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 Betreff des Beitrags: Re: Metastasen - Unheilbar, wer noch? Wie geht ihr damit um?
BeitragVerfasst: 18. Sep 2013 00:04 
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Hallo,

vor fast zwei Jahren habe ich nun schon die Diagnose BK mit Knochenmetastasen erhalten. Nach dem ersten Schock gelang es mir mit der Krankheit zu leben (bleibt einem ja auch nichts anderes übrig) und die Angst und Verzweiflung zu verdrängen. Im Laufe der Zeit aber muss ich mir eingestehen das mich diese Sch.... von Tag zu Tag mehr zermürbt. Ich kann zwar mein Leben weiterführen fast wie vor der Krankheit, aber dieses Damoklesschwert schwebt 24 Stunden am Tag über meinen Kopf, inzwischen immer öfter auch in meinen Träumen. Wenn eine gute Fee käme und ich hätte drei Wünsche frei, und ich könnte mir nicht wünschen wieder gesund zu werden, würde ich mir wünschen dreimal morgens aufzuwachen und nicht an diese Kacke denken zu müssen, unbeschwert mal wieder aufzustehen, einfach so in den Tag hineinzuleben.
Wie kommt mit dieser Situation zurecht, wie schafft ihr es Euer Leben weiterzuführen ohne Chance auf Heilung?

LG
Salome

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Nimm das Leben nicht zu ernst, Du kommst da eh` nicht lebend raus. Bild
(Verfasser unbekannt)


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 Betreff des Beitrags: Re: Metastasen - Unheilbar, wer noch? Wie geht ihr damit um?
BeitragVerfasst: 18. Sep 2013 18:01 
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Hallo Salome,

mir geht es ähnlich wie Dir. Erstdiagnose im November letzten Jahres gleich mit Leber- und Knochenmetas. Obgleich ich die Therapien (Chemo, OP, Bestrahlung) bislang gut vertragen habe und auch die Wirkung sehr gut war, holen mich auch immer wieder die Gedanken heim, dass ich nun unheilbar krank bin. Gestern war mein Sono Oberbauch nicht so gut - es war auch nicht richtig schlecht, aber trotzdem bin ich so unendlich müde. Ich habe keine Lust mehr auf dieses ständige Auf und Ab. Ich bin der Kämpferei manchmal so müde. Wofür das Ganze wenn am Schluss eh das Schalentier gewinnt.

Eigentlich bin ich super positiv, habe auf dem Forentreffen in Erfurt so viel Schönes erlebt ..., so tolle Frauen kennen gelernt. Da war ich so optimistisch. Aber jetzt wo ich im Alltag einen A...tritt nach dem anderen bekomme, aufgrund des kalten, nassen Wetters permanent Schmerzen habe, ist mir alles zu viel.

Nächste Woche soll ich in Reha fahren. Muss natürlich alles durchorganisiert sein. Der Vater meiner Kinder (ich bin alleinerziehend) hat sich mal wieder mit Ruhm bekleckert. Außerdem ist heute auch noch die Heizung kaputt gegangen. Zwei Handwerker haben den ganzen Nachmittag geschraubt und nebenbei mehrere neue Ersatzteile geschrottet, die ich nun alle bezahlen soll. Endergebnis: Die Heizung läuft immer noch nicht. Eine neue muss her....

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Liebe Grüße
Gaby


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"Tu deinem Körper öfter mal etwas Gutes, damit deine Seele mehr Lust hat, in Dir zu wohnen."
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 Betreff des Beitrags: Re: Metastasen - Unheilbar, wer noch? Wie geht ihr damit um?
BeitragVerfasst: 18. Sep 2013 18:22 
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Liebe Gaby,
ganz lieb in den Arm nehmen und festhalten.
Kann doch nicht sein, dass die die Materialien zerschrotten bevor sie überhaupt eingebaut sind. Und für Unfähigkeit und unsachgemäßen Umgang musst du nicht zahlen.
Mach doch den Chef lieb lächelnd darauf aufmerksam, dass du dich jaauch in diesen Fall an die Handwerkskammer wenden könntest.
So und jetzt hingesetzt und eine schöne heiße Schokolade getrunken (zum Seele wärmen!)
Knuddel dich ganz dolle du Liebe

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Herzliche Grüße
Birgit

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 Betreff des Beitrags: Re: Metastasen - Unheilbar, wer noch? Wie geht ihr damit um?
BeitragVerfasst: 18. Sep 2013 18:32 
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Liebe Gaby,
versuche so gut es nur geht, die AHB als Balsam für deine Seele einzusetzen - es sind 3-4 Wochen, die nur für dich sind. Mache dem Vater deiner Kinder klar, dass du deine künftigen Aufgaben nur erfüllen kannst, wenn nun auch einmal etwas für dich getan wird. ich wünsche dir einen guten und heilsamen Kurverlauf in Bad Salzig.

Für uns alle gilt ja leider, dass wir nie wieder die Unbefangenheit der Zeit vor der Diagnose erreichen werden.

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Liebe Grüße
Traudel



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Hinfalllen.....aufstehen.....Krone geraderücken.....weiterlaufen


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 Betreff des Beitrags: Re: Metastasen - Unheilbar, wer noch? Wie geht ihr damit um?
BeitragVerfasst: 18. Sep 2013 19:09 
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Liebe Salome,

ich verstehe Deine Gefühle sehr gut und auch was Gaby schreibt, dass man manchmal einfach nur müde ist von allem, weil wir wissen, dass es keine Heilung für uns gibt. Manchmal kommt die Frage auf: wie lange? Lohnt sich das Kämpfen wenn man weiß, der Krebs hat gestreut?

