http://mit-brustkrebs-leben.phpbb8.de/sitemapindex.xml.gzich HATTE brustkrebs? heilung? ja? und wann? : Brustkrebs, Diagnose - Behandlung - Vor- und Nachsorge
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 Betreff des Beitrags: ich HATTE brustkrebs? heilung? ja? und wann?
BeitragVerfasst: 20. Apr 2011 11:45 
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liebe frauen,

ich hab einfach das gefühl, die frage beschäftigt doch einige.
ich erinnere mich, dass es schon mal eine diskussion gab, ob man (jemals) sagen kann "ich HATTE brustkrebs". vielleicht könnte das das thema für einen eigenen faden sein?

ich möchte den anderen faden zum thema "leben mit metas" eigentlich nicht für diese diskussion verwenden. deswegen mach ich nun hier zu dem thema einen faden auf.

schauen wir doch einfach mal, ob sich eine diskussion entwickelt, ja?

postbussi
ilse

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ich suche nicht des lebens sinn, weil ich dieser selber bin (ilse kilic)


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 Betreff des Beitrags: Re: ich HATTE brustkrebs? heilung? ja? und wann?
BeitragVerfasst: 20. Apr 2011 11:55 
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Schön, liebe Ilse, dass du diesen Strang aufmachst. Ich hätte es nicht richtig gefunden , mich von meiner Seite zu dem Thema in dem anderen Stang zu äußern. Das Klima dort ist so vertraulich, so eng am einzelnen Menschen, sollte nicht durch Diskussionen zerpflückt werden.
Meine Meinung zur nun von dir angeschnittenen Frage äußerte ich vor nicht allzu langer Zeit und zitiere deshalb nur:
Emma0808 hat geschrieben:
Mag sein, dass ich hier zur großen Ausnahme gehöre. Ich habe Bluthochdruck, eine Polyarthrose und Brustkrebs......alles chronische Erkrankungen. So stelle ich mich z.B. auch bei zum ersten Mal besuchten Fachärzten vor. Ich habe Krebs und kämpfe dagegen- tue alles, dass er nicht siegt. Aber "hatte" ist in meinem Hirn ganz weit entfernt. In dem Krankenhaus in dem ich behandelt wurde wird niemand mit dem Satz "Sie sind geheilt" entlassen, kann ich gut mit umgehen, denn die Realität ist ja auch eine andere. Vielleicht habe ich Glück und die Krankheit kommt nie mehr. Vielleicht sterbe ich ja auch bevor sie wieder auftritt an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall (gar nicht so unwahrscheinlich).
L.G.
Lena

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Liebe Grüße Lena


Die Hoffnung ist der Regenbogen über
dem herabstürzenden Bach des Lebens.{Friedrich Wilhelm Nietzsche}


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 Betreff des Beitrags: Re: ich HATTE brustkrebs? heilung? ja? und wann?
BeitragVerfasst: 20. Apr 2011 11:57 
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So ists recht! Danke, Ilse! Ich zitiere einfach mal meine Gedanken aus dem alten Thread:

Ich melde mich nach langer Zeit der Abstinenz mal wieder zu Wort. Ich hoffe, es ist gestattet..... :mrgreen:
Aber ich finde dieses Thema zu interessant, um weiter zu schweigen.
Ich sehe die Brustkrebserkrankung eher als "chronische" Erkrankung an. Allerdings benutze ich nicht das Wort unheilbar, da es mir zu negativ klingt. Nein, chronische Krankheit trifft es doch ganz gut, meiner Meinung nach.
In meinem speziellen Fall liegt die Erstdiagnose genbau 10 Jahre und 3 Monate zurück. Niemals würde ich jetzt einen Piccolo öffnen und mir selbst gratulieren. Ich weiß, dass immer noch etwas passieren kann, fühle mich also keineswegs auf der sicheren Seite. Mein Onkologe meinte vor längerer Zeit, ich müsse schon noch etwas zittern, mindestens bis 15 Jahre nach Erstdiagnose.
Wie sunshine schon sagte, mich regen auch diese Zeitungs- und Fernsehberichte über die "Promis" auf, die gerade mal nach 1 1/2 Jahren als "geheilt" gelten.

