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 Betreff des Beitrags: Glioblastome: Immunzellen im Kopf als Wucherhilfe
BeitragVerfasst: 17. Jul 2009 08:29 

Hier der Link dazu Glioblastome: Immunzellen im Kopf als Wucherhilfe


Zitat:
Glioblastome: Immunzellen im Kopf als Wucherhilfe

München (netdoktor.de) - Die Immunzellen des Gehirns unterstützen bösartige Gehirntumoren (Glioblastome) bei der Ausbreitung. Diese Mikrogliazellen griffen die Krebszellen nicht etwa an, sondern reicherten sich in den Bereichen in und um den Tumor an und verschlimmerten die Krankheit. Dies berichtet ein internationales Forscherteam in einer Vorabveröffentlichung des Fachblatts "Proceedings oft the National Academy of Sciences" (PNAS). Im fortgeschrittenen Stadium bestehe ein Glioblastom bis zu 30 Prozent aus Mikrogliazellen, so die Forscher weiter.

Die Immunzellen des Nervensystems tragen auf ihrer Oberfläche spezielle Antennen - Toll-like Rezeptoren, kurz TLR. Damit spüren sie normalerweise im ZNS Erreger oder Entzündungsprozesse auf, um sie zu bekämpfen oder Reparaturmechanismen auszulösen. Glioblastomzellen manipulieren die Immunzellen des Gehirns, indem sie bestimmte Enzyme (Metalloproteasen) ausschütten. Die Mikrogliazellen produzieren daraufhin ebenfalls ein Enzym, das MT1-MMP und präsentieren es auf den TLR-Rezeptoren. Dies macht den Krebszellen den Weg ins gesunde Hirngewebe frei. Normalerweise produzieren Mikrogliazellen dieses Enzym nicht.

In Mäusen bestätigten die Forscher ihre in der Zellkultur gewonnenen Daten. Bei den Tieren, bei denen das MT1-MMP-Gen oder ein zentrales Gen für die TLR-Signalgebung ausgeschaltet wurden, lockten die Krebszellen weit weniger Immunzellen an. "Die Tumore wuchsen erheblich langsamer", erklärt Prof. Helmut Kettenmann vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin-Buch.

Der Nachweis von MT1-MMP auf Mikrogliazellen gelang den Forschern auch in Gewebeproben von Glioblastompatienten. Auffallend war, dass alle bösartigen Hirntumoren in einem weit fortgeschrittenen Stadium waren und die Mikrogliazellen sich im Randbereich des Tumors befanden.

Die Glioblastomzellen selbst produzieren kein MT1-MMP. Lösten die Forscher jedoch die Enzymproduktion experimentell aus, gingen die Krebszellen zugrunde. Die Blockade des TLR-Rezeptors der Immunzellen oder deren Signalwege könne in Zukunft die rasche Ausbreitung von Glioblastomen reduzieren, so hoffen die Forscher.

Glioblastome zählen zu häufigsten und bösartigsten Hirntumoren. Männer sind davon öfter betroffen als Frauen. Die Tumoren wachsen sehr schnell und dringen ins gesunde Gehirngewebe ein. Die Überlebenszeit beim Glioblastom beträgt im statistischen Mittel nur etwa ein Jahr. (im)


  
 
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