Gut aber natürlich das es geklappt hat!

Die Gedanken, dass wenn Metastasen da sind sich irgendwas nicht mehr "lohnt" die tun einfach nur weh.

Von mir selbst kann ich sagen, dass meine Seele (ohne Metastasen) auch grad verrückt spielt und ich werde wenn ich bisschen klarer denken kann mal davon berichten!

Für nächsten Monat liebe Bille drück ich Dir einfach die Daumen und ich bewundere Deine Stärke und deine Kraft die Du hast !!! Deinem Sohn helfen, dem Kollegen den Urlaub nicht zu versauen und und und ............. [smilie=happykiss.gif]

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Liebe Grüße Jutta
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Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben. Freiherr von Humboldt


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 Betreff des Beitrags: Re: Meine Entscheidung gegen den Wiederaufbau
BeitragVerfasst: 11. Apr 2013 12:38 
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Liebe Jutta,

wenn Du auch gerade mit Deiiner Seele zu tun hast, wie Du schreibst, kannst Du meine Situation sicher gut nachvollziehen. Am Schlimmsten war für mich wirklich dieses Gefühl des Ausgeliefertseins. Ich konnte nichts mehr steuern. Das war wirklich schlimm. Aber jetzt geht es wieder. Ich kann Dir nur raten, auf die Signale zu achten.

Wenn ich ganz ehrlich mit mir bin, hat sich das langsam schon über ca. 2 Wochen aufgebaut. Aber ich habe das einfach ignoriert. Ich dachte, ich wäre inzwischen achtsam genug, die Anzeichen zu erkennen. Aber irgend etwas in mir hat sich dann doch wohl für das "Funktionieren" entschieden. Also für das Zähne zusammen beißen und ab durch die Mitte. Das ist ja das alte Verhaltensmuster. Mein Zusammenbruch hat mir gezeigt, dass eine Krebserkrankung nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist. Die Seele will Beachtung für diese Verletzung.

Beim Umzug meines Sohnes iin Flensburg (er zieht aus dem Studentenwohnheim in eine erste eigene Wohnung) möchte ich unbedingt dabei sein. Ich habe nichts weiter zu tun, als ein paar Gardinen aufzuhängen :-). Mir geht es mehr um das Dabeisein bei diesem wichtigen Schritt für ihn als dass ich dort Hand anlege. Ja, und dass mit dem Urlaub vom Kollegen ist schon doof. Aber das krieg ich schon gebacken. Danach nehme ich mir dann wirklich Zeit für mich.

Paß auf Dich auf, ja?

Ich drück Dich

Bille

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 Betreff des Beitrags: Re: Meine Entscheidung gegen den Wiederaufbau
BeitragVerfasst: 11. Apr 2013 13:01 
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Hallo Bille,

schön, dass Du wieder schreibst. Ich hatte Dich vermisst, allerdings gehofft Du wärst mit Deinen Büchern beschäftigt.

Ich habe zwar keinen Zusammenbruch aber ich hatte heute Termin bei meiner Psychoonkolgin und die hat mir gesagt, dass ich falsch mit meiner Angst umgehe, nämlich sie weg- bzw. unterdrücke und, dass mir das auf Dauer schaden wird. Ich muss lernen die Angst zu akzeptieren weil man Gefühle eh nicht steuern kann und nur die Art, wie man darauf reagiert beeinflussen kann. Ich denke, auch Du hast unbewusst die Angst nicht zugelassen und dann hat sie sich den Weg allein gesucht. Mir fällt es so schwer sie zuzulassen, weil ich sehr schlecht mit dem Kontrollverlust umgehen kann und mir Sorgen mache, dass ich dann aus dem Angstgefühl nicht mehr heraus komme.

Was hat Dir letztendlich geholfen, wieder ins Gleichgewicht zu kommen?

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Liebe Grüße
Gaby


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 Betreff des Beitrags: Re: Meine Entscheidung gegen den Wiederaufbau
BeitragVerfasst: 11. Apr 2013 17:11 
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Liebe Gaby,

im akuten Fall hat mir tatsächlich nur die Imap Spritze geholfen. Eine Woche später bekam ich noch eine zweite Spritze. Eigentlich sollte ich drei Spritzen haben. Aber die dritte habe ich dann nicht mehr gebraucht, weil es mir dann besser ging.

Allerdings habe ich heute mal im Internet über die Wirkung von Imap gelesen. Es hat eine Depotwirkung. Es kann also sein, dass sie noch wirkt und ich mich deshalb besser fühle. Letztendlich hat mir der Zusammenbruch aber schon zu denken gegeben und was Du da schreibst, über die Angst, die Kontrolle zu verlieren, da ist was dran. Das betrifft mich auch. Darüber denke ich gerade nach.

