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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Mit 90% beim Arbeitsamt mich melden, was erwartet mich?
BeitragVerfasst: 2. Jul 2016 08:26 
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Hallo zusammen,

meine Chemo geht langsam zum Ende, habe noch eine am 13., dann beginnt für voraussichtlich 6 Wo. die Bestrahlung.

Von der Krankenkasse habe einen Schreiben, dass mein Krankengeld erdet und ich mich bei Arbeitsamt melden soll.
Was erwartet mich mit 90% Behinderung beim Arbeitsamt? Das ich die Erwerbsminderungsrente beantrage? Weiter mich nicht mehr krank schreiben?

Hat jemand einen Tipp für mich?

Am 27.08 ist Krankengeldende, Bestrahlung werde ich noch im September bekommen.

LG
nadin


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 Betreff des Beitrags: Re: Mit 90% beim Arbeitsamt mich melden, was erwartet mich?
BeitragVerfasst: 2. Jul 2016 13:00 
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Oh, liebe Ndin, mr kräuseln sich die Fingernägel.


1. Wo it die AHB Massnahme.
Sie steht dir zu
2. welchen gesetzlichen Hintergrund hat man für diese Massnahme benannt
3. Hast Du das Recht des Widerspruch angeboten bekommen.
4. Wer hat entschieden?DER MdK alleine oder deine Ärzte. Ist da ein Gutachten angefordert worden?
BITEE, erfrage diese Dinge.
Du hast das Recht, die Unterlagen einzusehen und hast Anspruch auf eine REHA AHB.

Bitte gib nicht klein bei.
Im Internet gibt es Textbaustein für ein Widerspruchsschreiebn.

Ich habe seit März ja auch mein Spiel mit der KK.

Begriffen habe ich, dass sie Geld für die KG zahlung einsparen wollen und gerne das Arbeitsamt oder den Rentenversicherer drankrigen.
Dann wird auch wieder in die KV einbezahlt.

Die 90 % sind gut für die am Arbeitsplatz, wenn du einen hast.
Sie dürfen einer Einstellung nicht hinderlich sein.
Wie fühlst du dich?
Noch ist die Bestrahlung gar nicht abgeschlossen? Bitte deine FÄ zum Gesprach.
Das ist eine fiese Masche der KK.
Ich helfe dir, wenn du magst. LG Angela

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 Betreff des Beitrags: Re: Mit 90% beim Arbeitsamt mich melden, was erwartet mich?
BeitragVerfasst: 2. Jul 2016 17:11 
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Liebe Nadin,

solange Du arbeitsunfähig krank bist .......... (also mindestens noch während der Bestrahlungszeit PLUS Reha) ........... hast Du Anspruch auf entweder Krankengeld ....... wenn dass ausläuft steht Dir die Lohnersatzleistung vom Arbeitsamt zu.

Ich weiß nicht, wie Deine momentane Situation ist ........... hast Du im Hintergrund eine Arbeit in die Du dann zurück kannst ......... oder nicht ?

WENN keine Arbeit da ist, steht Dir anstelle von KK das Arbeitslosengeld I zu und zwar entweder

a) so lange Du nicht arbeiten kannst (was ggfls. der MDK der Arbeitsagentur überprüft) ........ oder
b) bis zur Bewilligung einer Rente ........... resp. bei Ablehnung der Rente bis zur 1. Instanz ...... was heißt bis zu dem Zeitpunkt bis über einen Widerspruch von Dir entschieden wurde!

Ich weiß, im Zweifel keine sonnigen Aussichten aber zumindest JETZT müssen sie zahlen!

Es ist die Pflicht der Krankenkasse Dich davor zu schützen, dass Du ohne Einkommen dar stehst! Also müssen Sie Dich zeitig erinnern wenn nach 78 Wochen Krankheit das Krankengeld ausläuft!

_________________
Liebe Grüße Jutta
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 Betreff des Beitrags: Re: Mit 90% beim Arbeitsamt mich melden, was erwartet mich?
BeitragVerfasst: 2. Jul 2016 17:21 
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Danke Angela für deine Meldung!