Belinda

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Liebe Grüße, Belinda


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 Betreff des Beitrags: Re: ich HATTE brustkrebs? heilung? ja? und wann?
BeitragVerfasst: 20. Apr 2011 12:30 
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Eine gute Idee, suze. Ich werde die dazu gehörigen Beiträge hier einkopieren. Sie hier her zu verschieben geht nicht so recht, da in den Beiträgen auch immer wieder zum Thread "Metastasen - Unheilbar" :wink: geschrieben wurde.

Zitat:
sunshine, aus dem Thread "Metastasen - Unheilbar, wer noch? Wie geht ihr damit um?"

Ich bin nicht sehr oft in diesem Thema unterwegs.
Will euch auch mal sagen, warum:

Der Titel "Metastasen - Unheilbar, wer noch? ...
stößt mich schon immer sehr ab.

Für mich ist Brustkrebs im allgemeinen unheilbar. Ich weiß ja nicht, wie Ihr das seht,
aber gerade bei BK gilt doch nicht diese Regel "nach 5 Jahren ist man gesund".
Deshalb denke ich, dass BK sowieso unheilbar ist.
Ich habe es ja auch am eigenen Leibe gespürt: nach 8 Jahren ein Lokalrezidiv;
12 Jahre später eine einzelne Metastase.

Mir hat mal ein Arzt gesagt: Bei BK kann man nach 10 Jahren evtl. mit einem Piccolo
anstoßen; nach 20 Jahren darf es dann schon ein Champus sein.
Tja, war wohl nix! Einen Monat vor dem Champus hatte ich die Metastase.

Aber noch mal zur Überschrift: Seid ihr Anderen davon überzeugt, dass der BK
bei euch, die ihr (noch) keine Metastase habt, heilbar ist bzw. bereits geheilt ist?
Ich rege mich immer auf, wenn in der Presse bei den Promis nach ein bis zwei Jahren
zu lesen ist "Sie hat den BK besiegt!".

Wie seht ihr das?


Zitat:
Sushiiee, aus dem Thread "Metastasen - Unheilbar, wer noch? Wie geht ihr damit um?"

Liebe Elke,

jemand, der mit Metastasen nun leben muss, ordnet sich anders ein. Du hast Gott sei Dank "nur" 1. Dieser Betreff, Thread, oder wie auch immer hat mich leider inzwischen auch angesprochen, schreiben doch hier die Frauen, die es wieder oder neu voll erwischt hat. Voll erwischt von nicht mehr heilbar. Bisher ging ich auch davon aus, mein BK sei geheilt, ich sei geheilt. Davon sollte jede Frau ausgehen, wenn alle Behandlungen abgeschlossen sind.

Das BK so oder so nie einfach ist, wie klein oder umfangreich er zugeschlagen hat, bleibt ohne Frage! Ich wünscht nur, ich müsste in diesem Thread nicht "aktiv" mitarbeiten, könnte trösten, ohne selbst betroffen zu sein.

Du hast selbst so viel durchlebt, hoffentlich hab ich Dich nicht verletzt und hoffentlich hast Du alles gut überstanden.

Jetzt hab ich den Text 3x geschrieben, wieder gelöscht, neu geschrieben..., aber ich glaub, jetzt schick ich in so ab.


Zitat:
Jenna, aus dem Thread "Metastasen - Unheilbar, wer noch? Wie geht ihr damit um?"

Hallo Sunshine,

für mich ist es schon ein großer Unterschied, ob ich die nächsten 10 Jahre mit oder ohne Metastasen lebe. Ohne Metastasen bleiben mir weitere anstrengende Therapien erspart und meine Lebensqualität ist wesentlich besser. Die psychische Belastung und die Angst werden eine Brustkrebspatientin sicher immer begleiten, aber wenn ich die Diagnose bekommen würde, ich mag nicht dran denken…. Und die Hoffnung, vielleicht doch nicht am Krebs sterben zu müssen, gebe ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht auf.

Ich wünsche allen, die mit Metastasen leben müssen, alles erdenklich Gute. Euch gilt mein Mitgefühl aber auch meine Bewunderung.

Ganz liebe Grüße von

Jenna


Zitat:
sunshine, aus dem Thread "Metastasen - Unheilbar, wer noch? Wie geht ihr damit um?"

