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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Angleichung, Krankmeldung, Urlaub......
BeitragVerfasst: 15. Jan 2013 14:58 
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Ihr Lieben,

ich brauche - wieder einmal - euren Rat :

Am 21. Februar findet meine Brustangleichung statt....ich bin schon aufgeregt, aber ich freue mich wahnsinnig.

Nun, nach mehreren Rücksprachen mit der Praxis, stehe ich vor einem "moralischen" Problem:

Ich bin - nach Angaben der Arztpraxis - auf jeden Fall 4-5 Wochen krankgeschrieben. Am 29. März möchte ich mit meinem Mann für eine Woche in den Urlaub an die Nordsee. Der Urlaub ist schon lange geplant und auf meine Nachfrage, teilte man mir mit, dass das kein Problem wäre...ich solle mich halt nur schonen - man müsse halt sehen, ob ich da noch krankgeschrieben sei.

Jetzt kommt mein Problem, Verständnisfehler : Ich kann doch nicht krankgeschrieben in den Urlaub fahren ? Oder ? Das ist für mich wirklich eine moralische Frage....nicht arbeiten gehen, aber in den Urlaub fahren ?

Ich habe mit einer Kollegin gesprochen, die meinte, ich solle auf jeden Fall "dafür sorgen", dass ich krankgeschrieben bin, denn dann hätt ich mir meine Urlaubstage "gespart".

Ich weiß, dass man ein Attest bei der Kasse vorlegen muss, wenn man krankgeschrieben in den Urlaub geht....dass es in Ordnung ist und so. Aber ich weiß nicht....ob das nicht "ungerecht" ist ?

Ich glaube....ich tendiere dazu, den Urlaub beim Arbeitgeber zu beantragen.....wenn ich dann krankgeschrieben bin, dann kann ich doch immer noch schauen, dass man meine Urlaubstage erstattet - obwohl ich da wieder die moralische Sperre im Kopf hab.....

Oh Mann. Versteht Ihr mein Wirrwarr ? Vielleicht kann mir die ein oder andere von euch einen Tipp oder Ratschlag geben....

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Liebe Grüße
Sandra

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 Betreff des Beitrags: Re: Angleichung, Krankmeldung, Urlaub......
BeitragVerfasst: 15. Jan 2013 15:17 
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hallo sandra,

ich kann dich gut verstehen, ich denke (eigentlich) auch so, ABER hallo was haben wir für eine diagnose?? wollte jemand mit uns tauschen ??? haben wir uns urlaub verdient ????
klaro haben wir das, und wer da meckert, dem kann man auch nicht helfen

meine hausärztin hatte mir sogar mal erzählt, dass man während einer krankmeldung sogar heiraten darf !!

mach dir keinen kopf, wir wollen doch alles tun, um wieder gesund und arbeitsfähig zu sein oder ???

du hast dir einen urlaub mehr als verdient !!!!!!

lg ute

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Beurteile nie einen Menschen nach seiner Fröhlichkeit. Ich habe auch gelacht, um nicht weinen zu müssen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Angleichung, Krankmeldung, Urlaub......
BeitragVerfasst: 15. Jan 2013 15:23 
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Also wisst ihr, was unser Problem ist? Wir sind einfach zu dumm und zu gutmütig. An deiner Stelle hätte ich nicht mal deiner Kollegin davon erzählt. Ich würde mich krank schreiben lassen und in den Urlaub gehen. Was soll dir denn passieren? Während einer Krankschreibung kannst du nicht auf Arbeit geholt werden und solange keine Bettruhe besteht.. also während meiner Krebserkrankung sind wir auch weggefahren. Ich war unterwegs, mit Freunden feiern etc und doch krank geschrieben.

Das ist meine Meinung :D Ich würde fahren, krank geschrieben.

