http://mit-brustkrebs-leben.phpbb8.de/sitemapindex.xml.gzTrifft man manche Entscheidungen zu schnell : Brustkrebs, Diagnose - Behandlung - Vor- und Nachsorge
Aktuelle Zeit: 20. Aug 2017 05:57

Tools: Calendar Kalender   Gallery Galerie   

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 25 Beiträge ] Gehe zu Seite  1, 2, 3  Nächste
AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 3817

AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Trifft man manche Entscheidungen zu schnell
BeitragVerfasst: 4. Nov 2010 14:05 

hallo ,

bin hier auf einen beitrag gestoßen,wo jemand schrieb:mit dem wissen von heute,hätte ich jenes damals nicht gemacht..
bin nun auch in der gleichen situation..
am 30.11 sollen die bestrahlungen anfangen....in meinem hinterkopf stand bislang immer noch eine drüsenentfernung der rechten brust( aufgrund genbelastung,test wurde gemacht)..nun sind meine gedanken, dann kann man ja die drüsen in der linken brust auch entfernen....und ich entgehe den betrahlungen,oder brauche sie nur noch für die oberhaut..

habe gelesen das bestrahlungen ja auch einige nebenwirkungen haben , auch mit spätfolgen( lunge,herz)..
nun habe ich heute im brustzentrum angerufen und habe nachgefragt,am dienstag werde ich mehr erfahren,mal sehen was mein onkologe sagt...meine ansprechpartnerin dort meinte das die op auf jedenfall vor der bestrahlung gemacht werden sollte.
die brust leidet ja nach so einer bestrahlung ...montag rufe ich noch auf der gyn an wo ich brusterhaltend op. wurde,um mir dort einen termin zu holen...möchte auch deren meinung hören...

finde es manchmal komisch das alle das gleiche standardprogramm durchziehen...op,chemo,bestrahlung,reha...
ich bin so froh das ich diesen betrag hier gelesen habe....
egal wie es ausgeht,bin nun froh gefragt zu haben...nicht das es nachher heißt hätten sie mal früher was gesagt..

ich für meinen teil hatte mit der chemo soviel um die ohren,das ich über das nachher nicht nachgedacht habe..
ich habe schon einmal eine enttäuschung mit den ärzten erlebt,und möchte nun wachsam sein...

lg betti


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Trifft man manche Entscheidungen zu schnell
BeitragVerfasst: 4. Nov 2010 15:29 
Mitglied
Mitglied
Benutzeravatar

Registriert: 10.2009
Beiträge: 781
Wohnort: östliches Ruhrgebiet/südliches Münsterland
Geschlecht: nicht angegeben
Hallo.

Ich denke, einige sind mit der Diagnose so überfahren, daß sie alle Entscheidungen und das Drumherum allein den Ärzten überlassen. Dann gibt es Frauen (ich z. B.), die alles hinterfragen, unbequem sind, nächtelang alles nachlesen, alles wissen wollen und sich damit automatisch mehr bzw. intensiver als andere informieren. Dazwischen gibt es natürlich auch was und die meisten befinden sich m. M. n. in diesem Feld.

Jeder Mensch ist und reagiert anders und man muß seinen Weg finden.

So ein Forum ist natürlich sehr praktisch und hilfreich.

LG Claudia

_________________

"Geh du voran", sagte die Seele zum Körper, "denn auf mich hört 'sie' ja nicht".
"In Ordnung", sagte der Körper, "ich werde krank werden, dann hat 'sie' Zeit für dich".