@ sushiiee: Nein, Du hast mich überhaupt nicht verletzt.

Ich sehe das so:
Geheilt ist für mich eine Krankheit, wenn es eine 100 %ige Sicherheit gibt,
dass sie nicht zurückkommt.
Bei BK gibt es diese Sicherheit nicht. Diese Krankheit ist so heimtückisch, dass da auch
nach vielen Jahren Metastasen auftreten können, die die ganzen Jahre irgendwo im
Körper geschlummert haben.

Das wissen auch die Versicherungen. Ich habe 17 Jahre nach meiner BK-Erkrankung
versucht, in die private Versicherung wiedereinzutreten, in der ich früher während
meines Beamtenstatus versichert war. Auch nach so vielen Jahren nach BK: keine Chance!

Oder versuch mal, nach einer BK-Erkrankung eine Lebensversicherung abzuschließen.
Auch keine Chance!

Natürlich ist eine BK-Erkrankung um ein Vielfaches schlimmer, wenn Metastasen aufgetreten sind und vor allem ist es dann eindeutig, dass man unheilbar krank ist.
Aber für mich steht fest, dass eine BK-Erkrankung an sich unheilbar ist, auch wenn
(noch) keine Metastasen aufgetreten sind.

Mögen diese Biester lange oder besser noch für immer schlummern.


Zitat:
Regina, aus dem Thread "Metastasen - Unheilbar, wer noch? Wie geht ihr damit um?"

@Elke

Mit Betroffenheit lese ich diesen Satz von dir...
Zitat:
Der Titel "Metastasen - Unheilbar, wer noch? ...
stößt mich schon immer sehr ab.


Als ich vor mehr als einem Jahr diese Überschrift wählte, im Wissen darum was kommt, suchte ich genau diesen Unterschied, den du für dich scheinbar nicht siehst, sahst, im Austausch. Was daran abstoßend sein kann, die Erkenntnis eine Krankheit im fortgeschrittenem Stadium leben zu müssen, keine Hoffnung mehr auf Heilung zu haben, das "Kind" bei dem richtigen Namen zu nennen, ist mir ein Rätsel.

Dieser Thread, seine Überschrift ist da sehr klar, ist für alle die von uns die täglich im Bewußtsein leben nicht geheilt werden zu können. Dieser Thread ist für all die, die Wissen an dieser Krankheit zu sterben, es sei denn sie werden vorher vom Buss überfahren. In diesem Thread geht es um Lebensqualität, die wir noch erreichen können, darum Ängste zu benennen, sich in dieser aussichtslosen Situation nicht alleine zu fühlen, es geht um Verständnis und Verstehen. Wer hier liest, oder aber schreiben mag, der sollte sich sehr wohl über den Unterschied im Klarem sein nach der Diagnose Krebs und der anlaufenden Behandlung eine durchaus reale Chance auf Heilung zu haben. Diese, liebe Elke, ist uns leider nicht mehr gegeben!


Zitat:
Aber noch mal zur Überschrift: Seid ihr Anderen davon überzeugt, dass der BK
bei euch, die ihr (noch) keine Metastase habt, heilbar ist bzw. bereits geheilt ist?
Ich rege mich immer auf, wenn in der Presse bei den Promis nach ein bis zwei Jahren
zu lesen ist "Sie hat den BK besiegt!".

Wie seht ihr das?



Dafür, Elke, solltest du einen eigenen Thread aufmachen!

Allen ohne Metastasen wünsche ich die Stärke daran zu glauben geheilt zu sein, das ihr hier nie schreiben müsst.



Zitat:

otti, aus dem Thread "Metastasen - Unheilbar, wer noch? Wie geht ihr damit um?"


Hallo Regina,

ich finde, Du hast recht mit Deinen Worten. Sicherlich gibt es einige, die mit Recht sagen können, sie seien geheilt, bis ....

Es ist komisch, als ich nach der Diagnose, dann mit allen Behandlungen fertig war, sagte man mir auch, so, jetzt hast du alles hinter dir und nun bist du wieder die alte.

Meine Antwort war immer, schön wär's, aber ich komme mir vor, wie auf einem Pulverfass, irgendwann geht es los.

