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 Betreff des Beitrags: Hilfe, Krankenkasse verlangt Rentenantrag
BeitragVerfasst: 25. Jan 2013 15:31 
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Hallo ihr Lieben,

am 07. November habe ich die BK-Diagnose bekommen, am 14. die Diagnose der Leber- und Knochenmetas. Seit 26.11. habe ich Chemo. Mit dem EC-Schema bin ich durch. Als nächstes sind 12 Wochen Taxol angesagt. Danach steht in der Grobplanung die OP und danach AHT. Eigentlich gehe ich fest davon aus, nach der mir zustehenden Reha wieder ins Arbeitsleben eingegliedert zu werden. Vielleicht schaffe ich nicht mehr 29 Wochenstunden, aber 20 Stunden traue ich mir schon zu.

Heute bekomme ich Post von der Krankenkasse, man hätte entschieden, ich solle bitte bis Anfang April Rentenantrag stellen, ansonsten verliere ich meinen Krankengeldanspruch.

Ich bin völlig fassungslos. Hat man nicht 72 Monate Anspruch auf Krankengeld? Die haben gerade mal seit dem 05.12.12 Krankengeld gezahlt und das auch schon nur sehr verzögert.

Ist irgend jemand von euch was ähnliches passiert und wie habt ihr darauf reagiert? [smilie=confused-smiley-013.gif] [smilie=confused-smiley-013.gif]

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Liebe Grüße
Gaby


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 Betreff des Beitrags: Re: Hilfe, Krankenkasse verlangt Rentenantrag
BeitragVerfasst: 25. Jan 2013 16:01 

Liebe Gaby,

bitte wende Dich umgehend an die UPD (Unabhängige Patientenberatung Deutschland)
Die helfen ganz toll.

Hier ist die kostenlose Servicenummer:

0800 0117722

LG
Ute


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Hilfe, Krankenkasse verlangt Rentenantrag
BeitragVerfasst: 25. Jan 2013 16:22 
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Hallo Ute,

danke für diesen Tip. Ich werde da am Montag mal anrufen.

Weißt Du, ob es üblich ist, so schnell einen Rentenantrag zu verlangen?

Natürlich habe ich mir auch vorher schon Gedanken gemacht wie es weiter gehen soll. Ich bin ja alleinerziehend und habe im Mai letzten Jahr das Haus allein übernommen. Mein Idee war eigentlich nach Chemo und OP und Reha eine Wiedereingliederung zu starten und zu versuchen die Wochenarbeitszeit von 29 auf 20 Std zu reduzieren bei gleichzeitigem Antrag auf Teilerwerbsunfähigkeitsrente. Dass mir die Krankenkasse nach nicht einmal zwei Monaten Krankengeld einen Rentenantrag aufdrängt, finde ich absolut demoralisierend. Die wollen doch bloß die Kostenlast auf einen anderen Träger abwälzen.

ao69

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Gaby


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 Betreff des Beitrags: Re: Hilfe, Krankenkasse verlangt Rentenantrag
BeitragVerfasst: 25. Jan 2013 16:32 

Hallo Gaby,

Deine Überlegungen sind korrekt.

Ich habe leidige Erfahrungen mit TK und DRV Bund in anderen Situationen erlebt.

Du kannst auch heute noch anrufen, wenn es brennt. Bis 18:00 Uhr? Oder ist meine Erinnerung falsch......?

LG
Ute


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Hilfe, Krankenkasse verlangt Rentenantrag
BeitragVerfasst: 25. Jan 2013 16:40 
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Liebe Gaby, es handelt sich um 78 Wochen in 3 Jahren. Nach den drei Jahren kann man, soweit ich weiß, von vorn beginnen.

Also ich musste auch Rente beantragen, jedoch erst, nachdem mein krankengeld völlig ausgeschöpft war und ich ins Arbeitslosengeld rutschte. Das läuft jetzt alles irgendwie noch. Die wollten mich dann in eine Reha schubsen, was ich nicht mitgemacht habe. Ich bekam den Bescheid und 10 Tage später sollte es losgehen. Weihnachten und Neujahr lag dazwischen. Die spinnen wohl.

Also such dir schnell Hilfe und lass dir nicht auf die Füße treten.

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Stark sein bedeutet nicht, nie zu fallen. Stark sein bedeutet, wieder aufzustehen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Hilfe, Krankenkasse verlangt Rentenantrag
BeitragVerfasst: 25. Jan 2013 18:37 
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@ Ute
So sehr eilt es dann auch nicht. Ich habe bis März Zeit. Am Wochenende will ich mich mal online, insbesondere auch im elo-forum informieren, Montag dann bei der Patientenvertretung und Donnerstag werde ich das Ganze noch mit meinem Onko besprechen. Danach stellt sich die Frage ob ich einen Anwalt brauche, Samstag kommt mein Bruder, der ist Anwalt. Weiß nicht ob es klug ist, gleich mit Kanonen zu schießen oder ob man sich den Anwalt noch in der Hinterhand behält.

@ Yvonne
Hätte die KK diesen Vorschlag nach einem Jahr gemacht, wäre das für mich okay, aber ich bin noch nicht mal 2 Monate im Krankengeld und die ersten vier Wochen Krankschreibung waren wegen dem Bandscheibenvorfall. Der wurde nur Dank eines Fehlers der Hausärztin eingerechnet. Das finde ich echt ein bischen krass, zumal ich bislang, obwohl ich bereits seit 2006 chronisch krank bin, nie über 10 Fehltage im Jahr gekommen bin und noch nicht einmal am Krankengeld geschnuppert habe. Jetzt sollen sie mal leisten, und wollen sich gleich raus schleichen. Ganz ehrlich ist ein solches Gebaren nicht geeignet, Leute zu motivieren schnell wieder arbeitsfähig zu werden und positiv mit krankheitsbedingten Schicksalsschlägen umzugehen.

ao81

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Liebe Grüße
Gaby


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 Betreff des Beitrags: Re: Hilfe, Krankenkasse verlangt Rentenantrag
BeitragVerfasst: 25. Jan 2013 18:45 
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Hallo Gaby, eigentlich läuft das Krankengeld wirklich 78 Wochen wie Yvonne das glaub ich schon schrieb.

