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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Hat jemand Erfahrungen mit Tamoxifentherapie abbrechen?
BeitragVerfasst: 10. Mai 2012 21:13 

Hallo Ihr Lieben,

ich habe im April mit Tamoxifen angefangen und hatte ziemlich heftige Nebenwirkungen, vor allen Dingen Stimmungsschwankungen. Was sich negativ auf meine Depression ausgewirkt hat. Jetzt muss ich ja seit einer Woche wegen der Diep-OP eine Therapiepause einlegen und mir geht es zumindest psychisch schon um einiges besser.

Jetzt spiele ich mit dem Gedanken, die Therapie nicht fortzuführen. Mein Tumor war zwar invasiv, aber nur 4 mm, die Lymphknoten waren nicht befallen, allerdings musste doch eine subkutane Mastektomie gemacht werden. Mein Arzt meinte, dass die Chance 1 : 3 ist. Das eine Frau von dreien geheilt wird, es aber bei zwei auch wieder ausbricht. Wenn es jetzt eine Quote von 80 % wäre, würde mich das ja überzeugen, aber ich habe so gelitten in den ersten Wochen, dass ich mich frage, ob es das wert ist. Ich denke eh, dass alles Schicksal ist und wenn ich noch was leben soll, werde ich das auch ohne Tamoxifen....aber die Entscheidung ist doch schwer zu fällen.

Deshalb meine Frage, gibt es hier jemanden, der die Therapie auch abgebrochen hat und keinen Rückfall hatte.

LG
Feechen


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Hat jemand Erfahrungen mit Tamoxifentherapie abbrechen?
BeitragVerfasst: 10. Mai 2012 21:22 
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Hallo Feechen,

die entscheidung kannst nur du allein treffen, was sagt dein bauchgefühl? ich habe mich gegen Tam ausgesprochen, was mein onkologe nicht so toll fand, aber meine innere stimme hat mir geraten es nicht einzunehmen, natürlich weiß ich nicht was kommen wird aber....

ich habe nicht abgebrochen und kann dir nicht sagen ob der tumor wieder kommt oder nicht , das wird auch bei jedem anders sein , was bei der einen hilft muß nicht auch gleich der anderen helfen .

ich schicke dir energie das du für dich die richtige entscheidung findest.

lg eliza

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Lg Liza

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 Betreff des Beitrags: Re: Hat jemand Erfahrungen mit Tamoxifentherapie abbrechen?
BeitragVerfasst: 10. Mai 2012 21:32 

Hallo, liebe Sue,

vor gut 1 1/2 Jahren habe ich nach 2 1/2 Jahren Tamoxifeneinnahme damit aufgehört.
Wie ich schon schrieb, weil ich es ein halbes Jahr mit großer Abneigung eingenommen hatte und zunächst innerlich, später auch durch eine Testung bei der Heilpraktikerin, also auch von äußerer Seite eine Bestätigung für mein Gespür erhielt, dass das Tamoxifen mir eher schade, als helfe.

Mit nur einer Person, mir, die bis jetzt vermutlich ohne Rückfall lebt, wirst Du auch bei weiteren Frauen, die sich jetzt vielleicht noch melden werden, keine verlässliche Statistik erstellen können, nach der Du Dich richten kannst.

Dafür ist Krebs zu persönlich, zu individuell.

Gerne kann ich Dir aber schreiben, dass ich bis jetzt mit dieser Entscheidung gut leben kann. Weil ich auch glaube, dass zum "Gesundbleiben" mehr gehört, als eine Tablette über einen bestimmten Zeitraum.

Ich weiß, dass Du die richtige, Deine Entscheidung, treffen wirst.
Ich wünsche Dir Kraft und Vertrauen dafür.

LG
Ute


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Hat jemand Erfahrungen mit Tamoxifentherapie abbrechen?
BeitragVerfasst: 10. Mai 2012 21:50 

Hallo Ihr Lieben,

das sagt mir mein Bauchgefühl ja auch. Ich hab ja noch ein bißchen Zeit zum Überlegen....aber ich glaube, ich werde mich eher gegen Tamoxifen entscheiden, wenn es nur für ein halbes Jahr wäre...aber fünf Jahre das durchmachen.....schaffe ich glaube nicht.

LG
Sue


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Hat jemand Erfahrungen mit Tamoxifentherapie abbrechen?
BeitragVerfasst: 11. Mai 2012 04:49 
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Liebe Sue

Ich hatte kein Tamoxifen sondern Aromatasehemmer, die ich nun wegen den Nebenwirkungen nach drei Jahren abgebrochen habe. Seit nun mehr drei Monaten nehme ich sie nicht mehr. Mein Onkologe wollte jetzt, dass ich die nächsten zwei Jahre auf Tamoxifen umsteige, aber ich habe mich definitiv für den Abbruch entschieden.

Nur Du alleine kannst entscheiden, was das Richtige ist für Dich. Gerade, wenn wie auch bei mir, noch Depressionen im Spiel sind, ist die AHT ein wirkliches Problem. Nimm Dir Zeit für Deinen Entscheid, und lass Dein Bauchgefühl sprechen.