So kam es auch nach 9 Jahren. Ich war mir auch vorher schon bewusst, dass es keine Heilung gibt, jedenfalls nicht in dem Sinne, dass es für immer vorbei ist.

Mein Leben ist die ganze Zeit mehr oder weniger lebenswert gewesen und ich hoffe, es bleibt trotz Metas und kleineren Nw der Beahndlung noch eine Weile so.


Zitat:
Aniratak, aus dem Thread "Metastasen - Unheilbar, wer noch? Wie geht ihr damit um?"

Ihr Lieben,

im Gegensatz zu Elke finde ich diesen Thread einen der interessantesten und wichtigsten in diesem Forum. Hier geht es zur Sache, hier geht es um Leben und Tod. Und darum, was man mit dem Leben (noch) anfängt, wenn Heilung nicht mehr möglich und der Tod unausweichlich ist.

Natürlich sind das Themen/Fragen, mit denen wir uns besser schon befassen würden, bevor wir an einer solchen Krankheit leiden. Weil das Leben an sich ja schon immer tödlich endete, und wir die uns gegebene Zeit sinnvoll nutzen sollten. Finde ich wenigstens...

In keinem Thread sind wir ehrlicher als hier - egal, ob wir nun von Metastasen/Rezidiven betroffen sind oder nicht. Hier lassen wir die Masken fallen, weil es nichts mehr zu verbergen gibt und wir den Tagen soviel Leben abringen wollen, wie es nur irgendwie geht. Und wenn wir müde, erschöpft, verzweifelt und angstvoll sind, brauchen wir den Halt, den Trost, den wir einander geben können - auch wenn weder Halt noch Trost an der Situation an sich irgendetwas ändern. Aber sie machen sie erträglicher, weil wir wissen, dass wir nicht allein sind.

Der Mut, die Kampfbereitschaft, die Liebe zum Leben, aber auch die Fähigkeit, hinzunehmen, was nicht mehr zu ändern (höchstens noch zu verzögern) ist - DAS ist Leben in seiner Essenz! Das ist, wofür ich euch, die ihr betroffen seid, bewundere. Auch wenn ihr euch selbst oft als schwach, hinfällig und mutlos empfindet - von aussen betrachtet seid ihr es nicht! In aller Stärke und Schwäche seid ihr Vorbilder für uns vorläufig Geheilte (auch wenn ihr das nicht sein wollt): Ihr lebt uns vor und lasst uns daran teilhaben, was in eurer individuellen Situation (noch) möglich ist, welch unerwartete Wendungen sich ergeben können und wie ihr damit umgeht.

"Freedom is just an other word for 'nothing left to lose'..."* sang einst Janis Joplin, und dieses Lebensgefühl wird hier oft deutlich spürbar. Wir wissen jetzt, worum es im Leben eigentlich geht - und kümmern uns auch darum!

Ich bin euch mehr als dankbar für eure Offenheit in diesem Thread; ich lerne täglich von euch, auch wenn die Berichte über eure Lebenswege manchmal schmerzhaft mitzulesen/mitzuleben sind. Ja, es tut manchmal wirklich weh, diesen Weg mit euch zu gehen; aber es hat ja schliesslich niemand je versprochen, das Leben sei schmerzfrei oder einfach. Aber nichts ist vergleichbar mit der unverhofften Freude, die ihr uns/mir beschert, wenn es einer von euch wider alles Erwarten plötzlich besser geht und Dinge möglich werden, mit denen niemand mehr gerechnet hat! Dann feiern wir das Leben, das vielleicht erst im Bewusstsein des nahenden Endes so kräftig leuchten darf (oder nehmen wir es erst dann so richtig wahr?).

Ob es überhaupt eine Heilung gebe bei Brustkrebs, fragt Elke. Ich frage zurück: Spielt das eine Rolle? Wer einmal von dieser Krankheit betroffen war/ist, hat sowieso eine Hypothek zu tragen. Wir können schlicht nie wissen, ob der Krebs zurückkommt - und wann. Selbst wenn wir niemals ein Rezidiv oder Metastasen entwickeln (und also theoretisch geheilt wären), ist diese Möglichkeit immer im Hintergrund unseres Bewusstseins. DAS ist das eigentliche Problem - mit der Ungewissheit leben zu müssen. Nur besteht diese Ungewissheit ja sowieso...

