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 Betreff des Beitrags: Re: ich HATTE brustkrebs? heilung? ja? und wann?
BeitragVerfasst: 22. Apr 2011 19:41 
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danke sunshine, für deine erklärung. das ist natürlich eine ganz besondere situation und ich erinnere mich ja jetzt auch an die berg und talfahrt mit schmerzen und diagnostik und dann der infragestellung derselben.
ich lese es ein bisschen auch als zusätzliche verunsicherung in bezug auf die frage, ob nun "geheilt" für dich ein passendes wort wäre. mich würde interessieren, ob diese grusige erfahrung deine einschätzung diesbezüglich geändert hat?
alles liebe
ilse


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 Betreff des Beitrags: Re: ich HATTE brustkrebs? heilung? ja? und wann?
BeitragVerfasst: 22. Apr 2011 20:37 

Hallo liebe Ilse,

nein, durch diese Erfahrung hat sich meine Einschätzung nicht geändert.
In all den Jahren war mir klar, dass bei Brustkrebs auch nach vielen Jahren, wenn man
schon meinen könnte, man sei geheilt, Metastasen auftreten können.
Das hatte ich so von Ärzten gehört, dass das bei Brustkrebs eine Besonderheit gegenüber
anderen Krebserkrankungen sei, bei denen man nach fünf Jahren wohl von einer Heilung
ausgehen könne.

Ich habe all die Jahre sehr gut gelebt, hatte keine großen Ängste, aber doch im Hinterkopf das Wissen über diese Besonderheit. Ich hatte immer gehofft, dass es mich nicht noch mal erwischen würde so wie ja auch jede(r) Gesunde hofft, niemals an Krebs zu erkranken.

In dem Zusammenhang habe ich mich auch immer wieder mal an eine Mitpatientin während meiner ersten Reha erinnert. Bei ihr war der BK nach 20 Jahren zurückgekehrt.
Damals dachte ich (38 J. alt): Ja meine Güte, sie soll froh sein, sie hatte noch 20 Jahre.
Aber wenn man dann selbst nach 20 Jahren wieder erkrankt, sieht man es doch anders.

Liebe Ilse, ich bewundere immer wieder, wie Du dich für all die Frauen hier interessierst und Dinge hinterfragst. Finde ich bemerkenswert xd060x

Ich wünsche Dir ein fröhliches Ostereiersuchen.


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: ich HATTE brustkrebs? heilung? ja? und wann?
BeitragVerfasst: 22. Apr 2011 20:44 
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Hallo ihr Lieben,

wie angedroht, kommt jetzt auch noch meine Meinung zu der Threadfrage! :mrgreen:

Habe lange mit mir gerungen, wie viel meiner Gedanken ich hier reinschreibe, denn manches gefällt mir von mir selbst nicht. :sad:

Zunächst möchte ich sagen, dass jede Meinung, Einstellung, Bewältigung und Sichtweise ihre Berechtigung hat und haben muss. Ich finde es in diesem Zusammenhang aber wichtig, dass man seine eigenen Gedanken niemanden aufdrängt. In letzter Zeit fällt mir das immer wieder auf, weiß nicht, ob ich übersensibel bin, aber manche Sprüche kommen schon hart rüber. Man darf nie vergessen, dass da ein Mensch sitzt, hinter diesem Bildschirm. Mit Gefühlen und Wünschen, Bedürfnissen und Ängsten. Wenn ich sage, ich habe Angst, dann braucht mir niemand kommen mit "brauchst ned, bringt nix", weil was würde das ändern? Nur, dass ich mich schlechter fühle, weil ich eigentlich keine Angst haben dürfte. Noch mehr schlechtes Gewissen, dabei bin ich doch schon bis oben hin damit voll. Bin zur Zeit weder konflikt- noch kritikfähig, ziemlich verletzlich und so versuche ich über vieles hinwegzulesen, aber vieles trifft mich dann eben doch mitten ins Herz, nagt, tut weh.

