http://mit-brustkrebs-leben.phpbb8.de/sitemapindex.xml.gzZahlen und Fakten zu Rezidivrisiken : Brustkrebs, Diagnose - Behandlung - Vor- und Nachsorge
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 Betreff des Beitrags: Zahlen und Fakten zu Rezidivrisiken
BeitragVerfasst: 21. Nov 2013 23:39 
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Wie hoch ist das Rezidivrisiko insgesamt?
2.000.000 Patienten mit erster Krebserkrankung
• 180.000 Zweittumore
Frauen:
– 85.000 Zweitereignisse (8,4% aller Patientinnen)
Häufigster Zweittumor: Brustkrebs mit 26.000 Fällen
(30 % aller Zweittumore, 2,6% aller Patientinnen)

http://www.frauenselbsthilfe.de/upload/ ... ankung.pdf

Brustkrebs-Rezidive können in der Brust, an der Brustwand oder der darüber liegenden Haut auftreten.

Nach einer brusterhaltenden Operation (BET) mit anschließender Bestrahlung entwickelt sich bei 10 bis 20 von 100 Frauen innerhalb von zehn Jahren ein neuer Tumor.

Nach der Amputation der Brust (Ablatio o. Mastektomie) kehrt der Krebs bei etwa vier Prozent an der Brustwand zurück. In einem Prozent der Fälle ist mit einem Rezidiv in der Achsel zu rechen, wenn dort mehrere Lymphknoten entfernt wurden. Wurde nur der Wächterlymphknoten herausgeschnitten, liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Wiederauftreten des Tumores in der Achsel bei 0,25 Prozent.

http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Bru ... 10331.html

Das Risiko für einen lokalen Rückfall liegt nach Brusterhaltender Therapie mit nachfolgender Bestrahlung nach fünf Jahren zwischen 5 und 20 %. In einem Viertel bis zur Hälfte der Fälle liegt bei einem Lokalrezidiv bereits eine Fernmetastasierung vor. Fernmetastasen finden sich am häufigsten in abnehmender Reihenfolge in den Knochen, der Lunge, der Leber und im Gehirn. Seltener sind Metastasen in den Eierstöcken, dem Bauchfell und der Nebenniere.

http://www.uni-frauenklinik-tuebingen.d ... html#c2192

Aktuelle Studiendaten zeigen laut Budach jedoch, dass es in den zehn Jahren nur halb so häufig zu einem Rückfall des Tumors in der Brust kommt, wenn die Frauen eine Bestrahlung erhalten. Nach 15 Jahren sinke bei Patientinnen mit hohem Rückfallrisiko die Zahl der Brustkrebstodesfälle um circa zehn Prozent.

http://www.mamazone.de/nc/aktuelles/akt ... 5D=rezidiv

zu den Risikofaktoren:

http://www.mamazone.de/fileadmin/downlo ... l_2009.pdf

Bei den allermeisten Frauen zeigte die präventiv amputierte Brust keinerlei Auffälligkeit. Die Wissenschaftler stellten allerdings bei fünf Prozent der Operierten bereits ausgewachsene Krebszellen in der zweiten Brust fest. Weitere 15 Prozent hatten veränderte Zellen, die auf ein hohes Krebsrisiko im noch gesunden Gewebe hinwiesen.

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber ... 65049.html

Brustkrebs: Hohes Risiko für gesunde Brust

Wenn bei einer Brust der Frau Krebs festgestellt wurde, dann ist die Gefahr sehr hoch, dass auch die andere einen bösartigen Tumor bekommt
http://www.brustkrebs-web.de/aktuell/10_04_gefahr.php

Bei ungünstigen, großen Tumoren sind eventuell vor der Operation eine Bestrahlung zur Tumorverkleinerung und eine Chemotherapie notwendig. Das ductale Carzinoma in situ der Brust, eine Frühform, hat eine gute Prognose. Nach ca. 8 Jahren leben noch 97 % der betroffenen Frauen, wenn eine Tumorentfernung mit anschließender Nachbestrahlung durchgeführt wurde. Nur in ca. 3 % treten Metastasen auf und nur in ca. 16 % Lokalrezidive ( erneutes Auftreten von Tumorzellen am gleichen Ort oder in der Umgebung ) Generell kann man feststellen, dass das Risiko eines Rezidivs (Wiederauftreten des Brustkrebses) bei Patientinnen, die nur operiert wurden, bei ca. 40 % liegt, bei Patientinnen, die operiert und nachbestrahlt wurden bei 8 %. Die Bestrahlung erfolgt an insgesamt 6 Wochen täglich, wobei die Brust und Brustwand mit insgesamt 50 Gy bestrahlt werden (5 Wochen), das Tumorbett mit 10 Gy 1 Woche lang (Boost). Die Bestrahlung des Lymphabflusses verbessert die Überlebenschancen. Sie wird durchgeführt im Bereich des örtlichen Lymphabflusses und unterhalb sowie oberhalb des Schlüsselbeins, wenn der Tumor kapselüberschreitend war, 4 oder mehr Lymphknoten befallen sind, der Wächterlymphknoten positiv war und nicht entfernt wurde, bei einem Sitz des Tumors im inneren Quadranten werden die Lymphknoten neben dem Schlüsselbein bestrahlt, wenn nicht ein erhöhtes Herzrisiko dagegen spricht, nach einer Brustentfernung, wenn der Tumor über 3 cm groß ist, die Entfernung nicht vollständig durchgeführt werden konnte, ein knapper gesunder Rand von unter 5 mm eingehalten werden musste, eine Lymphangiosis carzinomatosa vorliegt und bei jungen Patienten. Wird auf eine Nachbestrahlung verzichtet, kommt es häufiger zu Lokalrezidiven, wird die gesamte Brust entfernt, sind die Daten insgesamt geringfügig besser als bei Brust erhaltender Behandlung.
Eine begleitende (adjuvante) Chemotherapie verbessert die 10 Jahres - Überlebensrate bei Patientinnen, bei denen der Tumor entfernt wurde, um ca. 25 %, d. h. 75 % der Patientinnen werden umsonst behandelt. Nur etwa 10 % der Frauen benötigen keine adjuvante Chemotherapie, weil ihr Tumor sehr klein ist, sie sich in einem hohen Alter befinden oder die Therapie aus anderen Gründen nicht durchgeführt werden kann
http://www.biowellmed.de/fachartikel-374.html