Vielleicht könnte man Elkes Frage ja so beantworten: Das Leben ist unheilbar! Es geht von Anfang an in eine Richtung, und wesentlich in jeder Lebenslage ist eigentlich nur, was wir daraus machen!

Nach der 11:00-Uhr-Pause, in der ich euch meine innigsten Wünsche und Gedanken schickte,

grüsse ich euch alle ganz herzlich,

Katarina

* "Freiheit ist nur ein anderes Wort für "Nichts-mehr-zu-verlieren-Haben"...


Zitat:

sunshine, aus dem Thread "Metastasen - Unheilbar, wer noch? Wie geht ihr damit um?"


Zitat:
Aniratak hat geschrieben:
Ob es überhaupt eine Heilung gebe bei Brustkrebs, fragt Elke. Ich frage zurück: Spielt das eine Rolle? Wer einmal von dieser Krankheit betroffen war/ist, hat sowieso eine Hypothek zu tragen. Wir können schlicht nie wissen, ob der Krebs zurückkommt - und wann. Selbst wenn wir niemals ein Rezidiv oder Metastasen entwickeln (und also theoretisch geheilt wären), ist diese Möglichkeit immer im Hintergrund unseres Bewusstseins. DAS ist das eigentliche Problem - mit der Ungewissheit leben zu müssen. Nur besteht diese Ungewissheit ja sowieso...
Katarina


Liebe Katarina,
genau das meine ich, genau das ist der Punkt.
Wir sind nicht erst durch die Metastasen unheilbar; das ist ja das, was mich an dem
Titel dieses Threads stört, immer schon gestört hat - lange bevor ich eine Metastase
hatte.

Nicht das, was hier geschrieben wird, stört mich.
Ich hatte mich da wohl nicht richtig ausgedrückt. Aber ich denke, nun ist klar, was
ich meine, oder?

In einem anderen Forum habe ich gelesen "Frauen mit fortgeschrittener Krebserkrankung" oder so ähnlich. Das war mir persönlich irgendwie sympathischer.
Aber ... wir sind halt alle verschieden. a050

Zitat:

Regina, aus dem Thread "Metastasen - Unheilbar, wer noch? Wie geht ihr damit um?"


Zitat:
Zitat:
In einem anderen Forum habe ich gelesen "Frauen mit fortgeschrittener Krebserkrankung" oder so ähnlich. Das war mir persönlich irgendwie sympathischer.



Mich erinnert all das an eine Begebenheit mit einem kürzlich verstorbenem Mitglied von uns. Als wir uns vor Jahren persönlich kennen lernten fragte sie mich nach meinen Knochen, wie doll sie betroffen seien. Meine Antwort war, die Metastasen sind schon sehr fortgeschritten, haben die gesamte Wirbelsäule eingenommen. Darauf hörte ich von ihr mich heftig zurechtweisend, ich möge das Wort Metastasen durch ein anderes ersetzen, dann könnte ich, sie besser damit umgehen.

Wer sich eine rosa Farbende Brille mit rosa Farbenden Durchblick aufsetzen mag, soll es tun, bitte!

Zitat:
Aber ... wir sind halt alle verschieden.


Eben! Und darum nenne ich die Sachen beim Namen.

Regina, die sich langsam über diese Diskussion in diesem Thread ärgert :???:


Zitat:
sunshine, aus dem Thread "Metastasen - Unheilbar, wer noch? Wie geht ihr damit um?"

Zitat:
Regina hat geschrieben:
Wer sich eine rosa Farbende Brille mit rosa Farbenden Durchblick aufsetzen mag, soll es tun, bitte!



Damit meinst Du doch wohl nicht mich, liebe Regina?!
Hätte ich eine solche rosafarbene Brille mit rosafabenem Durchblick auf,
dann wäre ich doch nicht der Meinung, BK grundsätzlich nicht heilbar ist, oder?

Aber ich mag jetzt auch nicht mehr hierzu schreiben.

Zitat:

Biene69, aus dem Thread "Metastasen - Unheilbar, wer noch? Wie geht ihr damit um?"


