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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Metastasen - Unheilbar, wer noch? Wie geht ihr damit um?
BeitragVerfasst: 4. Mai 2010 21:37 

Hallo,
möchte mich an dieser Stelle kurz zurückmelden. Hatte ja heute meine Auswertung aller Befunde. In der Leber ist leider wieder eine Stelle aufgetaucht und eventuell auch in den Knochen. Da der Arzt, welcher die Knochenszintiegrafie vorgenommen hat, krank ist, bekomme ich den Befund später. Wegen der Leber soll nächste Woche noch ein Ultraschall gemacht werden. Mit welchen Therapien es nun weitergeht, kann ich euch erst in 10 Tagen berichten, dann weiss ich wie es weitergeht. Diese Warterei ist kaum auszuhalten. Aber wem sag ich das.

Ich wünsche euch allen Kraft, Mut und alles Gute

LG, Anja


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Metastasen - Unheilbar, wer noch? Wie geht ihr damit um?
BeitragVerfasst: 7. Mai 2010 17:46 

Hallo Naima,,


habe hier irgendwo gelesen, daß es jetzt diese neue Möglichkeit gibt bei mehreren Lebrmetas oder Lungenmetas eine stereotaktische Lasertherapie zu machen. Gibt aber wohl erst ein oder zwei Zentren die das machen. Wäre dies keine Option für dich?

Kenne jemanden dem sind 5 Lebermetas entfernt worden operativ. Hängt wohl davon ab, wo die in der Leber sitzen. Derjenige bekam danach eine leichte Chemo, die restlichen Metas sind verkapselt.

So lange es Möglichkeiten noch gibt, betseht doch noch Hoffnung.

Alles Gute

Brigitte


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Metastasen - Unheilbar, wer noch? Wie geht ihr damit um?
BeitragVerfasst: 7. Mai 2010 21:33 

Hallo Brigitte,
danke für deine Antwort. Habe mich auch schon mit der stereotaktischen Bestrahlung und anderen Behandlungen befasst. Leider ist meine Leber schon so stark geschädigt, daß diese Behandlungen wohl nicht mehr durchgeführt werden können. Es wird ja nächste Woche entschieden, wie es weitergeht. So schnell gebe ich noch nicht auf.

Bis dann
Wünsche allen ein schönes Wochenende.
LG, Anja [smilie=angel-smiley-015.gif]


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Metastasen - Unheilbar, wer noch? Wie geht ihr damit um?
BeitragVerfasst: 8. Mai 2010 09:00 

Liebe Anja,

drücke dir fest die Daumen, daß sie eine geeignete Therapie finden.

Liebe Grüße

Brigitte


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Metastasen - Unheilbar, wer noch? Wie geht ihr damit um?
BeitragVerfasst: 9. Mai 2010 21:05 
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Hallo,
ich habe erst vor 3 Wochen die Diagnose Metastasen (LWK1 und Achsel-LK) bekommen. Letzten Freitag hatte ich das Gespräch mit meinem Onkologen. Sein erster Satz war "Heilbar ist das jetzt nicht mehr". Obwohl ich das ja schon wusste, bin ich nach dem Gespräch zusammengeklappt. Das hat so etwas endgültiges :cry:
Morgen fängt die Chemo an, Paclitaxel wöchentlich (28 mal) und zusätzlich alle drei Wochen Avastin, sofern mein Blutdruck mitspielt.
Drückt mit die Daumen, dass die Therapie anschlägt, ich möchte nämlich noch eine Weile hierbleiben.
Der Austausch hier im Forum hilft mir sehr, ich habe zwar einen netten Mann und eine liebe Tochter, die sind aber auch sehr verzweifelt [smilie=cry.gif] [smilie=cry.gif] .

bis bald x039x
sommerberg

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 Betreff des Beitrags: Re: Metastasen - Unheilbar, wer noch? Wie geht ihr damit um?
BeitragVerfasst: 18. Mai 2010 17:49 

Manchmal fühle ich mich ein wenig wie ein Fisch, eingesperrt im Aquarium- stehe am Fenster und blicke hinaus auf das Leben da unten, die Menschen, die geschäftig ihrem Alltag nachgehen. Ich selbst bin nicht dabei. Die Welt dreht sich weiter, auch ohne mich. Heute bin ich zurück aus dem Krankenhaus, indem ich ( mal wieder) eine Leberpunktion habe machen lassen, die mir nun endlich Gewissheit??? verschaffen soll. Im Krankenhaus sah ich eine schwerstkranke Patientin, der Körper durch Chemos schon so geschwächt, daß sie eine Lungenentzündung bekam. Ihr Mann, er war immer bei ihr. Diese KRANKHEIT braucht niemand. Es ist nur traurig. Es zu sehen und zu fühlen...