Risiko für einen zweiten Tumor

Als Brustkrebspatientin hat man im Vergleich zu gesunden Frauen ein erhöhtes Risiko, Krebs auch in der anderen Brust zu entwickeln. Die Strahlentherapie ( an der befallenen Brust) erhöht das Risiko für diesen sogenannten kontralateralen Brustkrebs noch weiter. Als Strahlenfolgen können allerdings auch sogenannte Angiosarkome im Brustgewebe auftreten. Das Risiko für Lungenkrebs oder Speiseröhrenkrebs steigt, wenn auch diese Organe einer entsprechenden Strahlendosis ausgesetzt waren.
Die Wahrscheinlichkeit solcher Spätschäden ist jedoch eher gering. Der Nutzen der Strahlentherapie überwiegt das Risiko einer zweiten Krebserkrankung in der Regel deutlich.
http://www.krebsinformationsdienst.de/t ... p#inhalt11


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 Betreff des Beitrags: Re: Zahlen und Fakten zu Rezidivrisiken
BeitragVerfasst: 22. Nov 2013 12:24 
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Super Beitrag .... vielen Dank dafür smilie_love_011


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 Betreff des Beitrags: Re: Zahlen und Fakten zu Rezidivrisiken
BeitragVerfasst: 22. Nov 2013 12:32 
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Danke, alles auf einen Blick!

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 Betreff des Beitrags: Re: Zahlen und Fakten zu Rezidivrisiken
BeitragVerfasst: 22. Nov 2013 13:57 
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das ist sehr interessant. danke dir. ich versteh zwar nicht, wieso die bestrahlung der krabken brust das risiko für die bislang gesunde seite erhöht, aber da ich einen zweittumor auf der anderen seite hatte, gehöre ich wohl in diese gruppe.


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 Betreff des Beitrags: Re: Zahlen und Fakten zu Rezidivrisiken
BeitragVerfasst: 22. Nov 2013 14:14 
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Ich dann wohl auch..............!

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 Betreff des Beitrags: Re: Zahlen und Fakten zu Rezidivrisiken
BeitragVerfasst: 22. Nov 2013 19:14 
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Perofo hat geschrieben:
Ich dann wohl auch..............!

ja rotraut, so sind wir schon 2. ich wusste null davon, dass die bestrahlung das risiko steigert!
liebe grüße an dich!


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 Betreff des Beitrags: Re: Zahlen und Fakten zu Rezidivrisiken
BeitragVerfasst: 22. Nov 2013 19:37 
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ja alles auf einen Blick ,, Bille die neue Haarfarbe und neue Frisur stehen dir sehr gut
lg azra

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 Betreff des Beitrags: Re: Zahlen und Fakten zu Rezidivrisiken
BeitragVerfasst: 22. Nov 2013 19:59 
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suze2 hat geschrieben:
Perofo hat geschrieben:
Ich dann wohl auch..............!

ja rotraut, so sind wir schon 2. ich wusste null davon, dass die bestrahlung das risiko steigert!
liebe grüße an dich!

Wir sind schon drei. Ich wusste das auch nicht. xsmile022x

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Liebe Grüsse Doreen


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 Betreff des Beitrags: Re: Zahlen und Fakten zu Rezidivrisiken
BeitragVerfasst: 25. Nov 2013 18:39 
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Vielen Dank für den tollen Überblick zu Rezitiven!

Es hilft mir total, mein Risiko für ein Rezitiv und den Nutzen und das Risiko einer Behandlung besser einzuschätzen.

Das war bestimmt eine Menge Arbeit, vielen Dank!

Claudia

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 Betreff des Beitrags: Re: Zahlen und Fakten zu Rezidivrisiken
BeitragVerfasst: 27. Nov 2013 13:01 
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Gerne :)
Ich habe den Gyn heute nochmal befragt, wegen seiner Äußerung in dem Vortrag.Ich hatte das in der Tat nicht ganz richtig verstanden, so scheint es.
Das Rezidivrisiko der gesunden Brust ist nicht 50%, sondern es ist 50% höher als bei dem Rest der Bevölkerung.
Das hört sich schon anders an und ergibt auch einen Sinn. Wenn man BK nicht als zufällig, sondern als veranlagungsbedingt ansieht, dann hat die gesunde Brust ja die gleiche Veranlagung wie die bereits erkrankte. Hinzu kommt, dass eventuelle Vorstufen in der gesunden Brust diagnostisch nicht auffindbar sind (da helfen bildgebende Verfahren nicht, nur histologische Befunde, und da macht man keine Biopsie) und auch nicht zerstört werden durch Chemo und Bestrahlung. Deswegen können sich eventuell in der gesunden Brust vorhandene Vorstufen ungestört und in aller Ruhe zu Tumoren entwickeln, was natürlich wiederum Jahre dauern kann.
Eine Fundstelle hat er mir leider nicht gesagt, und ich hab auch keine gefunden.

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Liebe Grüße
Angela

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