@ Regina
ich bin wie du der Meinung, die Dinge beim Namen zu nennen, denn es ändert nichts an unserem Befinden. Seit ich das erste mal auf meinem Chemozettel Palliativ gelesen habe, nenne ich alles beim Namen, ohne Rücksicht auf Verluste.
Wenn jemand mich fragt, wie es mir geht, sage ich "beschissen". Das will keiner hören. Die Standartantwort lautet "Wird schon wieder" und ich antworte NEIN. Jeder will nur zarte Umschreibungen, keiner will die Realität. Mir doch egal, wenn ich die anderen schocke, ich bin tot, während sie noch weiterleben. Sollen ruhig alle wissen, dass Krebs kein zuckerschlecken ist. Am meisten hasse ich die Aussage, dass ich doch gesund sei, weil ich wieder Haare habe. Solche Aussagen kann man nur verhindern, wenn man die Dinge beim Namen nennt und aufklärt und nicht beschönigt.
LG Sabine


Zitat:
Katarina, aus dem Thread "Metastasen - Unheilbar, wer noch? Wie geht ihr damit um?"

Liebe Sabine, liebe Regina,
genau das liebe ich an diesem Thread! Die Dinge beim Namen zu nennen ist nichts als ehrlich. Alles andere ist Schönfärberei, und die könnt weder ihr Meta-Betroffenen noch wir vorläufig Geheilten brauchen... Es gibt aber schon Menschen, die Klartext reden wollen; allerdings sind sie dünn gesät.
Dass jemand meint, man sei gesund, bloss weil da wieder Haare wachsen ... das ist ja wirklich naiv (bis bescheuert)!
Ich finde übrigens unseren "11:00-Uhr-Termin" eine gute Sache. Einander liebevolle, freundliche Wünsche und Gedanken zu schicken, ist eine Art, einander wahrzunehmen, aufeinander einzugehen - trotz räumlicher Entfernung und "bloss" virtueller Bekanntschaft.
Herzlich, Katarina


Zitat:
lacrima, aus dem Thread "Metastasen - Unheilbar, wer noch? Wie geht ihr damit um?"

fakt ist doch, dass man "erst" mit metastasen als unheilbar gilt.

ich habe (noch) keine metas und ja, ich glaube an heilung. zeigen das doch viele frauen, die vor jahrzehnten an bk litten und an altersschwäche starben. also, es gibt sie doch.

*das leben ist von geburt an palliativ* hab ich mal wo gelesen und trifft den nagel auf den kopf.

man ist nie auf der sicheren seite. das kind beim namen nennen ist nicht abstoßend, sondern realität. gewisse ausdrücke nicht verwenden, ändert nix an der situation. das hat was mit "nicht wahrhaben " wollen zu tun. mir ist allemal lieber unverblümt fakten auf den tisch zu legen und nicht um den heissen brei rumzureden.

befremdend ist für mich eher, anderen die realistische hoffnung auf heilung zu nehmen.

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„Nicht den Tod sollte man fürchten, sondern daß man nie beginnen wird, zu leben.“

Marcus Aurelius

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 Betreff des Beitrags: Re: ich HATTE brustkrebs? heilung? ja? und wann?
BeitragVerfasst: 20. Apr 2011 13:57 

Hallo liebe Belinda,

wie schöööööön, Dich hier zu lesen
ao81


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: ich HATTE brustkrebs? heilung? ja? und wann?
BeitragVerfasst: 20. Apr 2011 14:37 

Danke, dass ihr das Thema aufgegriffen habt. Ich kann in vielen Dingen voll und ganz zustimmen:
sehe BK auch als chronische Krankheit an - Gewissheit hat man nie - Hoffnung immer. Durch meine
Erkrankung ist so einiges in meinem Leben und Körper in Unordnung gekommen und durch Femara erst
recht: Bluthochdruck, Blutzuckerspiegel steigt und steigt (liegt NICHT an Ernährung und Sport - habe
innerhalb der ersten 1,5 Jahre mit Femara sogar abgenommen), Schmerzen ohne Ende...... und und und.
Finde diese 5 Jahresregelung der KKs einfach unmöglich, man ist nicht nach 5 Jahren einfach gesund oder geheilt.
Die Angst und die Chance es wieder zu bekommen, bleibt einem das ganze Leben und begleitet einen.
Ich sage zwar immer: es wird mich nie wieder treffen, aber es ist ein wenig Selbstbetrug und Galgenhumor.
Vielleicht sterbe ich eher durch Unfall oder einer der NWs, aber nix desto trotz bin und bleibe ich optimistisch,
dass ich mit meinem chronischen BK noch gaaaaaaanz lange leben kann. Und die Hoffnung stirbt bekanntlich
zum Schluss.
@Belinda: schön, dass man wieder etwas von dir liest.
@Ilse: danke, dass die Gedanken raus gelassen hast
An euch alle ganz liebe Grüße und schöne, sonnige Ostertage aus Dortmund von
Susanne


