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 Betreff des Beitrags: Tumormarker CA 15-3 / CEA
BeitragVerfasst: 29. Mär 2009 11:38 
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Tumormarker CA 15-3

CA 15-3

Zitat:
Warum wird CA 15-3 untersucht?

* Zur Überwachung des Behandlungserfolges bei invasivem Mammakarzinom (Brustkrebs);
* bei der Suche nach möglichen Rezidiven (Rückfällen).

Bei welchen Erkrankungen sollte CA 15-3 untersucht werden?

* Zur Therapie- und Verlaufskontrolle des Mammakarzinoms;
* als Zweitmarker beim Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs).

Aus welchem Probenmaterial wird CA 15-3 durchgeführt?
Aus Serum oder Plasma, sowie aus Körperhöhlenflüssigkeiten wie z.B. Aszites-, Pleura- und Liquorflüssigkeit.


Das Probenmaterial

Was wird untersucht?
CA 15-3 ist ein normales Produkt der Brustzellen und wird durch ein Gen hergestellt, das bei bösartigen Brusttumoren oft überexprimiert wird (d. h. der Körper stellt zu viele Kopien davon her) wird. Das führt zu einer erhöhten Produktion von CA 15-3 und dem verwandten CA 27.29. CA 15-3 selbst ruft keinen Krebs hervor, sondern ist ein Protein (Eiweiß), das von Tumorzellen ausgeschüttet wird und dadurch als Tumormarker zu Verlaufskontrollen herangezogen werden kann.

CA15-3 ist bei etwa 30 % der Frauen mit ortsständigem und bei circa 75 % der Frauen mit invasivem Mammakarzinom erhöht (Krebs, der sich in andere Organe ausgebreitet oder in diese metastasiert hat). CA 15-3 kann auch bei gesunden Personen und bei Patienten mit anderen Erkrankungen erhöht sein (z. B. beim kolorektalen Karzinom, bei Lungenkrebs, Leberzirrhose, Hepatitis und gutartigen Brusterkrankungen).

Wie wird das Probenmaterial gewonnen?
Aus Blut aus einer Armvene.


Der Test

Wie wird der Test eingesetzt?
Die Bestimmung des CA 15-3 ist weder sensitiv noch spezifisch genug, um bei der Krebsvorsorge zur Anwendung zu kommen oder bei der Erstdiagnostik des Mammakarzinoms eingesetzt zu werden. Hauptsächlich wird CA 15-3 als Tumormarker zur Überwachung des Behandlungsfortschritts bei Brustkrebs und zur Suche nach einem eventuellen Rezidiv des Krebses eingesetzt. Diesen Zweck kann der Marker nur erfüllen, wenn der Tumor erhöhte Mengen des CA 15-3 produziert.

Wann könnte der Test sinnvoll sein?
CA15-3 kann mit anderen Tests wie Östrogen- und Progesteronrezeptorentests, Her2/neu-, BRCA-1- und BRCA-2-Gentests (zusätzliche Tumormarker) bei der Erstdiagnose eines fortgeschrittenen Brustkrebses angefordert werden, um diesen besser zu charakterisieren und die Therapie optimieren zu können.

Sollte CA 15-3 zu Beginn erhöht sein, kann es zur Therapie-Überwachung und bei regelmäßiger Untersuchung zum Erkennen eines Rezidivs genutzt werden. CA 15-3 wird gewöhnlich nicht bei der Diagnose des Brustkrebses in einem sehr frühen Stadium und vor erfolgter Metastasierung (Streuung) angefordert, da in der Mehrzahl dieser Fälle normale Werte vorliegen.

Was bedeutet das Testergebnis?
Es besteht eine Korrelation zwischen der Tumorgröße und der Höhe des Tumormarkers: Je höher der CA-15-3-Wert, desto fortgeschrittener der Brustkrebs und desto höher ist auch die Tumorlast (die Größe des momentanen Tumors). CA 15-3 scheint also mit der Tumorgröße zuzunehmen. Bei einem metastasierten Mammakarzinom werden die höchsten Level nach einer Streuung in Knochen und/oder in der Leber gemessen.