AHB? Habe gerade im Internet recherchiert. Etwas gefunden:

"Wichtig für onkologisch erkrankte Patienten
Patienten, die eine onkologische Therapie erhalten, melden sich bitte bei der vorletzten
Chemotherapie-Sitzung bzw. zu Beginn der Bestrahlung beim Sozialdienst,
damit eine AHB eingeleitet werden kann."

Ja, darüber hat keine gesprochen, ich hatte keine Ahnung. Dann werde ich mich diese Woche erkundigen, danke für den Hinweis.

Wie ich mich fühle? Wie bei Chemo... Hochdosiert in Abstand von 2 Wo. jede mit Hilfe von starken Medikamenten: ich kriege immer extra das Rezept für eine Tablette! vor der Chemo gegen Übelkeit (Akynzeo) und dann nach 36 Stunden die Spritze mit Wirkung auf Knochenmarkt, damit die Leukozyten nicht zu stark runter gehen. Ich mache den Haushalt (Gott sei Dank, dass meine Männer pflegeleicht sind und ich keine kleine Kinder habe!), fahre Fahrrad, schwer schaffe aber in 2 OG. zu kommen, vertrage keine Geschäfte, geschlossene Raume - ich kriege keine Luft! Die Fingerspitzen und Fußsohlen kribbeln, Taubheitsgefühl...

78 Wochen sind bei mir am 27. August vorbei und ich wurde vor einem Jahr entlassen, d.h. habe keine Arbeit.

Lieben Gruß,
nadin


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 Betreff des Beitrags: Re: Mit 90% beim Arbeitsamt mich melden, was erwartet mich?
BeitragVerfasst: 2. Jul 2016 20:14 
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so schlimm, wie es auf den ersten blick scheint, ist es vielleicht garnicht. jedenfalls wars bzw. ist es das bei mir nicht.

nachdem meine drei jahre rente ausliefen, verlängerung abgelehnt (da mein gesundheitszustand unverändert sei, wie mir erklärt wurde) & ich mich durch sämtliche widersprüche gekämpft habe, erfolglos übrigens, fiel ich auch dem arbeitsamt in die hände. übersichtliche begeisterung, früher gabs an der stelle ja noch sozialhilfe, aber die greift ja im "arbeitsfähigen" alter nach der arbeitsmarktreform nicht mehr.

hieß erst mal unmengen fragebögen ausfüllen & die hosen bis auf die hacken runterlassen.

wurde aber sofort als nicht arbeitsfähig eingestuft & wurde deshalb auch bis auf eine ausnahme nicht genötigt, bewerbungen vorzulegen oder an sinnlosen maßnahmen teilzunehmen. hin & wieder gabs ne einladung zum datenabgleich, fahtkosten werden übernommen.

soweit ich weiß, trägt das jobcenter i.a. für ein halbes jahr die unterhaltskosten. dann werden sie versuchen, den "schwarzen peter" der rentenkasse aufs auge zu drücken, d.h. du wirst aufgefordert, einen rentenantrag zu stellen.

oder du erklärst dich als "wieder gesund", womit du dann ggf. aber recht schnell in den "genuß" der aktivitäten des jc kommst.

eindeutiger vorteil bei mir: das jc bezahlt mir die volle miete, zu rentenzeiten gabs halt nur anteilig wohngeld. allerdings hat sich ja mittlerweile einiges geändert.

mach dir nicht so große sorgen, egal was kommt, es wird wohl mühselig. aber es ist zu bewältigen & keine angst, du bist zu chemo & bestrahlung auf jeden fall krank geschrieben & wirst in der zeit finanzielle unterstützung bekommen.

es sei denn, in deiner familie gibts großverdiener, der / die für dich aufkommen können. dann gibts wohl tatsächlich kein geld. dann hoffe ich bloß für dich, daß du wenigstens familienversichert bist. sonst kannst du ggf. zumindest die kv beim amt beantragen.

wünsche dir alles gute!