Offline
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Trifft man manche Entscheidungen zu schnell
BeitragVerfasst: 4. Nov 2010 16:00 
Mitglied
Mitglied
Benutzeravatar

Registriert: 03.2010
Beiträge: 2684
Geschlecht: nicht angegeben
Ja, ich denke zu den überfahrenen Frauen gehörte ich wahrscheinlich auch. Aber nach der Diagnose war ich eigentlich gar nicht mehr in der Lage rational zu denken, irgendwelche Entscheidungen allein zu treffen, die ich vorher genau recherchiert hätte, damit war ich zum damaligen Zeitpunkt schlichtweg überfordert, irgendwie ging alles so schnell. Ich habe mich halt auf den Rat der Ärzte verlassen, der für mich im Nachhinein betrachtet nicht schlecht war. Aus heutiger Sicht würde ich wahrscheinlich ein Mehr an Informationen meiner Entscheidung zugrundelegen. Allerdings denke ich auch, sehr viele Informationen und Ratschlägen können auch verunsichern. Vor lauter Ja und Nein, Wenn und Aber weiß man (ich) am Ende gar nichts mehr.
Aber wie schon Claudia schrieb:
Zitat:
Jeder Mensch ist und reagiert anders und man muß seinen Weg finden.

Auf jeden Fall wünsche ich dir alles Gute bei deiner Entscheidung. Du wirst den richtigen Weg für dich wählen.
LG Edith


Offline
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Trifft man manche Entscheidungen zu schnell
BeitragVerfasst: 4. Nov 2010 17:48 
Mitglied
Mitglied
Benutzeravatar

Registriert: 10.2007
Beiträge: 2393
Wohnort: Karlsruhe
Geschlecht: weiblich
Du kannst dir anhören, was die Ärzte dazu meinen und dann noch eine Zweitmeinung einholen. Soviel Zeit muss sein.

_________________
Du hast die Wahl. Du kannst dir Sorgen machen, bis du tot umfällst. Oder du kannst es vorziehen, das bisschen Ungewissheit zu genießen. Norman Mailer


Offline
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Trifft man manche Entscheidungen zu schnell
BeitragVerfasst: 4. Nov 2010 21:43 

liebe betti...

ich war auch am anfang überfahren worden mit der diagnose....hab allerdings, nach dem ersten schock, viel nachgelesen....ob bücher internet etc.....hab nachgefragt..nachgebohrt....und hab mich, mit den ärzten, für den standard-therpie-weg entschieden....op...chemo....bestrahlung...hormontherapie....wobei ich im mom nicht so sicher bin das ich das tamoxifen wirklich nehmen soll nach der bestrahlung, wegen der nw.....diesbezüglich les ich viel nach....hab demnächst noch n gespräch mit meiner onkologin deshalb...mal schauen.....

aber wie schon gesagt wurde...jede von uns entscheidet ganz allein für sich welches der richtige therapie weg ist....


ganz liebe grüsse edith


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Trifft man manche Entscheidungen zu schnell
BeitragVerfasst: 5. Nov 2010 09:33 

seit meiner diagnose habe ich funktioniert,jeden schritt so gemacht wie mir gesagt wurde....man gut das da jemand war der mir sagte wo es lang geht...wäre dazu gar nicht im stande gewesen...

aber so langsam ,vor meiner letzten chemo, mache ich mir viele gedanken...warum auch immer...irgendwie kommt bei mir gerade so eine kraft hoch...kann noch nicht mal erklären warum das so ist...

aber nun sehe ich das auch so, eine zweitmeinung ist wichtig für mich..

lg betti


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Trifft man manche Entscheidungen zu schnell
BeitragVerfasst: 5. Nov 2010 10:06 
Mitglied
Mitglied
Benutzeravatar