Aber jetzt zum eigentlichen Thema:

Wie kann ich sagen, ich hatte Brustkrebs, wenn ich noch nicht mal begriffen habe, dass ich Brustkrebs gehabt habe. Nach den vielen Monaten bin ich nicht in der Lage zu akzeptieren, dass ich so krank sein soll. Hadere mit der Diagnose und mit mir und meiner Einstellung.

Dazu kommt, dass ich mich durch die Medikamente, die immer mehr Probleme verursachen (Blutfette sind mittlerweile stark erhöht, Pulsrasen, Knochenschmerzen, jeden Tag Kopfschmerzen, Müdikgkeit, Vergesslichkeit, Konzentrationsschwierigkeiten - vermutlich alles Folgen des Östrogenmangels) krank fühle, als ob ich in den letzten Monaten um mindesten 30 Jahre gealtert wäre.

Meine Therapie wird 8 Jahre lang dauern, ich bin fast wöchentlich bei irgendeinem Arzttermin,...also diese Zeit der Therapie werde ich mich nicht als gesund betrachten können.

Dazu kommen immer wieder Depressionsschübe und an diesen Tagen habe ich sehr üble dunkle Gedanken!

Ihr dürft mich nicht falsch verstehen...ich lebe gerne und an den meisten Tagen gelingt es mir ganz gut, aber ich trauere um mein altes Leben, denn mein altes Ich ist tot. Ich erkenne mich selbst manchmal nicht mehr und wende mich von mir angewidert ab, fühle mich nicht wertvoll, sondern als Versager. Muss mich neu sortieren, aber das ist nicht so einfach. Manche sehen die Krankheit als Chance, ich beneide euch wirklich um diesen Gedanken! Aber ich will einzig und allein mein altes unbekümmertes Leben zurück, so wie es so viele Menschen in meinem Umfeld haben. Ich komme mit den Menschen hier nicht mehr klar, alles fällt auseinander...

Nach der Therapie werde ich es so sehen, wie ich es einmal gelesen habe: Heilung sollte in Bezug auf Brustkrebs mit großer Demut gesagt werden. Die heutigen Therapien verlängern die rezidiv- und damit krankheitsfreie Überlebenszeit, die oft ein ganzes Leben lang andauern kann.

So werde ich mich eher als gesund als geheilt betrachten. Der Unterschied liegt in der Wachsamkeit dem eigenen Körper gegenüber. Die Krankheit wird mich ein Leben lang begleiten und hoffentlich irgendwann nicht mehr kontrollieren oder sie wird mich verfrüht der Zeit berauben, wer weiß das schon...

Trotzdem habe ich nicht vor mich hinzulegen und auf den Tag X zu warten, der dann vielleicht doch nicht so bald eintrifft. Aber alles auf die leichte Schulter nehmen, "ach, war doch nix", das geht nicht, das kann ich nicht und das sei mir bitte verziehen.
Meine Art der Bewältigung ist eine andere, für manche befremdliche Art! Mir geht es gut dabei und dann kann es ja so falsch nicht sein!

Meine Gedanken, meine Gefühle, meine Worte...

Lass euch liebe Grüße hier und hoffe, dass sich meine Schale bald wieder aufbaut, weil ich bin sowas von weinerlich die letzten Tage...geht gar nicht!
Euer
Mimöschen Sonja


PS: Danke für eure lieben Worte wegen Miesmuschel! x039x

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 Betreff des Beitrags: Re: ich HATTE brustkrebs? heilung? ja? und wann?
BeitragVerfasst: 22. Apr 2011 20:58 
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hasenherz an mimöschen!
ao81
vieles ging mir genauso, manches hat sich mit der zeit geändert, abgemildert, anderes nicht.
auf die leichte schulter kanns wohl kaum eine nehmen (ich hab eine - EINE! - freundin, die kanns), bin sicher, alle hier verstehen dich gut.
viel bussi und bunte ostereier
ilse


Zuletzt geändert von suze2 am 22. Apr 2011 22:35, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: ich HATTE brustkrebs? heilung? ja? und wann?
BeitragVerfasst: 22. Apr 2011 21:45 
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Liebe Kopi,

irgendwo habe ich mal gelesen, dass durch diese Erkrankung

DIE LEICHTIGKEITS DES SEINS geraubt wurde.