Leichte bis mittlere Erhöhungen des CA 15-3 werden auch bei zahlreichen anderen Erkrankungen nachgewiesen (z. B. Leber- und Pankreaskarzinom, Lungenkrebs, Leberzirrhose und gutartige Veränderungen der Brust). Auch bei gesunden Menschen kommen CA-15-3-Erhöhungen vor; diese scheinen aber konstant zu bleiben.

Negative Spiegel an CA 15-3 schließen nicht aus, daß ein Betroffener nicht doch an Krebs leidet. Die Messung könnte erfolgt sein, bevor der Tumormarker überhaupt exprimiert wurde. Bemerkenswert ist, daß bei 25-30 % der Patienten mit fortgeschrittenem Brustkrebs die Tumoren kein CA 15-3 ausschütten.

Gibt es weiteres, das ich wissen sollte?
Im Allgemeinen werden die CA-15-3-Spiegel nicht unmittelbar nach Therapiebeginn bestimmt. In diesem Zeitraum wurden Schwankungen der Werte beobachtet, die nicht den Behandlungsfortschritt widerspiegelten. Der behandelnde Arzt wird daher unter normalen Umständen nach Behandlungsbeginn einige Wochen warten, bevor er mit der Überwachung des CA-15-3-Spiegels beginnt.


Hinweise und Störungen

Stabilität und Probentransport
Als Untersuchungsmaterial dienen Serum, Plasma, Pleuraexsudat, Liquor und Aszites. Bei Raumtemperatur und 4-8° C ist CA 15-3 sowohl im Vollblut als auch im Serum/Plasma sieben Tage lang stabil. Die Halbwertszeit beträgt ca. 5-7 Tage.

Referenzbereich
< 25 – 30 kU/l im Serum/ Plasma
Geschlechts- und altersunabhängig.

Störfaktoren und Hinweise auf Besonderheiten
Die derzeitigen immunologischen Testverfahren basieren auf zwei unterschiedlichen monoklonalen Antikörpern. Bei Verwendung von Tests verschiedener Hersteller ist auch bei Verwendung gleicher Antikörper mit unterschiedlichen Werten zu rechnen. Daher sollten bei Verlaufsbestimmungen zur besseren Aussagefähigkeit immer dieselben Tests und das gleiche Material verwendet werden. Bei Stillenden und Schwangeren findet man eventuell mäßige Erhöhungen bis ca. 50 kU/l. Unter Therapie mit G-CSF können falsch hohe CA 15-3 Serum/ Plasmakonzentrationen induziert werden.

Richtlinien zur Qualitätskontrolle
Derzeit existieren keine Vorgaben nach den Richtlinien der Bundesärztekammer. Die analytischen Qualitätskriterien für die maximal zulässige Unpräzision und Unrichtigkeit sowie für die maximal zulässige Abweichung des Einzelwertes richten sich daher nach Erfahrungskriterien.


äufige Fragen

Sollte zusätzlich zu CA 15-3 auch CA 27.29 getestet werden?
CA 27.29 ist ein Protein, das durch das gleiche Gen (MUC1) wie CA 15-3 gebildet wird. Es ist später als CA 15-3 entdeckt worden. Sehr wahrscheinlich sind CA 27.29 und CA 15-3 gleichwertig. Daher könnte es auch statt CA 15-3 bestimmt werden, da jedoch die meisten Studien mit großen Fallzahlen untersuchter Patienten mit CA 15-3 durchgeführt wurden, wird dieser Marker bevorzugt.

Sollte bei hoher familiärer Belastung mit Brustkrebs CA 15-3 vorsorglich bestimmt werden?
CA 15-3 wird nicht als Vorsorgemaßnahme empfohlen. Es ist weder spezifisch noch sensitiv genug, um Brustkrebs in einem frühen Stadium erkennen zu können. Möglicherweise beobachtete CA-15-3-Erhöhungen können auch durch andere Ursachen hervorgerufen werden; negative Werte schließen eine mögliche Krebserkrankung nicht aus. CA 15-3 sollte daher erst nach der Diagnose eines Brustkrebses untersucht werden.