Naima


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Metastasen - Unheilbar, wer noch? Wie geht ihr damit um?
BeitragVerfasst: 18. Mai 2010 18:31 
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Hallo Naima,

ich fühle was du schreibst xd060x

Gewissheit? Was ist das? Gibt es die? Selbst dieser beschissene Krebs, mit nur einem Ziel, enthält Facetten. Ich baue darauf das du, ich, wir alle hier immer noch ein Stück und noch ein Stück an Lebensqualität leben können!!!

Alles Liebe dir

Regina

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„Nicht den Tod sollte man fürchten, sondern daß man nie beginnen wird, zu leben.“

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 Betreff des Beitrags: Re: Metastasen - Unheilbar, wer noch? Wie geht ihr damit um?
BeitragVerfasst: 19. Mai 2010 00:16 
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Metastasen und unheilbar. Seit dieser Diagnose erlebe ich ein ständiges Wechselbad der Gefühle. Anfangs dauerte es eine ganze Weile bis ich überhaupt die Tragweite dieser Worte begriff. Zu dem Zeitpunkt als ich die Diagnose bekam, ging es mir schon ziemlich schlecht, in den letzten Tagen vorher war mir nur noch schlecht, hatte ziemliche Schmerzen und konnte nur mehr mit großer Anstrengung das Bett verlassen.

Zuvor wurde ich von den Ärzten ziemlich im Kreis herumgeschickt, da sie trotz meiner Vorgeschichte und trotz des Pleuraergusses nicht an Krebs dachten. Ich selber verdrängte diese mögliche Diagnose natürlich auch, obwohl ich es irgendwie ahnte. Jedenfalls war mir zu diesem Zeitpunkt eh schon ziemlich alles egal, da ich einfach kaum mehr konnte. November und Dezember waren alsdann "Sofamonate", wenn ich nicht schlief, kotzte ich. In diesem Zustand dachte ich auch nicht mehr viel nach.

Die Chemo griff gut, sodass sich mein Zustand bis Jänner wesentlich besserte, aber gleichzeitig realisierte ich auch was es heißt, unheilbar krank zu sein, dass sich meine Lebenserwartung dramatisch verkürzt hat, vielleicht für immer auf andere angewiesen zu sein, und und und. Ich war einfach nur mehr fertig, den ganzen Tag drehten sich meine Gedanken um dieses Thema, Zeit hatte ich ja genug, denn wirklich viel tun konnte ich nicht.Als ich dann das erste Mal nach der Diagnose wieder den Geschirrspüler ausräumte, war ich richtiggehend glücklich darüber (hätte mir früher nie träumen lassen bei dieser Tätigkeit Glücksgefühle zu entwickeln!). Langsam ging es bergauf und mein seelischer Zustand mit.

Im Feber dann der Rückschlag, wieder ein Monat wo sich mein Leben hauptsächlich zwischen Schlafzimmer und Wohnzimmercouch abspielte. Zeitweise hatte ich das Gefühl es einfach nicht auszuhalten. Jetzt geht es mir so gut, dass ich ein fast normales Leben führen kann. Oft stelle ich mir vor, dass ich doch noch ganz gesund werde, dann freue ich mich und es geht mir so richtig gut, weil ich mich auch wirklich gut fühle. Dann plötzlich überkommt es mich wieder und ich muss auf einmal losheulen wegen dieser Scheiß Krankheit, dass ich so machtlos bis, dass ich im Grunde genommen immer nur hoffen kann, das die Therapien greifen. Es gibt einfach keinen Weg aus dieser Situation, es hilft nichts wütend zu sein, ich kann nicht davonlaufen - es bleibt mir einfach nichts anderes übrig als die Krankheit anzunehmen und damit zu leben.

Dabei habe ich Angst, vor dem was alles sein könnte und sein wird. Ich fürchte mich davor abhängig zu sein, Schmerzen zu haben, nur mehr im Bett dahin zu vegetieren.Als Trost denke ich mir dann, dass wenn es einmal so weit ist, es wahrscheinlich schnell geht. Aber ich fühle mich noch viel zu jung zum Sterben. Ich bin nicht fähig zu sagen, dass es gut ist so wie es kommt. Dann kommt der Trotz, ich ignoriere diesen Scheißkerl. Einfach nicht daran denken. Er kann mich mal, ich werde wieder gesund. Naja so geht das halt auf und ab. Wenn es mir gut geht, gelingt es mir auch meistens diese negativen Gedanken auf die Seite zu schieben. Bin oft schon nur deswegen glücklich, weil es mir im Moment relativ gut geht, aber wehe ich merke nur die geringste Verschlechterung.