Sei ganz lieb gegrüsst
Ursula

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LG Ursula
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 Betreff des Beitrags: Re: Hat jemand Erfahrungen mit Tamoxifentherapie abbrechen?
BeitragVerfasst: 23. Mär 2014 10:10 
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Ja (bitte auch querlesen). Ich habe wegen diverser Probleme seit letztem Weihnachten (Lagerungsschwindel, erhöhter Ruhepuls, erhöhter Blutdruck) das Tamoxifen abgesetzt, auch wegen Testung des Menopausenstatus. Seit ca. 2 Wochen habe ich, ohne Tamoxifen, Schweißausbrüche, die sehr heftig sein können, so dass ich klatschnass an Rücken und Brust bin. Ich werde das Tamoxifen wieder nehmen, weil ich darunter weniger Spannungskopfschmerzen habe. Auch wenn, was ich befürchte, die Schweißausbrüche noch schlimmer werden. Ich werde nächste Woche mit meiner Gyn telefonieren, ob ich Traubensilberkerze (Remifemin) bei meinem hormonabhängigen Krebs nehmen darf.
Laut meiner Gyn haben die Herz- und Kreislaufprobleme nichts mit Tamoxifen zu tun, sondern allgemein mit den Wechseljahren. Frauen in den Wechseljahren, die kein Tamoxifen nehmen, haben auch damit zu tun.

_________________
Herzlichst, Madeleine

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 Betreff des Beitrags: Re: Hat jemand Erfahrungen mit Tamoxifentherapie abbrechen?
BeitragVerfasst: 23. Mär 2014 10:28 
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Hallo Sue,

hast du denn schon einmal den Hersteller von Tamoxifen gewechselt? Es kommt vor, dass das Präparat von einem anderen
Hersteller nicht so zu schaffen macht. Manchmal sind es die Zusatzstoffe, die Schwierigkeiten bereiten.

Die Aussage deines Arztes bereitet mir Kopfzerbrechen.
Eine von drei Frau wird gesund und bei den anderen Beiden der Krebs wieder ausbricht?
Ist ja nun egal, ob neu, Rezidiv oder Metastasen. Ich kann das so nicht glauben, denn die Statistiken sagen etwas anderes oder meinte er, dass so die Realität ohne AHT aussehen würde?

Übrigens durfte ich Tam bei Mastektomie und später Letrozol in der Zeit meiner Diep OP trotzdem nehmen.
Das wird wohl auch von KKH zu KKH anders gehandhabt werden, schätze ich.

Hoffentlich gelangst du zu einer Entscheidung, die gut für dich ist und vor allen Dingen dir dein Wohlbefinden und deine Gesundheit auf Dauer erhält.

:smilie_Glckssc:

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 Betreff des Beitrags: Re: Hat jemand Erfahrungen mit Tamoxifentherapie abbrechen?
BeitragVerfasst: 7. Okt 2015 11:42 
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Hallo Sara,

den konkreten Nutzen zu beurteilen, wenn es um irgendwelche Prozentzahlen geht, ist immer schwierig.

Ich hatte einen stark hormonabhängigen Tumor und mir wurde gesagt, die AHT sei für mich wichtiger als die Chemo. Ich habe zwei Jahre Tam genommen und hatte keine Probleme. In diesem Jahr bin ich auf Anastrozol umgestiegen und vertrage auch diesen Aromatasehemmer gut.

Wenn man die Medis gut verträgt, ist die Entscheidung dafür natürlich immer einfacher, als wenn man starke NW hat.

Ich gehöre zu der Gruppe von Frauen, bei denen man davon ausgeht, dass ein großer Anteil bereits durch die OP geheilt ist. So gesehen könnte es natürlich sein, dass ich sowohl die Chemo als auch die AHT umsonst mache/gemacht habe. Da ich es aber nicht weiß, fällt mir die Entscheidung für die AHT leicht. Überzeugt hat mich auch, als ich las, die AHT bekämpfe auch Tumorabsiedelungen im Körper: "Wie die Chemotherapie wirkt auch die Antihormontherapie im gesamten Körper und bekämpft darum selbst kleinste Tumorabsiedlungen, die mit den heute verfügbaren Möglichkeiten noch nicht entdeckt werden können" (Patientenratgeber Brustkrebs, Seite 30).

Dir alles Gute und viele Grüße von Jutta

_________________
ED Mai/2012, 2,6 cm T2 G2 MO RO VO L0 N0 ER 12/12 PR 6/12 Her2-neu negativ Ki-67 bis 25 %, 4 x TC, 28 Bestrahlungen, Tamoxifen/Switch

"Ich versorge mich heute mit einem Stückchen Glück"


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 Betreff des Beitrags: Re: Hat jemand Erfahrungen mit Tamoxifentherapie abbrechen?
BeitragVerfasst: 7. Okt 2015 14:42 
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in der tat statistik ist glatteis. denn um genau zu rechnen, müste man eben auch die höhe der hormonabhängigkeit kennen, mehr noch, man müsste ganz verschiedene gruppen vergleichen, deren hormonspiegel dabei beobachten.
generell denke ich nicht, dass nur mit OP und bestrahlung ein risiko von 8% erreicht werden kann (also nicht, wenn man alle frauen mit einbezieht und nicht nur jene mit ganz kleinen tumoren und G1).
nicht mal mit chemo war bei meiner ersterkerankung ein so kleines risiko möglich. es war zwar kein hormonabhängiger tumor, aber als die ärztin mit mir statistiken ansah, spielte das nur hinsichtlich AHT eine rolle. ich hatte damals nach OP, bestrahlung, cj´hemo noch immer etwa 18% rückfallrisiko (pT2, G2, N0). hätte ich hormonrezeproen gehabt, wäre dieses durch AHT noch zu senken gewesen.

liebe sara, ich würde versuchen, noch einen arzt zu befragen. deine tumordaten habe ich nicht gefunden, würde aber bei einem hormonabhängigen tumor, den du hattest, nicht auf diese therapieoption verzichten wollen!

alles gute
ilse

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ich suche nicht des lebens sinn, weil ich dieser selber bin (ilse kilic)


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