Was kann man tun, um seinen CA 15-3-Wert zu senken?
Es gibt nichts, womit man das CA 15-3 direkt senken könnte. Es stellt keinen Risikofaktor wie Cholesterin dar, der durch Diät und Bewegung vermindert werden kann, sondern spiegelt eventuell die Geschehnisse im Körper wider.. CA 15-3 kann mit dem Tumorwachstum ansteigen und bei einer Behandlung abfallen; der Wert kann aber auch bei einer gutartigen Erkrankung gering erhöht oder stabil sein.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tumormarker CA 15-3 / CEA
BeitragVerfasst: 29. Mär 2009 11:41 
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Tumormarker CEA

CEA

Zitat:
Auf einen Blick

Warum wird CEA untersucht?
Wie jeder Tumormarker dient CEA fast ausschließlich dafür, den Verlauf einer Therapie oder das Auftreten von Rezidiven oder Metastasen (Nachsorge) von bestimmten Tumoren (z.B. Chemo- oder Strahlentherapie) zu überwachen. Weiterhin wird der CEA-Test gezielt zur Diagnostik bestimmter Tumore eingesetzt, falls ein begründeter Verdacht besteht.

Wann sollte man CEA untersuchen lassen?
Der Test wird bei Patienten durchgeführt, deren Symptome eine Krebserkrankung nahe legen, außerdem bei Patienten, die vor einer Krebstherapie stehen. Bei bereits behandelten Patienten wird der Test dafür eingesetzt, den Verlauf der Therapie zu überwachen bzw. nach einer Therapie einen Rückfall (Rezidiv) rasch zu erkennen.

Aus welchem Probenmaterial wird der Test durchgeführt?
Aus einer Blutprobe einer Armvene.


Das Probenmaterial

Was wird untersucht?
CEA ist ein Protein, welches sich im Körper eines Gesunden normalerweise nur in niedrigen Konzentrationen nachweisen lässt. Wenn dieses Protein im Blut eines Erwachsenen vermehrt ist, kann dies auf einen Tumor hinweisen. Allerdings erlaubt ein positives Testergebnis keine Aussage, um welchen Tumor es sich handelt. Meist wird der Test dafür eingesetzt, den therapeutischen Erfolg gegen bestimmte Tumore des Verdauungstraktes zu überwachen. Ferner können manche gutartigen Erkrankungen eine Erhöhung von CEA verursachen. Auch bei Rauchern ist eine erhöhte Konzentration von CEA zu finden.

Wie wird das Probenmaterial für die Untersuchung gewonnen?
Aus einer Blutprobe einer Armvene.


Der Test

Wie wird der Test eingesetzt?
Der wichtigste Nutzen des CEA-Testes ist die Überwachung der Behandlung von Tumorpatienten. Nach therapeutischen Maßnahmen, wie Operation, Chemo- oder Strahlentherapie zeigt der Test den Erfolg der Behandlung auf und hilft durch regelmäßige Kontrollen, ein Wiederaufflammen der Erkrankung (Rezidiv) rasch zu erkennen. Die Höhe des CEA-Wertes ergibt auch einen gewissen Hinweis auf das Stadium und Ausmaß des Tumors und damit die Prognose des Patienten. Dies gilt v.a. für das Kolorektale Karzinom. Aber auch zur Überwachung von Tumoren anderer Organe kann die Bestimmung von CEA hilfreich sein. Dies ist bei Patienten mit einem Tumor in Rektum (Mastdarm), Lunge, Brust, Leber, Pankreas (Bauchspeicheldrüse), Magen und Eierstock der Fall. Doch nicht jeder Tumor produziert das Protein CEA. Auf der anderen Seite finden sich sehr viel häufiger leicht erhöhte Werte bei Patienten ohne bösartigen Tumor als bei Tumorpatien, wenn man den Test für eine ungezielte Tumorsuche (Tumorscreening) in der Bevölkerung eingesetzen würde. Eine Bestimmung im Rahmen eines Bevölkerungsscreening oder auch bei Patienten mit Tumorangst oder zum Ausschluss eines Tumors ohne klinische Hinweise oder eine entsprechende Familienanamnese sollte daher unbedingt vermieden werden.

