http://mit-brustkrebs-leben.phpbb8.de/sitemapindex.xml.gzMit Nachbestrahlung nicht länger als 20 Wochen warten : Chemotherapie - Strahlentherapie
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 Betreff des Beitrags: Mit Nachbestrahlung nicht länger als 20 Wochen warten
BeitragVerfasst: 31. Jan 2009 12:51 
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Mammakarzinom:Mit Nachbestrahlung nicht länger als 20 Wochen warten

Zitat:
Mammakarzinom:

Mit Nachbestrahlung nicht länger als 20 Wochen warten

Bei einem lokal begrenzten Mammakarzinom ist in vielen Fällen eine brusterhaltende Operation möglich. Eine Nachbestrahlung ist hier Standard und sollte nicht später als 20 Wochen nach dem Eingriff begonnen werden - sonst verschlechtert sich die Prognose deutlich.

In einer Studie mit 6.284 Brustkrebs-Patientinnen hatten Forscher um Ivo A. Olivotto von der British Columbia Cancer Agency untersucht, welcher Abstand zwischen Tumoroperation und Bestrahlung am günstigsten ist.

Bei den Teilnehmerinnen lag jeweils ein Mammakarzinom in einem frühen Stadium vor, das noch keine Metastasen gebildet hatte (T1-T2, N0-N1, M0). Alle Patienten wurden brusterhaltend operiert und erhielten im Anschluss eine Strahlentherapie (40-50 Gy in 15-25 Fraktionen), jedoch keine Chemotherapie.

Der zeitliche Abstand zwischen Operation und Radiotherapie variierte dabei. Die Forscher unterteilten die Patientinnen in sechs Gruppen: 0-4 Wochen, 4-8 Wochen, 8-12 Wochen, 12-16 Wochen, 16-20 Wochen, 20-42 Wochen, wobei diejenigen mit 4- bis 8-wöchigem Abstand als Kontrollgruppe galten. Die Teilnehmerinnen wurden über einen Follow-up-Zeitraum von durchschnittlich 7,5 Jahren beobachtet.

Insgesamt lag das Brustkrebs-spezifische Überleben bei 92,5 Prozent. Die 10-Jahres-Rezidivrate betrug 4,6 Prozent und Metastasen traten bei 9,5 Prozent der Betroffenen auf.
Erst ab 20 Wochen verändert sich die Rezidivrate signifikant

Dabei unterschieden sich weder die 10-Jahres-Rezidivrate noch das lokalrezidiv-freie Überleben ("Local recurrence free survival") signifikant zwischen den einzelnen Studiengruppen - bis auf diejenigen, die mehr als 20 Wochen nach der Operation mit der Bestrahlung begonnen hatten.

Die Lokalrezidivrate lag in der Gruppe mit 20-42 Wochen Abstand bei 10 Prozent, die der Kontrollgruppe hingegen nur bei 5,6 Prozent. Auch das lokalrezidiv-freie Überleben lag hier mit 76,9 Prozent deutlich niedriger als in der Kontrollgruppe (91,2 Prozent).

Die Autoren empfehlen daher, nach einer brusterhaltenden Operation möglichst bald mit einer Nachbestrahlung zu beginnen. Natürlich müsse der Wundheilung Zeit gegeben werden, betonen sie. Doch bei einem Abstand von mehr als 20 Wochen zwischen den Behandlungen verschlechterten sich die Prognosen für die Patientinnen deutlich.


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