Registriert: 10.2008
Beiträge: 1601
Wohnort: 65549 Limburg
Geschlecht: weiblich
Ich war mein ganzes Leben lang immer verdammt stark- hab alles gewuppt und noch mehr geleistet wollte immer gut sein, konnte keine Schwächen zeigen, mich nie fallen lassen.
Als ich mich dann meiner Krebsdiagnose stellte bin ich ohne großes Wissen, ohne mich informiert zu haben ins Brustzentrum und habe mich dort in die Hände der Ärzte begeben. Ich habe verdammtes Glück gehabt (glaube ich) an wirklich gute Leute geraten zu sein. Das hätte auch schief gehen können. Aber mit der Aufforderung mitzudenken und mitzuentscheiden war ich völlig überfordert. Und hätte ich mir vorher ohne Konzept alles erreichbare angelesen wäre ich nur verunsichert und noch überforderter gewesen. Ich hatte ein ausführliches Gespräch mit dem Psychonkologen und bin da heraus gekommen mit dem Gefühl mich zum ersten Mal im Leben fallen lassen zu können- in der Gewissheit aufgefangen zu werden.
Inzwischen habe ich natürlich mein Hintergrundwissen unter anderem auch durch die ungefähr vierteljährlichen Informationsveranstaltungen des Brustzentrums die ich immer besuche. Einen Vormittag habe ich z.B. mit anderen Brustkrebsfrauen in der Patologie verbracht. Jetzt weiß ich wie so ein verdammter Tumor wirklich aussieht, wie sich die Zellen teilen und wie ein Gefrierschnitt aussieht.
Nicht zufrieden war ich mit meiner Gyn. Wenn von ihr was kam habe ich mir die Zweitmeinung im Brustzentrum geholt. Dann habe ich die Ärztin gewechselt und habe nun auch da das Gefühl gut aufgehoben zu sein.
Ich war in der Akutphase sehr froh, nur funktionieren zu müssen und andere für mich denken und entscheiden zu lassen. Ich habs als erholsam empfunden. Aufbegehrt habe ich nur bei meinem Mann. Er ist so ein Kümmerer, tut für mich und unsere Söhne alles. Er hätte mir auch während der Therapien alles was nur möglich war aus der Hand genommen. Das habe ich ihm strikt untersagt.
Betti du schreibst von Standardprogramm. So sehe ich das gar nicht. Weder OP noch, Chemo noch Bestrahlungen sind Standard. Es wird doch genau abgewogen. Nach der Diagnose hätte ich nur OP und Bestrahlung haben sollen. Nach der OP sah es da anders aus. Ich kenne einige Frauen ohne Chemo. Bestrahlungen bekommt aber so gut wie jede hier- falls nicht gesundheitliche Probleme anderer Art wie Herzkrankheiten schon vorher vorliegen. Ich habe die Bestrahlungen als nicht wirklich belastend erlebt, wurde ja auch regelmäßig gut untersucht. Und da durch die Chemo die Lunge beeinträchtigt war, wurde da besonderes Augenmerk drauf gelegt.
Aber wie du auch schreibst, Zweitmeinung einholen ist immer gut und vor allem auch dein gutes Recht.
L.G.
Lena

_________________
Liebe Grüße Lena


Die Hoffnung ist der Regenbogen über
dem herabstürzenden Bach des Lebens.{Friedrich Wilhelm Nietzsche}


Offline
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Trifft man manche Entscheidungen zu schnell
BeitragVerfasst: 7. Nov 2010 22:28 

Nach meiner Diagnose war ich so umnebelt, dass ich mich in die Hände der Ärzte falle lies. Ich machte mir keine große Gedanken um Chemo usw. Allerdings wache ich jetzt so langsam auf und werde aktiver. Ich habe die ganze Zeit viel gelesen und mich schlau gemacht. Bin da wie Claudia. Ich kann nicht genug wissen. Und deshalb stehe ich jetzt vor der Entscheidung die AHT zu machen oder nicht. Es ist anstrengend und belastend, die Entscheidungen selbst zu treffen, aber im Enddefekt sind es wir die mit der Therapie, den Nebenwirkungen und den Folgen zu leben haben. Mittlerweile hole ich mir auch zu allem eine Zweitmeinung ein. Deshalb finde ich es gut liebe betti, dass du nachfragst. Immerhin geht es hier um uns.

Liebe Grüße

Bianca


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Trifft man manche Entscheidungen zu schnell
BeitragVerfasst: 8. Nov 2010 08:49 

hallo bianca,

stimmt es geht um uns und unseren körper...

ist mir nun auch egal ob ich mit meiner meinung und fragerei den leuten auf den nerv gehe..

bin so gespannt was mein onko-doc morgen sagt..

lg betti


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Trifft man manche Entscheidungen zu schnell
BeitragVerfasst: 11. Nov 2010 23:06 

Hi betti,

hattest du ein gutes und aufschlußreiches Gespräch?

Lieber Gruß

Bianca


  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 25 Beiträge ] Gehe zu Seite  1, 2, 3  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
 
web tracker