Ich sage ganz klar: Ja! Es lohnt sich für jeden Tag, den wir haben, auch wenn schwere Tage dabei sind, so wie heute für Gaby, wo es nass und kalt ist und auch noch die Heizung kaputt und die Handwerker dillettantisch! Es lohnt sich immer, für das Leben zu kämpfen, für uns zu kämpfen, jede einzelne für sich und doch wir alle für uns zusammen. Denn jede, die es lange schafft, macht den anderen Mut. Es gibt hier solche Frauen im Forum, die schon lange kämpfen und es immer wieder aufs Neue tun. Diese Frauen machen mir Mut, sind meine Vorbilder.

Müde von allen Belastungen war ich auch immer mal wieder bevor ich Krebs hatte. Das Leben an sich, auch ohne Krebs, stellt uns immer wieder vor neue Aufgaben. Es ist nicht der Krebs allein, der uns so schwer prüft. Es ist das Leben an sich. So empfinde ich es manchmal. Salome, Du, Gaby, ich...........und all die anderen "Unheilbaren" und auch die, die jeden Tag, das Leben als neue Herausforderung betrachten, sind nicht allein. Das ist das Wichtigste. Wir wissen genau, was die andere fühlt, und sind dadurch schon nicht mehr so allein. Das habe ich beim Treffen in Sömmerda gefühlt. Dieses Gefühl trägt mich immer noch. Trotz Alltag. Ich drück Dich mal und gebe Dir ein wenig von all den Umarmungen ab, die ich beim Forumstreffen bekommen habe.

Liebe Grüße von Bille

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 Betreff des Beitrags: Re: Metastasen - Unheilbar, wer noch? Wie geht ihr damit um?
BeitragVerfasst: 18. Sep 2013 20:36 
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Bille Du hast ja Recht. Eigentlich sollte ich den erkämpften Tag genießen und wertschätzen und nicht dafür verurteilen, dass er nicht so läuft wie ich ihn mir vorgestellt habe. Heute hat mir dafür einfach die Kraft gefehlt.

Die unsichere Untersuchung am Dienstag, die Reha, die plötzlich den Turbo eingeschaltet hat, ein ignoranter Exmann, Schmerzen und nicht zuletzt eine kaputte Heizung sind nicht eben die Zutaten für gute Laune.

Dazu kommt, dass ich so unsagbar erschöpft bin. Das macht mir ein bischen Sorge, aber vielleicht lähmt mich ja auch einfach die Angst. Hoffentlich gibt es Freitag Entwarnung.

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Liebe Grüße
Gaby


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 Betreff des Beitrags: Re: Metastasen - Unheilbar, wer noch? Wie geht ihr damit um?
BeitragVerfasst: 18. Sep 2013 20:50 

Liebe Gaby,

Von Erschöpfung war am Wochenende einfach nix! zu merken, aber ......

seit Montag hänge ich in den Seilen, schlafe meistens über Mittag, habe gegen Morgen meist blöde Träume,
wohl seit Montag eine Sehnenscheidenentzündung im rechten Handgelenk......
.... und bin nur noch müde ....
Sag' mal, kommt das vom vielen Drücken beim Forumstreffen?????


Außerdem fehlen wir wohl einander.

Gedacht und Gefühlt, bin ich bei Dir, Gaby.

Alles Liebe


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Metastasen - Unheilbar, wer noch? Wie geht ihr damit um?
BeitragVerfasst: 18. Sep 2013 21:24 
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Ja Ute, ich habe mich lange nicht so gut aufgehoben gefühlt wie am letzten Wochenende. Ich vermisse euch tatsächlich alle sehr und würde am liebsten eine Rundreise machen und euch nacheinander besuchen.

Nach der Reha werde ich das nach und nach angehen und vielleicht besuche ich auch Mädels, die nicht in Erfurt waren. Niemand sollte sich sicher fühlen xx41 xx41

Klar das Wochenende hat Kraft gekostet, aber es hat auch viel Kraft gegeben... und es gibt immer noch Kraft, wenn ich an einzelne Momente und Gespräche denke. Ich bin sehr froh, dass der Sono-Termin letzte Woche ausgefallen war. Sonst wären die Tage in Erfurt sicher nicht so unbeschwert gewesen für mich.

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Liebe Grüße
Gaby


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 Betreff des Beitrags: Re: Metastasen - Unheilbar, wer noch? Wie geht ihr damit um?
BeitragVerfasst: 18. Sep 2013 21:52 

Ich nehme Dich beim Wort,

ja, Gaby?

Ab wann beginnst du etwa mit Deiner "Rundreise?

Ich freu' mich drauf.

LG
Ute


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Metastasen - Unheilbar, wer noch? Wie geht ihr damit um?
BeitragVerfasst: 18. Sep 2013 21:59 
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Ich habe mich heute so müde gefühlt, dass ich mich um 15 Uhr 15 in mein Bett gelegt habe. Aufgewacht bin ich 3 Stunden später, kurz nach 18 Uhr!!!!!!!! Da hat der Körper aber dringend Ruhe gebraucht! Daran erkennen ich, dass mir doch einiges abverlangt wird. Der Körper hat einfach zu kämpfen. Ich war so voller Energie in Sömmerda. Aber kaum zu Hause, ging Montag der Alltag inkl. Arbeit weiter und die Müdigkeit ist wieder präsent. Ich glaube, sie wird niemals ganz verschwinden.

LG Bille

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