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: ich HATTE brustkrebs? heilung? ja? und wann?
BeitragVerfasst: 20. Apr 2011 14:39 
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Für mich ist Brustkrebs auch eine chronische Erkrankung, die mich den Rest meines Lebens begleiten wird. Niemand kann mir die Garantie einer 100% Heilung geben. Ich trage den Brustkrebs in einem Rucksack mit noch anderen chronischen Krankheiten, wie Fingergelenksarthrosen auf meinem Rücken.

Es bleibt ein Damoklesschwert, welches über meinem Haupt schwebt. Bei mir ist die Brustkrebsdiagnose gerade mal 2 Jahre alt, aber in diesen zwei Jahren, hat sich mein Leben sehr verändert. Die Unbeschwertheit habe ich leider verloren, aber dafür auch gelernt jeden guten Tag zu geniessen. An was ich letztlich sterben werde, wird sich ja irgendwann zeigen..Ich habe auch nicht den Ansrpuch 100 Jahre alt zu werden. Ich habe nur den Anspruch ein, für mich lebenswertes Leben zu leben.

Ursula

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LG Ursula
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 Betreff des Beitrags: Re: ich HATTE brustkrebs? heilung? ja? und wann?
BeitragVerfasst: 20. Apr 2011 20:25 
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Hmm, ich möchte nur kurz etwas einwerfen, was ich mit dem Wort "chronisch" verbinde. Für ich bedeutet chronisch krank zu sein, täglich Medikamente einnehmen zu müssen oder dauerhafte Therapie. In diesem Zusammenhang sehe ich mich mit Brustkrebs nicht als chronisch krank. Ich muss nach Abschluss der Behandlung keine Dauertherapie machen bzw. Medikamente nehmen.
Ich sehe mich als temporär gesund an. Geheilt sage ich auch nicht.
Man ist z.B. auch nach einer Herzoperation temporär gesund. Irgendwann gehen die Bypässe oder die Klappe wieder kaputt. ich muss erneute behandelt werden. Auch dies wird als chronisch krank bezeichnet, ist für mich aber nicht unbedingt so, da auch nicht lebenslang Medikamente oder Therapien notwendig sind.

So, ich hoffe ich habe meine wirren Gedanken einigermaßen verständlich rübergebracht.

LG
Mela

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Beurteile nie einen Menschen nach seiner Fröhlichkeit. Ich habe auch gelacht, um nicht weinen zu müssen.


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 Betreff des Beitrags: Re: ich HATTE brustkrebs? heilung? ja? und wann?
BeitragVerfasst: 20. Apr 2011 21:14 
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guten abend, jetzt will ich auch was sagen!

es stimmt, liebe hexe, mit chronisch verbinde ich auch etwas anderes.

ich denke, wir, die wir hoffen, keinen rückfall zu bekommen, WISSEN einfach nicht, ob wir geheilt sind. vielleicht ja, vielleicht nein.
ist für mich so, wie eben ein damoklesschwert.

denn dass auch nach vielen jahren ein rückfall kommen kann, das muss ja nicht heißen, dass ich mich jetzt in diesen jahren krank fühle.

es gibt eine gewisse wahrscheinlichkeit, dass wir gesund sind. irgendwie hab ich das gefühl, dass das für alle menschen so ist - nur wissens die anderen nicht und glauben, sie sind eh gesund. und vermutlich haben sie statistisch eine bessere prognose, es WIRKLICH zu sein und zu bleiben.

fakt ist erstens, dass wir ein höheres risiko tragen als menschen, die keinen krebs hatten.
fakt ist, dass viele von uns gesund bleiben werden. brustkrebs hat ja an sich eine eher günstige prognose.
fakt ist auch, dass manche von uns nicht gesund bleiben werden.