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Stark sein bedeutet nicht, nie zu fallen. Stark sein bedeutet, wieder aufzustehen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Angleichung, Krankmeldung, Urlaub......
BeitragVerfasst: 15. Jan 2013 15:32 
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Liebe Sandra,

ich kann Dich vollstens verstehen. Ich dachte bisher auch immer so.
Als ich damals meine Chemo hatte, hatte ich als Ziel immer meinen 'Belohnungsurlaub' in St. Peter-Ording vor Augen. Ich hab das vorher mit der Ärztin abgeklärt, ihre Beführwortung dann schriftlich bei der Krankenkasse vorgelegt und war eine wunderschöne Woche verreist- innerhalb der Krankschreibung.. und ich hatte da noch nicht mal ein komisches Gefühl dabei.
Jetzt, wo ich wieder arbeiten gehe, versuche ich aber meine Chaostage beim Arzt in meine freien Tage zu packen. Grad heute wieder: Ich musste zum Zahnarzt, der operierte mir einen Schneidezahn raus (*heulschlurz*, wurde richtig operiert, nicht nur gezogen) und ich wär an sich morgen wieder zur Arbeit gegangen. Da nun meine Lippe anschwoll (ich kann grad ne ganz dicke Lippe riskieren), hab ich meinen freien Tag von Freitag auf Morgen gepackt und gut ist. Eine Krankschreibung hätt ich für morgen nicht haben wollen.
Aber in der langen Krankheitszeit nach der Chemo fuhr ich sehr wohl in Urlaub.. ich fand und finde das durchaus legitim und es diente schließlich der Heilung.
Also genieße den Urlaub und erhol Dich gut.

P.S. Ich war nach meiner Angleichung übrigens nur 2 Wochen lang krank geschrieben....


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 Betreff des Beitrags: Re: Angleichung, Krankmeldung, Urlaub......
BeitragVerfasst: 15. Jan 2013 15:33 
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hier war ein Doppelposting- warum auch immer....


Zuletzt geändert von providence am 15. Jan 2013 16:04, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Angleichung, Krankmeldung, Urlaub......
BeitragVerfasst: 15. Jan 2013 15:57 
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Hi Sandra,

ich denke schon es ist ein Unterschied, ob man "normal" krank geschrieben ist (wegen Erkältung oder Magen-Darm) oder ob man infolge der BK-Erkrankung krank geschrieben ist. Sieh es als eigenfinanzierte Rehamaßnahme. In diesem Fall würde ich, wenn ich krank geschrieben wäre auch krank geschrieben in Urlaub fahren. Wie Du das mit der Krankenkasse abwickeln musst, musst Du erfragen, aber in diesem Fall, würde Dein Urlaub sicherlich Deiner künftigen Arbeitsfähigkeit zuträglich sein.

ao70

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Liebe Grüße
Gaby


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"Tu deinem Körper öfter mal etwas Gutes, damit deine Seele mehr Lust hat, in Dir zu wohnen."
(Teresa von Ávila)


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 Betreff des Beitrags: Re: Angleichung, Krankmeldung, Urlaub......
BeitragVerfasst: 15. Jan 2013 16:20 
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Oh Mann....ihr seit so süß *schnief*.....

Ich weiß, das ist wohl ein Problem, das viele von uns haben....dieses ständige entschuldigen, sich entschuldigen.
Ich denke ich werde wirklich meinen Urlaub genehmigen lassen, aber wenn es dann so ist, dass mein Arzt mich noch krankschreiben möchte, dann soll er. Ihr habt Recht.....ich mach ja keinen Badenixen-Urlaub oder so.....es soll einfach eine Erholung nach der Strapaze sein....


Susanne, ich weiß - wir hatten ja schon geschrieben....deswegen hab ich extra noch mal nachgefragt bezüglich der Krankmeldung....aber vor 4-5 Wochen geht NIX hat die Arzthelferin gemeint....ihr Chef wäre da immer übervorsichtig, bevor die Narbe nicht gut verheilt, oder sich etwas entzündet möchte er lieber sicher sein, dass es einem gut geht, bevor man in den Job zurück startet....