Es ist schön, sich hier auch über solche Themen austauschen zu können. Über Angst, die nicht direkt mit der Chemo oder einer OP usw. zu tun hat. Sondern erst viel später nach der Diagnose über mich hergefallen ist. Genau genommen müßte ich ja eigentlich über den Berg sein. Nach über 2 Jahren. Aber so ist es eben nicht, wie man sieht. Danke für Deine Anteilnahme.

Ich habe in der letzten Zeit wenig gelesen hier im Forum. Wie geht es Dir selbst?

Liebe Grüße von Bille

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 Betreff des Beitrags: Re: Meine Entscheidung gegen den Wiederaufbau
BeitragVerfasst: 11. Apr 2013 17:33 
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Hi Bille,

mir geht es recht gut. Ich hatte über Ostern ein schlimmes Tief, aber eher körperlicher Art. Konnte fast nichts mehr essen und musste auch einmal mit der Chemo aussetzen. Da habe ich mich wie ein Vollversager gefühlt. Der Arzt meinte zwar, er hat damit gerechnet, aber ich hatte mir vorgenommen, die Chemo durchzuziehen. Ich versuche mir jetzt jeden tag bildlich vorzustellen, wie es mir nach der Chemo gut geht, weil ich die Chemo gut vertrage.

Meine Ängste sind auch eher auf die Zukunft gerichtet. Was passiert wenn die Chemo rum ist und es nur noch Antihormontherapie für die Metas gibt. Was machen die Knochenmetas. Wie komme ich damit klar, wenn eine Verschlechterung eintritt.

Der schwerste Schritt ist für mich Kopfmensch und Kontrollfreak die Angst zuzulassen und als normal zu akzeptieren. Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, wie das gehen soll. Da liegt für mich schon die erste große Hürde. Die zu nehmen ist aber wichtig, damit sich dahinter nicht ein Riesenberg aufbaut, der dann unvermittelt los bricht. Der Therapeutin war wichtig, dass die Angst ja nur ein ganz kleiner Teil von mir ist und ich in anderen Sachen gut bin. Sie meint sonst würde ich in ein richtig tiefes Loch fallen.

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Liebe Grüße
Gaby


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 Betreff des Beitrags: Re: Meine Entscheidung gegen den Wiederaufbau
BeitragVerfasst: 11. Apr 2013 21:18 
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Hallo Bille,

ich finde es sehr toll, wie du schreibst und deine Gefühle sind ähnlich wie meine (jedenfalls wie ich das aufnehme). Ich laufe seit 6 1/2 Jahren mit der Diagnose Metastasen herum (sie waren ja schon viel früher da, aber ich wusste es nicht) und damals hat man was von 2 Jahren gemurmelt. Mit diesem Gedanken lebe ich seitdem, und du kannst sicher verstehen, wie das ist, wenn man weiß, es gibt keine Heilung mehr sondern nur der frühe Tod. Da kann mir noch so oft ein Arzt oder jemand, der es gut meint, sagen, ich solle mich doch wegen der vielen Jahre des Überlebens freuen, dankbar sein. Ich weiß es Monat für Monat nicht, ob es jetzt doch das Ende ist, bei jeder Untersuchung denke ich, jetzt ist es schon so lange, eigentlich fährst du eher gegen die Wand als dass der Abstand zur Diagnose dir jetzt Mut machen würde. Auch der Einwand, dass wir alle heute und sofort sterben können, ist nicht unbedingt hilfreich. Wahrscheinlich sterben die Menschen eben doch nicht heute oder morgen, jedenfalls nicht, wenn sie nicht sehr alt sind. Sogar der Tipp, gerade deshalb sein Leben heute und nicht morgen zu leben und zu genießen, löst bei mir was Höhnisches aus. Als ob die Angst einem dies nicht gerade nimmt ... oder ob es überhaupt so einfach wäre.

Ich wünsche dir viel Kraft und sag, was ist Imap?

Karin

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 Betreff des Beitrags: Re: Meine Entscheidung gegen den Wiederaufbau
BeitragVerfasst: 11. Apr 2013 21:29 
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Karin, ich glaube, es ist dies

http://www.sanego.de/Medikamente/Imap/

LG
Traudel

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Liebe Grüße
Traudel



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 Betreff des Beitrags: Re: Meine Entscheidung gegen den Wiederaufbau
BeitragVerfasst: 11. Apr 2013 21:51 
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Ja Karin, Du sprichst mir aus der Seele. Du bestätigst die Worte die ich heute gehört habe:

Verabschieden Sie sich davon, dass Sie Ihren alten Alltag und die gewünschte Normalität wieder bekommen. Das ist vorbei. Der Krebs wird für immer ein Teil Ihres Lebens sein, lernen Sie damit zu leben.

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Gaby


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