ich denke mir, ich bin im moment gesund. hexe nennt es TEMPORÄR gesund. verstehe ich auch so wie "im moment".
mit den derzeitigen medizinischen methoden ist kein krebs bei mir zu entdecken.
das unterscheidet uns von jenen frauen, die mit metastasen zu leben haben.

lacrimas satz, dass das ganze leben palliativ ist, gab mir zu denken.
es stimmt, es gibt in vieler hinsicht mit zunehmendem alter nur "provisorische" lösungen für medizinische probleme (wie etwa auch bypass oder - ganz banal - zähne oder brillen).
andererseits will ich das wort palliativ nicht so verwenden. denn es hat, für jene, die in palliativer behandlung stehen, eine viel ernstere bedeutung.

naja, was ist schon dabei, wenn man sagt, ich bin gesund? ja, es macht mir angst, weil ich mich irren könnte. aber die angst ist auch da, wenn ich sage, ich bin eben jetzt eine krebspatientin oder eine chronisch kranke.
ALSO ICH FRAGE EUCH: was bedeutet es für euer leben, wenn ihr sagt, ihr seid geheilt / nicht geheilt? chronisch krank? für eure pläne? plant ihr zb. einen urlaub - trotz nachsorge-termin? oder (wie) plant ihr andere wichtige dinge, etwa eine schwangerschaft (die jungen), oder einen jobwechsel, eine übersiedlung? wie beeinflusst euch das denken, geheilt / nicht geheilt zu sein in eurem täglichen leben?

ich wünsche uns allen, dass wir gesund bleiben, möglichst lange.

alles liebe
ilse


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 Betreff des Beitrags: Re: ich HATTE brustkrebs? heilung? ja? und wann?
BeitragVerfasst: 20. Apr 2011 22:22 

liebe ilse,
nach einer diagnose vor zweieinhalb jahren bin ich natürlich noch weit davon entfernt auf der sicheren seite zu sein. für den moment finde ich die formulierung: ich bin zurzeit gesund richtig und gut. es ist so schon nicht so einfach mit der angst vor einem rückfall, die uns sicher alle begleitet zu leben. da hilft mir die formulierung des im moment gesund seins zumindest der angst nicht zu erlauben die oberhand über das was wirklichkeit ist zu gewinnen. statistik und risiko finde ich ohnehin immer eine merkwürdige sache. das beste risiko nützt mir nix, wenn ich die eine bin die es doch erwischt und die mieseste prognose tritt nicht ein, wenn ich die eine bin die durchkommt. am ende zählt nicht die statistik, sondern das was real passiert oder eben nicht. und was man aus der zeit, die man hatte, gemacht hat. und da ist es für mich wichtig eine form zu finden mit der potentiell chronischen erkrnkung so umzugehen, dass ich mich für die dauer der zeit (wie lange sie auch sein mag) in der ich "im moment gesund" bin auch soweit als möglich dieses gesund sein spüren kann und nicht dauernd in erwartung einer katastrophe unterwegs bin. dazu gehört auch dass ich durchaus urlaub mit vorlauf plane, dass wir einen anbau am haus vorgenommen haben auch wenn ich nicht weiß ob nicht nochmal was kommt, dass ich weiter in meine private rentenversicherung einzahle usw. ganz abgesehen davon, dass es manchmal vielleicht auch ein bißchen wirklichkeitsfremd ist sich nur daruf zu konzentrieren dass man brustkrebs hat(te). es gibt noch so viele andere möglichkeiten was man alles kriegen kann und theoretisch ist es jeden morgen so, das man nicht weiß was einem noch begegnet am tag. manchmal ist es einfach nur so, dass einen das wissen um die (vorerst) durchgestandene brustkrebserkrankung auf jeden fall daran erinnert, das das leben endlich ist und man die zeit die man hat nutzen sollte. das vergisst man so schnell im alltag, und das ist ein wissen, das wenn es präsent ist und bleibt einer der wenigen positiven aspekte der krankheit ist. in idesem sinne würde ich dann nicht einfach sagen ich bin geheilt, eher ich bin verändert - und diese veränderung hat helle und dunkle seiten.

es grüßt die luchsin


  
 
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