Ach....ich bin froh, dass ich euch hab.....danke für die vielen lieben Worte und Zusprüche !

Übrigens bin ich natürlich auch jemand, der sich seine Arzttermine schön an die freien Tage legen lässt.....manchmal ganz schön doof....man steht sich doch oft selbst im Weg.....

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Liebe Grüße
Sandra

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 Betreff des Beitrags: Re: Angleichung, Krankmeldung, Urlaub......
BeitragVerfasst: 15. Jan 2013 16:33 
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Liebe Sandra,

was denkst Du, wo ich in meiner "Krankenzeit" überall rumgereist bin. Gerade im 1. Jahr war ich süchtig nach Reisen, bis nach Rom hat es mich verschlagen. Wichtig, nur die Krankenkasse muß informiert werden. Laß Dich nur nicht auf deren wenn`s und aber`s ein, das ist meistens deren erste Reaktion. Ich habe immer gesagt, ich habe Krebs und wer weiß wie lange ich noch verreisen kann. Darauf wollte dann niemand wiedersprechen.
Man versuchte immer, auch wenns einen nicht gut geht, zu arbeiten. In meinem Beruf müßte dann jemand anderes einspringen und das hätte mir leid getan. So wurde auch mein Krebs nicht früher bekannt. Jetzt sage ich, krank ist krank, die Gesundheit gibt einen niemand wieder.
Also, ab mit Dir an die Nordsee und erhole Dich ausgiebig. Die Winter-Seeluft ist sogar sehr gesund.

LG Manuela

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Jahre soll man nicht zählen, sondern erleben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Angleichung, Krankmeldung, Urlaub......
BeitragVerfasst: 15. Jan 2013 17:16 
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Liebe Sandra,

ich bin auch verreist während meiner Krankschreibung. Ich war auf Sylt und habe mir sogar von der Krankenkasse die Lymphdrainage vor Ort bezahlen lassen. Das klappte alles reibungslos.

Als ich dann im November wegen der Knochenmeta Bestrahlungen hatte bin ich sogar für vier Tage über 400 km gefahren, um meinem Sohn an seinem Geburtstag zu besuchen. Das habe ich der Krankenkasse allerdings nicht gesagt. Das wußte nur die Strahlenklinik, weil ich da einmal die bestrahlung ausfallen ließ.

Erholungsurlaub wird von der Krankenkasse immer genehmigt. Auch Krebspatienten brauchen Erholung. Wichtig ist nur, dass man die Krankenkasse informiert wenn man längere Zeit nicht am Wohnort ist. Das hat mit versicherungstechnischen Gründen zu tun, falls man mal als Notfall am Urlaubsort eine ärztliche Versorgung braucht.

Wenn man den Urlaub nicht anmeldet, kann die Krankenkasse die Kostenübernahme verweigern. Ansonsten war bei mir immer alles unproblematisch. Also mache ruhig Deinen Urlaub wegen der Krankenmeldung. Warum den Arbeitnehmer damit belasten.

Wir müssen viel mehr für uns einfordern. Schließlich müssen wir mit Krebs leben. Da tritt doch das Pflichtbewußtsein und die Moral erstmal in den Hintergrund. Viele Frauen haben nicht gelernt, etwas für sich zu fordern. Es ist jetzt unsere Aufgabe, für uns zu sorgen. Also.......ab in den Urlaub!!

Liebe Grüße von Bille

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Liebe Grüße von Bille


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Warte niemals bis Du Zeit hast!

(Aus Afrika, Sprichwort der Thsi)


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 Betreff des Beitrags: Re: Angleichung, Krankmeldung, Urlaub......
BeitragVerfasst: 15. Jan 2013 17:59 
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umata hat geschrieben:
Ich habe immer gesagt, ich habe Krebs und wer weiß wie lange ich noch verreisen kann. Darauf wollte dann niemand wiedersprechen.


Muss ich mir merken ao76

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Stark sein bedeutet nicht, nie zu fallen. Stark sein bedeutet, wieder aufzustehen.

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