Besonders hilfreich (nämlich gar nicht) empfinde ich dann die Kommentare meiner Umgebung. Unkraut vergeht nicht, du überlebst uns alle noch usw.. Typische Form der Verdrängung. Es gibt nicht wirklich einen Trost, es gibt nichts zum Schönreden. Ich möchte nur in den Arm genommen werden und weinen - ohne Worte. Dann geht es wieder eine Zeit lang. Einfach nicht daran denken, den Augenblick genießen und nicht an morgen denken, denn ich weiß nicht ob ich mich auf morgen freuen soll.

Hoffe, dass ich euch nicht zu sehr in eine trübe Stimmung versetze - es tut mir gut diese Gedanken auszusprechen.

Eine besondere Umarmung an alle meine Schiksalsgenossinnen!
Liebe Grüße Isabella

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Und gibt dir das Leben eine Zitrone, dann mache Limonade daraus.
(Verfasser unbekannt)


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 Betreff des Beitrags: Re: Metastasen - Unheilbar, wer noch? Wie geht ihr damit um?
BeitragVerfasst: 27. Mai 2010 10:16 
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Guten Morgen,

Isabella, deine Schilderung der Situation, die du lebst, steht meinem Erleben sehr nahe...

Zitat:
Wenn es mir gut geht, gelingt es mir auch meistens diese negativen Gedanken auf die Seite zu schieben. Bin oft schon nur deswegen glücklich, weil es mir im Moment relativ gut geht, aber wehe ich merke nur die geringste Verschlechterung.


Genau so ist es. Ich spüre allerdings seit längerem das diese Momente, Tage in denen es mir gut geht inzwischen häufiger überlagert werden von dem Wissen und der Frage, wie lange noch darfst und wirst du das erleben. So schränkt sich auch da allmählich der reine Genuss von den bewusst gut erlebten Tagen ein.

Vor 3 Tagen entschied ich mich mal die gesamte Krankheit zu ignorieren! Ich kaufte Pinsel, Farbe, das Gartenhäuschen sollte in neuem Glanz erstrahlen. Ganz allein wollte ich es nicht angehen und suchte mir eine männliche Hilfe. Ergebnis... der erste Anstrich ist drauf, der 2. und Letzte soll heute folgen. Mein Zustand gestern Abend... [smilie=rolleyes.gif] und heute Morgen... ao75 die Knochen und nicht mehr vorhandenen Muskeln stellten sich jeder einzeln vor, als ich aus dem Bett kam. Dieser Zustand trübt nun sehr heftig das Gefühl von du kannst auch noch was leisten [smilie=rolleyes.gif]

Heute erwarte ich den Anruf vom Onkologen. Es soll besprochen werden ob die nächste Chemo am kommendem Dienstag in reduzierter Dosis gegeben werden kann. Die Haut an den Füßen hat sich nach der längeren Chemopause von 10 Tagen regeneriert, die Nerven nicht, das Laufen tut weh. Mehr beunruhigt mich allerdings meine Leber! Sie muckt seit einigen Tagen, ein brennender, kneifender leichter Schmerz.......


Pause, der Onkologe rief eben an und schon ist die Laune besser und diese blöde Leber erst mal wieder vergessen ao62 xp100x und ich werde gleich ganz verschärft den Pinsel schwingen ao76

Tumormarker von 129 auf 88 runter xd030o der CEA Wert von 21 auf 3 xd030o in den letzten 4 Wochen gefallen. Vorschlag des Onkologen ---> Tapfer sein Frau H., eine Caelyx möchte ich ihnen noch verpassen, allerdings nur 50% der Dosis und dann werden wir eine Pause starten. In dieser "nur" Herceptin und Aredia, dazu Faslodex als Versuch den kleinem Kacker unter Kontrolle zu halten.

Ich wünsche euch allen auch so ein schönes Gefühl, wie ich es gerade haben darf!!!

Einen lieben Gruß

Regina

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 Betreff des Beitrags: Re: Metastasen - Unheilbar, wer noch? Wie geht ihr damit um?
BeitragVerfasst: 27. Mai 2010 10:21 
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Oh Regina, was für schöne Nachrichten!!!!! Freut mich sehr für dich!! Da sieht man mal wieder, was alles geht.....
xd030o xd030o xd030o

Alles Liebe, Belinda

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Liebe Grüße, Belinda


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