Ich kann gut verstehen, dass Du Dein altes Leben zurückhaben willst.
Hätte ich auch gerne.
Auch wenn da vielleicht nicht alles so perfekt war.
Mit dieser Last müssen wir leben, irgendwie.
Ich wünsche Dir, dass Deine Ängste und Depressionen, die ich verstehen kann,
Dir doch zunehmend Platz für die schönen Dinge geben.

Liebe Grüße

Susanne ao61


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 Betreff des Beitrags: Re: ich HATTE brustkrebs? heilung? ja? und wann?
BeitragVerfasst: 23. Apr 2011 08:26 
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@hasenherz: danke für deine lieben worte! ja, ich kenne mittlerweile mindestens 3 frauen, die das echt locker sehen und überhaupt keine probleme damit zu haben scheinen. für mich genauso unverständlich, wie für sie, dass ich mich so fertig mache damit.

@susanne: ja, das beschreibt es perfekt. die leichtigkeit ist einfach weg. ich hatte eine relativ blöde kindheit und fühlte mich erst in den letzten 10 jahren so richtig pudelwohl und war glücklich, wirklich superglücklich. da ist die krankheit eine sehr bittere pille, die ich einfach nicht schlucken mag und deswegen würgt es mich unentwegt.

übrigens dachte ich nicht, dass mich jemand so uneingeschränkt verstehen kann. das tut gut! danke euch dafür!

heute steht arbeit auf dem programm, da hab ich keine zeit zum grübeln. wenn nur die vielen abende und nächte nicht wären.

liebe ostergrüße,
sonja

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 Betreff des Beitrags: Re: ich HATTE brustkrebs? heilung? ja? und wann?
BeitragVerfasst: 23. Apr 2011 09:05 

kopi hat geschrieben:
@susanne: ja, das beschreibt es perfekt. die leichtigkeit ist einfach weg. ich hatte eine relativ blöde kindheit und fühlte mich erst in den letzten 10 jahren so richtig pudelwohl und war glücklich, wirklich superglücklich. da ist die krankheit eine sehr bittere pille, die ich einfach nicht schlucken mag und deswegen würgt es mich unentwegt.


Hallo Sonja,
siehst du, bei mir ist es genau andersherum.
Die letzten 5 Jahre waren so prima, ich habe endlich einen Platz gefunden, an dem ich sein mag und führe ein Leben, das ich führen mag, ich stehe morgens freudig auf, und ich habe oft nachts im Bett gelegen und mir gedacht "Du hast vermutlich gerade die beste Zeit deines Lebens." Dafür war ich dann auf der einen Seite sehr dankbar, und jetzt kommt das Aber.
Unheimlich war mir das schon, und ich habe eigentlich immer damit gerechnet, dass diese gute Zeit bald endet - Erfahrungswert.
Deswegen war ich nicht so von den Socken, als der Knubbel in meiner Brust dann "Krebs" hieß, weil ich halt ein elender Fatalist geworden bin. Irgendsoetwas -musste- ja passieren.
Die Ärztin, die mir die Nachricht überbrachte, fand mich unheimlich ruhig, und mein Kommentar zur Sache war "Naja, ich finde halt es gibt Schlimmeres als Krebs an einem Organ, welches man nicht unbedingt zum Leben braucht."
Da musste sie mir dann auch Recht geben.
Und letzte Nacht lag ich dann mal wieder wach im Bett herum und dieser Thread spukte mir durch's Hirn, und ich musste feststellen : nach dieser Therapie und okay, ich habe diese Woche wirklich mal ne Pause "ohne alles", muss erst nächsten Mittwoch wieder in die Onko, also : ich habe jetzt zwar einen Militärhaarschnitt und nicht mehr meine Tage, aber ansonsten ist es grad wie vorher und ich führe wieder ein gutes Leben, habe halt die zweitbeste Zeit meines Lebens jetzt, aber tauschen möchte ich mit niemandem.