Wann wird der Test angefordert?
Wenn bei einem Patienten Symptome auftreten, die auf eine Krebserkrankung hinweisen, so kann dieser Test angefordert werden. Wird eine Therapie gegen einen Tumor eingeleitet, sollte vorher der momentane CEA-Wert bestimmt werden, speziell bei Tumoren des Verdauungstraktes. Auch während einer Therapie wird der CEA-Wert laufend bestimmt, um ein Anschlagen der Therapie zu erkennen. Schließlich wird der Test zu Nachsorge von therapierten Krebspatienten eingesetzt.

Was bedeutet das Testergebnis?
Bei der Erstuntersuchung ist es wahrscheinlich, dass Patienten mit einem kleinen, wenig fortgeschrittenen Tumor niedrige bis normale CEA-Werte aufweisen, während bei Patienten mit weiter fortgeschrittenem Tumor oder mit Metastasen (Ausdehnung eines Tumors auf entferntere Organe) der Anfangs-CEA-Wert eher hoch ausfallen wird. Wenn während einer Therapie der CEA-Wert auf normale Werte abfällt, bedeutet dies eine Verkleinerung oder sogar Zerstörung des CEA-produzierenden Tumors. Eine stete Erhöhung des CEA-Wertes nach einer Therapie kann ein Hinweis auf ein Zurückkehren des Tumors (Rezidiv) sein. Liegen Metastasen vor, also Absiedelungen des Tumors auf andere Organe, so kann der CEA-Wert steigen und auch in anderen Körperflüssigkeiten nachgewiesen werden. Wenn z.B. CEA im Liquor (Hirnwasser) nachgewiesen wird, deutet dies auf eine Metastase im zentralen Nervensystem hin.

Gibt es weiteres, das ich wissen sollte?
CEA ist ein Protein, welches in embryonalen Geweben gefunden wird. Nach der Geburt sinkt der CEA-Wert auf sehr niedrige Konzentrationen.

Erhöhte CEA-Werte können auch bei Nicht-Tumorerkrankungen vorliegen, wie z.B. bei bestimmten Entzündungserkrankungen, Leberzirrhose, Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür. Auch Raucher haben erhöhte CEA-Werte im Blut.


Hinweise und Störungen

Stabilität und Probentransport
Bei Raumtemperatur ist die Probe für 3 Tage stabil, während dieser Zeit CEA bestimmt werden. Bei Lagerung bei 4°C ist die Probe für 1 Woche stabil. Bei Lagerung bei -20°C kann CEA auch nach Jahren noch bestimmt werden.

Referenzbereich
Normalerweise wird CEA in sehr niedrigen Konzentrationen nachgewiesen.
Der Referenzbereich kann bei unterschiedlichen Methoden schwanken, da es keine Standardisierung der Referenzbereiche gibt. Die für den Befund gültigen Referenzbereiche sollten daher die im Laborbefund angegeben werden.

Störfaktoren und Hinweise auf Besonderheiten
CEA wird bevorzugt aus Serum gemessen. Die Verwendung von EDTA- bzw. Heparinplasma oder auch Citratplasma sollte nur erfolgen, wenn die entsprechenden Testsysteme dafür evaluiert wurden und dies in der Testbeschreibung angegeben ist.

Richtlinien zur Qualitätskontrolle
Es besteht keine Ringversuchspflicht nach den RiLiBäk. Die Methode ist soweit möglich normiert und standardisiert. Jedoch können gerade bei der Bestimmung von Antikörpern auf verschiedenen Testsystemen oft erhebliche quantitative Titerunterschiede auftreten, sodass Titerverläufe nur auswertbar sind, wenn sie mit dem selben Test durchgeführt wurden. Qualitätskriterien sind definiert und werden in verschiedenen externen Ringversuchen geprüft.


Häufige Fragen

Welche Therapieoptionen gibt es, wenn der CEA-Wert erhöht und ein Tumor wahrscheinlich ist?
Therapieoptionen bei Tumoren sind Operation, Chemotherapie, Bestrahlung oder eine Kombination aus den genannten. Der Nachweis eines erhöhten CEA-Wertes hat keinen Einfluss auf die Therapieentscheidung.

Bedeutet ein erhöhter CEA-Wert bei Rauchern automatisch Krebs?
Nicht notwendigerweise. Raucher haben höhere CEA-Werte, auch wenn sie keinen Krebs haben.


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