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 Betreff des Beitrags: Schweiz - Brustkrebs, oft falsche Behandlung
BeitragVerfasst: 18. Aug 2009 20:16 
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«Schock» und «Skandal»: Brustkrebs-Patientinnen erhalten oft falsche Behandlung

Eine neue Studie, an welcher der führende Brustkrebs-Experte Beat Thürlimann mitgearbeitet hat, zeigt eine für Schweizerinnen beunruhigende und oft auch fatale Tatsache auf.

Die Erkenntnis der neuen Studie ist, dass rund 30 Prozent der Schweizer Brustkrebs-Patientinnen nicht die nötige Behandlung erfahren würden. Dies berichtete heute das Nachrichtenmagazin «10 vor 10». Und zitiert den Arzt und Mitautor Beat Thürlimann vom St. Galler Brustzentrum: «Das ist für ein solch hoch entwickeltes Land wie die Schweiz ein Skandal.»

Die Studie zeigt laut Türlimann auf, dass die Frauen gerade in ländlicheren Gegenden mit vielen kleinen Spitälern falsch behandelt werden. Oft fehlten den Medizinern dort die nötige Erfahrung. Und diese sei bei der Behandlung von Brustkrebs zentral, so Thürlimann. Rund die Hälfte der Schweizer Spitäler erfüllen seiner Meinung nach die nötigen Qualitätskriterien nicht.

Die Präsidentin der Schweizerischen Patientenorganisation (SPO), Margrit Kessler, sagte in dem TV-Beitrag, sie sei vom Resultat dieser Studie «schockiert». «Es macht mir sehr zu denken, dass in der Schweiz so etwas möglich ist.» Der nationale Spitalverband H+ liess verlauten, man sei machtlos. Den zentralen Einfluss auf die Spitäler hätten die Kantone.

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„Nicht den Tod sollte man fürchten, sondern daß man nie beginnen wird, zu leben.“

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 Betreff des Beitrags: Re: Schweiz - Brustkrebs, oft falsche Behandlung
BeitragVerfasst: 19. Aug 2009 23:13 
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 Betreff des Beitrags: Re: Schweiz - Brustkrebs, oft falsche Behandlung
BeitragVerfasst: 22. Aug 2009 22:10 

Liebe Frauen,

ich glaube, diese Studie muss man mit etwas Distanz betrachten. Auf den ersten Blick ist sie natürlich erschreckend, schockierend und empörend. Auf den zweiten Blick möchte ich zugunsten der kleineren (Land-)Spitäler ein wenig relativieren:

Den (Kurz-)Schluss, dass BK-Patientinnen in kleineren Spitälern keine optimale Behandlung bekommen, halte ich für nicht zwingend. Immerhin kommt der Kanton Zürich laut dieser Studie ziemlich schlecht weg, dabei ist dort das Universitäts-Spital (USZ) samt Brustzentrum...

Ich selbst werde in einem vergleichsweise sehr kleinen Spital behandelt (http://www.paracelsus-spital.ch). Aber: Diese kleine Klinik, die sowohl auf Schul- als auch auf Alternativ-Medizin (anthroposophische Medizin) setzt, verfügt über eine renommierte hämato-onkologische Abteilung mit äusserst engagierten Ärzt/innen, die stets auf dem neuesten Stand von Forschung und Lehre sind; meine Onkologin (http://www.paracelsus-spital.ch/index.p ... 852&amt=34) wurde bspw. am St.Galler Brustzentrum von Prof.Dr. Th. Cerny ausgebildet und steht in ständigem Kontakt mit ihm und seinen Mitarbeiter/innen!).

Ich bekomme im Paracelsus-Spital zur Zeit meine EC-Chemo genauso, wie wenn ich am Zürcher Unispital wäre - nur dass ich im Paracelsus-Spital als Person mit meinem Umfeld wahrgenommen und behandelt werde (in der Anonymität des USZ wäre ich bloss ein Fall von vielen). Ab Oktober werde ich wöchentlich Taxol bekommen, danach sind die Bestrahlungen angesagt. Ich kann ausserdem zu jeder Tages- und Nachtzeit anrufen oder vorbeigehen und bekomme meine Fragen umfassend beantwortet.

Unterstützend bekomme ich jeweils vor der Chemo eine Mistel-Infusion und andere Naturheilmittel, die helfen, mich zu stützen und zu stabilisieren; zwischen den Zyklen spritze ich zudem alle zwei Tage Iscador.

Die Behauptung der Studie, dass eine Klinik mindestens 50 BK-OPs pro Jahr machen müsse, um adäquat behandeln zu können, halte ich für Mumpitz. Wie auch immer: Die Behandlung in einem Spital steht und fällt mit den Menschen, die dort arbeiten.

Wenn neuerdings auch das Gesundheitswesen nach marktwirtschaftlichen Prinzipien funktionieren und also rentieren soll, geht das fast zwangsläufig zulasten der Kranken. Da versucht man dann halt, möglichst viel aus der sogenannten Fallpauschale herauszuholen; wie's den Patient/innen dabei geht, wird zur Nebensache - aber das ist ein anderes Kapitel!

Nichtsdestotrotz ist diese Studie natürlich beunruhigend und ich bin gespannt, ob in der Schweizer Presse noch etwas Klärendes nachkommt - und was. Es würde mich nicht wundern, wenn da verschiedenste BK-Erkrankungen ohne jegliche Differenzierung in einen Topf geworfen wurden. Jedenfalls bin ich der Meinung, dass die Medienberichterstattung zu diesem Thema eher mit Vorsicht zu geniessen ist.

Liebe Grüsse,

Katarina


  
 
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