Das war mein Wort zum sonnigen Osterwochenende, falls meine harsche Art jemanden verletzt haben sollte, tut mir das sehr leid. Beachtet diese Blondine einfach nicht weiter, wenn sie euch nervt, okay ?


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: ich HATTE brustkrebs? heilung? ja? und wann?
BeitragVerfasst: 23. Apr 2011 12:03 

Das Leben besteht aus "guten" und "schlechten" Zeiten.

Wobei auch hier betrachtet werden kann, wie man gerade will.
Sind die schlechten wirklich schlecht, oder bringen sie nicht gerade die entscheidenden Veränderungen im Leben?

Es ist wirklich immer wieder die eigene Anschauung, die "gut" oder "schlecht" macht. Ganz individuell.
Und selbst beim Individuum immer noch wechselnd.

Seitdem es dieses Thema gibt, überlege ich, hier zu schreiben.
Meine Gedanken sind unausgegoren. Es gibt immer wieder einzelne Ansätze, wenn ich mich z.B. in den Aussagen von Euch wiederfinde.
Dabei entwickelt sich immer mehr ein klareres Bild, dass ich jetzt Mal versuche festzuhalten.

Vielleicht findet sich Jemand in meinen Aussagen wieder. Vielleicht auch nicht. Ich habe festgestellt, dass ich manchmal damit ziemlich einsam sein könnte, aber das will ich jetzt nicht mehr als schlecht bewerten.

Das Wort Heilung, heilbar, unheilbar in seiner Umkehr, beinhaltet immer das Wort HEIL.
Und weitergehend: HEILIG
Zurück zum Heil-Sein.

Ich habe immer wieder in meinem Leben Zeiten gehabt, in denen ich mich trotz Wunden oder Narben, körperlicher, wie auch psychischer Art, heil gefühlt habe.
Heil Sein bedeutet doch Ganz Sein, oder?
Und ist das nur von körperlichem Ganzsein abhängig?
Geht das nie mehr, wenn ich ein Körperteil amputiert habe? Oder wenn ich gar ohne dieses Körperteil geboren bin? Im Vergleich zu dem "normalen", "gesunden" Menschen?
Es wäre doch schade, wenn ich es so eng sehen würde, dass ich nach einer Blinddarmentfernung, mich nicht mehr heil fühlen würde.
Ich gehe da immer von meiner (begrenzten, eingrenzenden) Vorstellung aus, ab wann ich nicht mehr heil sein will.

War es in meinem Fall, die erste Probeexzision an meiner linken Brust? Oder war das schon viel früher, durch eine Platzwunde an der Stirn, meine Sterilisation oder die Entfernung der Mandeln?
Und was ist mit meinen Lebenserfahrungen, die psychische Verletzungen nach sich zogen? Die ich, aus welchen Gründen auch immer, noch nicht permanent als geheilt betrachten will? Wenn ich an meinen Sohn denke.
Was ist es, dass ich vielleicht manchmal gar nicht heil, heil(ig) sein will?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mit meinem "verlorenen Sohn" besser zurechtkam, mich wieder heiler fühlte.
Mich mit dem was geschah und ist, arrangierte, es akzeptierte.
Wobei für mich ganz persönlich das Akzeptieren auch immer etwas mit Aufgeben zu tun hat, das kriege ich noch nicht anders hin, will ich wohl noch nicht anders sehen, wehre ich mich innerlich, weil ich in meiner Enge und Regelhaftigkeit der Überzeugung bin, dass ich damit auch Bernd aufgeben würde.
Ich bin mehr oder weniger die Einzige, die noch an ihn denkt, ihn sich herbeisehnt oder auf jegliche Art und Weise wünscht, ihm nahe zu sein.

