http://mit-brustkrebs-leben.phpbb8.de/sitemapindex.xml.gzNachsorgeuntersuchung : Brustkrebs, Diagnose - Behandlung - Vor- und Nachsorge
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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Nachsorgeuntersuchung
BeitragVerfasst: 25. Feb 2013 19:40 
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Nachsorge – Kontrolle ist besser …
Bei Brustkrebs im Frühstadium, d. h. ohne Fernmetastasen beginnt die Nachsorge im Anschluss an die Primärtherapie (Operation +/- Bestrahlung +/- Chemotherapie). Sie umfasst regelmäßige Kontrolluntersuchungen auf Rezidive und Fernmetastasen, die Begleitung bei Langzeittherapien mit Diagnose und Therapie von Folge- und Nebenwirkungen, aber auch die psychosoziale Betreuung sowie Rehabilitationsmaßnahmen. Ein wichtiges Anliegen der Nachsorge ist der Abbau von Ängsten und die Verbesserung der Lebensqualität der Patientin.
Der behandelnde Frauenarzt – seltener der Hausarzt – bleibt auch während der Nachsorgephase erster Ansprechpartner für die Patientinnen. Er kann bei Bedarf den Kontakt zu Psychologen, Beratungsstellen oder Selbsthilfegruppen herstellen.

Was wird untersucht?
Während eines Kontrolltermins führt der Arzt ein ausführliches Gespräch mit der Patientin zu ihrem körperlichen und seelischen Befinden, erfragt Besonderheiten, Beschwerden und körperliche Veränderungen. Er tastet beide Brüste und die Lymphabflusswege ab und kontrolliert, ob der Arm auf der operierten Seite möglicherweise durch eine Lymphstauung geschwollen ist. Dazu kommen regelmäßige Mammographien und Brustultraschalluntersuchungen.

Weitere apparative oder labormedizinische Untersuchungen werden bei konkretem Verdacht auf einen neuen Tumor oder Metastasen bzw. bei Therapienebenwirkungen durchgeführt. Studien haben gezeigt, dass eine intensivere Überwachung beispielsweise durch regelmäßiges Röntgen der Lunge, Knochen-Szintigrafie, Leber-Ultraschall oder Tumormarker-Diagnostik bei Patientinnen ohne Symptome keinen Vorteil bringt.

Nachsorge-Zeitplan
Welche Untersuchungen im Rahmen der Nachsorge wann durchgeführt werden sollten, empfehlen die Leitlinien der Deutschen Krebsgesellschaft:

1. – 3. Jahr
• Gespräch, körperliche Untersuchung: vierteljährlich
• Mammografie (+ Brustultraschall)
o nach brusterhaltender Operation: befallene Brust 2x pro Jahr; andere Brust 1x pro Jahr
o nach Mastektomie: verbliebene Brust: 1x pro Jahr
• Laboruntersuchungen, weitere Bildgebung u. Ä.: nur bei Verdacht auf Rezidiv und/oder Metastasen bzw. Therapienebenwirkungen
ab 4. Jahr
• Gespräch, körperliche Untersuchung: halbjährlich
• Mammografie (+ Brustultraschall): 1x pro Jahr
• Laboruntersuchungen, weitere Bildgebung u. Ä.: nur bei Verdacht auf Rezidiv und/oder Metastasen bzw. Therapienebenwirkungen
ab 6. Jahr
• Früherkennung (Mammographie und Brustultraschall 1x pro Jahr)
• weitergehende Untersuchungen bei Verdacht auf Rezidiv und/oder Metastasen bzw. Therapienebenwirkungen
Diese Empfehlungen geben nur einen Rahmen vor. Im konkreten Fall müssen Art und Abstand der Untersuchungen individuell auf Risikosituation und Bedürfnisse der Patientin abgestimmt werden.

Der Zeitplan für die Untersuchungen gilt nur für symptomfreie Patientinnen. Stellen Frauen bei der Selbstuntersuchung der Brust – einem wichtigen Bestandteil der Nachsorge – Veränderungen fest oder treten Beschwerden auf, können sie sofort einen Termin bei ihrem behandelnden Arzt vereinbaren und müssen nicht auf den nächsten Kontrolltermin warten.

(pp)


Quellen:
Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (Hrsg.): Interdisziplinäre S3-Leitlinie für die Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms



Das hier fand ich auch noch interessant:
http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Bru ... 10336.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Nachsorgeuntersuchung
BeitragVerfasst: 25. Feb 2013 22:12 
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Gut gemacht, Rotraut! Danke!

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 Betreff des Beitrags: Re: Nachsorgeuntersuchung
BeitragVerfasst: 25. Feb 2013 22:17 
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Danke liebe Rotraut blumen1

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 Betreff des Beitrags: Re: Nachsorgeuntersuchung
BeitragVerfasst: 25. Feb 2013 22:17 
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liebe Grüße ... Ruth

-- Ich gebe die Hoffnung niemals auf, und eines Tages sage ich : Ich bin Krebsfrei --

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 Betreff des Beitrags: Re: Nachsorgeuntersuchung
BeitragVerfasst: 7. Apr 2013 19:08 
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Hallo,

ich habe auch eine Frage zum Thema Nachsorgeuntersuchungen.
Ich hatte ja bereits bei der Erstdiagnose 2011 Knochenmetastasen. Es folgten 12x Chemo, dann OP, 6x Chemo, 34 Bestrahlungen, AHB. Seit Februar 2012 bekomme ich X-geva und seit Oktober 2012 Tamoxifen. Auf eigenen Wunsch wurde im Junu2012 eine Knochensinti gemacht. Ergebnis: zurückgehende Aktivität, es ist nichts neues dazugekommen. Das nächste Knochensinti soll im Juni sein.
Nach meiner Frage wann den mal Lunge und Leber untersucht werden bekomme ich von den Ärzten nur die Antwort das dafür keine Nachsorgeuntersuchungen gemacht werden da es sowieso egal wäre, wenn Metastasen da sind hat man sie nun mal. Ich kann das einfach nicht glauben. Es ist doch bestimmt auch besser wenn die Dinger frühzeitig gefunden werden, je kleiner und weniger desto besser, oder?