Ich bin mit 50 Jahren aufgrund anderer Erkrankungen zur Rentnerin geworden habe aber das Krankengeld erhalten!

Wenn Du dir den Wiedereinstieg doch vorstellen kannst, dann würde ich das der KK schreiben und gegen die Aufforderung Widerspruch einlegen!

Ggfls. mal Rücksprache mit Deinem Arzt wie er die Aussichten sieht ?? Falls Du, was mir leid täte, Dich evtl. überschätzt, dann wäre in der vollen Rente natürlich ein finanzieller Vorteil zu sehen. Dazu könntest du sogar, wenn es Dir besser geht zuverdienen !!

Ich wünsche Dir das alles so verläuft wie Du es Dir vorstellst!!

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Liebe Grüße Jutta
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 Betreff des Beitrags: Re: Hilfe, Krankenkasse verlangt Rentenantrag
BeitragVerfasst: 25. Jan 2013 19:09 
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Also so wie ich es bis jetzt einschätze wäre die EU-Rente wesentlich niedriger als das Krankengeld und sowieso als mein Gehalt. Deshalb würde ich schon anstreben zumindest in begrenztem Umfang wieder ins Berufsleben einzusteigen. Mein Arbeitgeber hält den Arbeitsplatz frei. Für die fehlenden Stunden würde ich dann Teilerwerbsunfähigkeitsrente beantragen wollen um den finanziellen Verlust abzufedern.

Wir haben es letztendlich noch nicht abschließend besprochen, weil ja auch niemand weiß wie die Therapien letztendlich anschlagen. Aber der grobe Weg Chemo, OP, AHT und nach der OP Reha und dann Wiedereingliederung ist gemeinsam mit dem Onko abgesteckt worden. Klar wenn sich im Rahmen der Therapie große Verzögerungen ergeben würden, wäre alles zu überdenken. Das erste Chemo-Schema ist durch und hat angeschlagen, der Primärtumor hat 1/3 an Masse verloren auch die Leber-Metas sind deutlich rückläufig. Da finde ich dieses Ansinnen der KK einfach demoralisierend früh.

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Liebe Grüße
Gaby


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 Betreff des Beitrags: Re: Hilfe, Krankenkasse verlangt Rentenantrag
BeitragVerfasst: 25. Jan 2013 19:21 
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Hallo Gaby, ja jetzt wo ich Deine Meinung lese könnte es sein mit der Rente !!! Das ist glaube ich vom Geburtsjahr abhängig und ich bin ja deutlich älter als Du (Jahrgang 1955). Ich glaub da gab es eine Änderung, grummel. Bei mir zählten noch die Versicherungsjahre + weiterer Anrechnungen.

Das ist eine verzwickte Kiste; evtl. sind hier jüngere die Dir passenderes sagen können ??

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Liebe Grüße Jutta
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 Betreff des Beitrags: Re: Hilfe, Krankenkasse verlangt Rentenantrag
BeitragVerfasst: 25. Jan 2013 20:35 

Hallo,

Ja, es besteht ein Anspruch von 78 Wochen innerhalb dreier Jahre.

Ganz genau betrachtet liegt die Betonung auf ANSPRUCH.
Denn das ist nicht die Zeit, wo Krankengeld von der KK an den Erkrankten geleistet wird.

Je nach Arbeitsvertrag und Angestelltenverhältnis existiert (so wie in meinem Fall geschehen) die sog. Lohnfortzahlung von 6 Wochen.
Wenn diese 6 Wochen abgezogen werden, kommt man auf die genannten 72 Wochen.

Hat man in diesen Wochen z.B. eine Reha, dann gibt es Leistungen evtl. der Rentenversicherung Bund. Trotzdem laufen diese Wochen weiter.

Es handelt sich also um 78 Wochen ab dem 1. Tag der Krankschreibung.

Gaby, in welcher Art von Unternehmen arbeitest Du?
Gibt es die Möglichkeit, bei mir war das so, abhängig von der Betriebszugehörigkeit einen Krankengeldaufschlag zu erhalten?
Das machte bei mir fast wieder das komplette Gehalt aus.

Wenn es zur Rente kommen sollte, hast Du jemals in eine Gemeinde- oder Zusatzversorgungskasse eingezahlt?
Ich war immer im sozialen Bereich im angelehnten öffentlichen Dienst tätig, da gab es so etwas.
Dadurch ist meine befristete Rente jetzt leicht aufgestockt.

Im elo wirst Du bestimmt gute Unterstützung erhalten.
"Doppeloma" war eine gute Infoquelle, sehr versiert.

Es ist o.k., dass Du da gelassen bist, mich hätt's nur interessiert.
Aber Du wirst Dich bestimmt zurückmelden, was Dir von der UPD empfohlen wird.

Wäre solch ein Gebaren von der KK nicht auch eine Info-Weitergabe an die IPOV wert?
Schließlich steckst Du mitten in Deiner Behandlung und solltest Dich nicht um solch einen Käse kümmern müssen.
Rotraut kann Dir sicher weiterhelfen, was die IPOV angeht, ich habe jetzt gleich einen Termin und will los.

Wenn Du auch hier Zeit hast und die IPOV ist Dir noch kein Begriff (googeln?), dann melde ich mich in den nächsten Tagen wieder.

LG
Ute


  
 
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