Wenn ich doch egal mit welchen Behinderungen, Einschränkungen, Krankheiten trotzdem heil sein kann (ich will glauben, dass das geht), dann ist für mich eine Wortwahl, wie "unheilbar" nicht möglich.
Ist es doch in der Lage mir zu suggerieren, dass ich selbst keinen Einfluss auf mich habe.
Und ich glaube, diese Wahl habe ich immer.
Nur manchmal, und mit solchen Worten, fällt es mir schwer, das zu erkennen und die Wahl treffen zu wollen.

So, ich denke, das waren jetzt meine Worte zu Ostern, Tod, Auferstehung und das Leben.

Herzlich,
Ute


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: ich HATTE brustkrebs? heilung? ja? und wann?
BeitragVerfasst: 27. Apr 2011 20:17 

moin ihr lieben

tja....genau heute vor einem jahr hab ich die nachricht bekommen.....dieses jahr...war mit eines der schlimmsten .....erst der tod meiner mutter....dann diese nachricht....wummmm.....n knall mitm baseballschläger war nix dagegen.....

und nu??....bin ich gesund??? nach op chemo und bestrahlung?......das hoffe ich doch.....aber...." himmel immer diese abers....."....wieso ist im mom die angst stärker...?......wieso lass ich mich von den nebenwirkungen des tamoxifen so runterziehen???....wieso nerven mich die leute , die mir unentwegt, positive gedanken schicken wollen??....andererseits...wieso nervt es mich zu lesen das man mit grading 3 schlechtere heilungschancen hat???.....


bin im mom kpl durch den wind irgendwie.........deshalb schreib ich auch nicht so oft.....

lg edith


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: ich HATTE brustkrebs? heilung? ja? und wann?
BeitragVerfasst: 28. Apr 2011 02:30 

gesund - was ist das?

manchmal einfach nur das fehlen einer definitiven diagnose bei (noch) beschwerdefreier krankeit, welcher auch immer.

chronischer bk?

ist für mich ein derzeitiges leben ohne nachweisliche metas.

aber mit allen folgeerscheinungen der erkrankung bzw. deren behandlung: osteoporose dank des hormonentzugs, knochenschmerzen bis hin zum opiatateinsatz, libido verlorengegangen spätestens mit den eierstöcken, op-narben soweit das auge reicht, psychische dramen bis hin zur wesensveränderung...

ich empfinde meine erkrankung schon als chronisch, auch ohne daß diese derzeit akut ist, weil sie mein leben dauerhaft verändert, ja in einen behandlungs- bzw. kontrollwürdigen zustand versetzt hat.

andererseits: ich habe kein aids. ich kann davon kommen.

mit all den begleiterscheinungen. vielleicht doch an altersschwäche ... naja. heute beim stand der (aparate)medizin vielleicht eher unwahrscheinlich...

trotzdem. habe auch eine frau kennengelernt, die nach 20 jahren ihren bk wieder hatte. 20 jahre! das ist so viel leben!

bk ist langsam, aber zuverlässig....


janz große freude kommt bei mir immer wieder auf, wenn durch die medien wieder irgendsone prominente zieht, die - noch mit aparter stoppelhaarfrisur - "ihren krebs besiegt hat"

heilige einfalt!


ich werde nicht geheilt werden. denn das impliziert für mich das wiedererlangen des zustandes von vorher. mandelentzündung oder auf dem level. geheilt & alles wieder gut. ist aber leider mal weg. & wie bitte kann denn auch eine verlorene brust geheilt werden?!?

der schaden ist da. mein ziel ist es, mit allen beschädigungen trotzdem noch ein leben führen zu können, in dem ich wenig eingeschränkt bin, freude habe, genießen kann & mit viel hoffnung lange von weiteren chemischen, mechanischen oder sonstigen drastischen maßnahmen verschont bleibe.


  
 
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