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 Betreff des Beitrags: Re: Nachsorgeuntersuchung
BeitragVerfasst: 7. Apr 2013 19:25 
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Hallo Salome,

die Nachsorge von Lunge und Leber ist nur bei Beschwerden Vorgesehen. Leider ist das so. Ich für mich habe die Oberbauchsono mit meinen behandelten Internisten ein Mal jährlich vereinbart.
Lunge röntgen war ich jetzt auf Grund einer auszuschließenden TBC. Das war dann eher Zufall. Tipp: geh auf die Ärzte zu (auch mal Allgemeinmediziner) und lass Dir eine Überweisung zur Oberbauchsono zur Kontrolle nach Brustkrebs geben, ich kenne niemand wo es so abgelehnt wurde.

Dir weiterhin alles Gute und viel Glück!

LG Kati x039x


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 Betreff des Beitrags: Re: Nachsorgeuntersuchung
BeitragVerfasst: 7. Apr 2013 20:57 
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Liebe Salome,

bei mir läuft es ähnlich wie bei Kati: Wenn ich die Ärztin direkt darauf anspreche, dass ich eine bestimmte Untersuchung möchte, bekomme ich sie auch.
Zitat:
(...) bekomme ich von den Ärzten nur die Antwort, das dafür keine Nachsorgeuntersuchungen gemacht werden, da es sowieso egal wäre, wenn Metastasen da sind, hat man sie nun mal.
Ja, das ist bitter, wenn man es so um die Ohren geschlagen bekommt! Dieses Vorgehen scheint leider üblich zu sein. Persönlich finde ich auch, je früher man die Mistviecher findet, desto besser ... wenn du es dir finanziell leisten kannst, ist es aber bestimmt möglich, die Untersuchung auf eigene Kosten machen zu lassen. Sollte etwas gefunden werden, kannst du die Kosten von der Krankenkasse zurückfordern.

Das ist gleich nochmal bitter - irgendwie scheint es immer nur ums Geld zu gehen! Mir scheint, das Gesundheitswesen besteht gar nicht (mehr) zum Wohl der Patient/innen, sondern um auf Kosten der Kranken Geld zu scheffeln (aber das ist ein anderes Thema)...

Versuch doch, deine Ärzte davon zu überzeugen, dass du diese Untersuchung brauchst. Probier's zuerst bei deinem Hausarzt, der dich am besten kennt; er wird dir die Bitte kaum abschlagen, oder?

Ich wünsche dir einen langen Atem und viel Durchsetzungsvermögen!

Herzliche Grüsse,

Katarina

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 Betreff des Beitrags: Re: Nachsorgeuntersuchung
BeitragVerfasst: 7. Apr 2013 22:05 

Liebe Rotraut,

danke für diese informative Zusammenstellung. Ich finde es sehr interessant, zu lesen, wie die Nachsorge eigentlich gedacht ist. Bei mir trifft davon jedoch nicht einmal die Hälfte zu. Ich gehe alle Viertel Jahre zu meiner Frauenärztin, um mir eine Überweisung zum "Knochentropf" und ein Rezept für Tamoxifen ausstellen zu lassen. Einmal im Jahr werden Brust und Unterleib untersucht und im Brustzentrum alle halbe Jahre CT. Das wars...

Liebe Grüße

Effi


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Nachsorgeuntersuchung
BeitragVerfasst: 9. Apr 2013 07:22 
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Mann,oh Mann,
diesen Spruch verstehe ich nicht mal im Ansatz-"wenn Metastasen da sind,hat man sie nun mal."

Vermehren sich die Biester denn nicht,wenn ihnen nicht Einhalt geboten wird?
Sollte man nicht besser gleich einschreiten,wenn es noch kleine,oder einzelne Exemplare sind?

Vor mehreren Jahren ist eine sehr gute Freundin von mir verstorben.
Es ging am Ende um Lungenmetas,doch eine Behandlung war nicht mehr möglich.
Ein Spezialist auf diesem Gebiet hatte ihr damals gesagt,das es leider zu viele geworden sind.
Bei einzelnen Metas wären die Chancen gut gewesen.

Auf diversen Seiten stoße ich ich öfter auf Äußerungen von Ärzten,wo es heißt-es lohnt nicht nach Metastasen zu suchen,denn es wirkt sich nicht auf das Überleben aus.
Das Wissen beeinträchtigt nur die Lebenqualität.
Wird mit diese "Vogel-Strauß-Methode"nicht mit dem Leben der Betroffenen gespielt???
Anne


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 Betreff des Beitrags: Re: Nachsorgeuntersuchung
BeitragVerfasst: 9. Apr 2013 20:03 
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Danke für Eure Antworten und Tipps.
Ich werde beim nächsten X-Geva-spritzen wieder mal nachbohren. Auf der einen Seite denke ich mir:"Was ich nicht weiß macht mich nicht heiß", auf der anderen Seite möchte man Gewissheit. Man ist hin- und hergerissen.

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