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 Betreff des Beitrags: Re: Mit 90% beim Arbeitsamt mich melden, was erwartet mich?
BeitragVerfasst: 2. Jul 2016 22:53 
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Liebe Nadja,
wir haben telefoniert....Aber liebe Mädels, wer kennt sich aus? 78 Wochen gibt es Krankengeld, jedoch für eine "Krankheit, Diagnose". Wenn aber inzwischen wegen einer ganz anderen "Krankheit, Diagnose" die Krankschreibung erfolgt, dann müsste es meines Wissens nach, von vorne beginnen? Oder liege ich da falsch? Bin ja schon so lange nicht mehr am Arbeiten. Bei mir war es jedenfalls so - hömmm- in den 1990ziger Jahren🤔😕🤔. Sicher hat sich vieles verändert. Wer kennt sich aus???

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 Betreff des Beitrags: Re: Mit 90% beim Arbeitsamt mich melden, was erwartet mich?
BeitragVerfasst: 3. Jul 2016 10:29 
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Meine Erfahrungen stammen aus dem Jahr 2005 ........ ob es früher wirklich anders war, kann ich nicht sagen!
Zitat:
4.3. Leistungsdauer

Die Leistungsdauer verlängert sich nicht, wenn während der Arbeitsunfähigkeit eine andere Krankheit hinzutritt. Es bleibt bei maximal 78 Wochen.


zum Artikel


Wenn jemand aber z.B. eine Arbeit hat und würde zwischendurch wieder arbeiten, dann setzt mit einer neuen Erkrankung die "Lohn-/Gehaltsfortzahlung" ein ..... die Fristen um dann wieder vollen Anspruch auf KG zu haben, habe ich jetzt aber nicht nachgelesen. Bei mir traf es damals nicht zu und hier bei Nadin ja leider auch nicht.

Liebe Nadin, natürlich brauchst Du eine kompetente Beratung speziell für Deine Verhältnisse ...... wir (bzw. ich) können ja nur laienhaft aus eigenen Erfahrungen sprechen! Wenn Du nicht im VDK bist -der hier viel angepriesen wird- dann solltest Du mit Deiner Krankenkasse sprechen bevor Du Dich beim Jobcenter meldest. Die kennen Deine Erkrankungen und können bzw. müssen Dir auch sagen, warum etwas so oder so ist! Eben ob bzw. warum diese 78-Wochen-Regelung bei Dir zutrifft!

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Liebe Grüße Jutta
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 Betreff des Beitrags: Re: Mit 90% beim Arbeitsamt mich melden, was erwartet mich?
BeitragVerfasst: 3. Jul 2016 18:42 
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Liebe Nadja,

ich würde auf jeden Fall auch einmal mit einer Rentenberaterin sprechen. Die sind unabhängig, arbeiten aber für dich.

Es ist immer gut, darüber informiert zu werden, unter welchen Voraussetzungen weitere Rentenansprüche aufgebaut werden, und wann man mit Abschlägen rechnen muß

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Liebe Grüße
Traudel



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 Betreff des Beitrags: Re: Mit 90% beim Arbeitsamt mich melden, was erwartet mich?
BeitragVerfasst: 3. Jul 2016 21:39 
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Liebe Nadin,

ich weiss es aus diesem Jahr, dass es immer noch so ist, wie Jutta es schreibt.
78 Wochen auf EINE Krankheit.

Ich habe auch alles mitgenommen, was es an Hilfsangeboten gibt:
KK DRV Unabhängige Patientenberatung Rentenberater VdK und ich habe eine Juristin mit dem Schwerpunkt Arbeitsrecht an der Hand.
Es ist schon mühsam an die versch. Informationen heranzukommen.


LG Angela

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 Betreff des Beitrags: Re: Mit 90% beim Arbeitsamt mich melden, was erwartet mich?
BeitragVerfasst: 3. Jul 2016 23:43 
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Danke, dann habe ich es nicht mehr im Kopf. Dachte, wenn sich die Diagnose ändert.... Aber nein Jutta, so stimmt es natürlich. Nur wenn man zwischendurch gearbeitet hat, sich danach eine andere Diagnose ergibt, dann....

Bei mir traf es ebensowenig zu. So hatte ich nach den 78 Wochen noch -hmmm ich glaube 1Jahr Arbeitslosengeld bekommen, in der Zeit musste ich zu unzähligen Ärzten und dann musste ich Rente beantragen. Aber bis zur Bewilligung (immer im zwei Jahres Abschnitt) vergingen weitere drei Jahre, eine lange Durststrecke ohne Einkommen, weil verheiratet.

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