http://mit-brustkrebs-leben.phpbb8.de/sitemapindex.xml.gzIch bitte Euch um Eure Hilfe!! : Brustkrebs, Diagnose - Behandlung - Vor- und Nachsorge
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 Betreff des Beitrags: Ich bitte Euch um Eure Hilfe!!
BeitragVerfasst: 29. Jun 2010 10:41 
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Hallo Ihr Lieben!!

Ich habe mich jetzt lange mit dem Thema Bk beschäftigt bzw beschäftigen müssen. Dabei ist mir dann aufgefallen, daß es eine Menge Bücher Über BK gibt aus der Sicht der Betroffenen! Das ist auch sehr gut so!!!
Dabei ist mir allerdings weiter aufgefallen , daß es kaum Bücher aus der Sicht der Angehörigen gibt!! Was ich persönlich irgendwie schade finde!
Daher hab ich mich nach langem Überlegen dazu entschlossen es mal zu versuchen!

Darum brauche ich Eure Hilfe! Und natürlich die von Euren Angehörigen sofern Ihr und sie es wollen!
Ich möchte gerne von Euch wissen:
-wie habt Ihr es Euren Angehörigen gesagt?
-wie habt Ihr das Verhalten Eurer Angehörigen empfunden?
-wie konnten Eure Angehörigen Euch helfen?
-wie habt Ihr gefühlt/ empfunden?

Von Euren Angehörigen mmöchte ich gern wissen:
-wie sind sie mit der Diagnose umgegangen?
-wie haben sie gefühlt / empfunden während der Behandlungszeit?
-wie ging es den Angehörigen in der Zeit?
-wie gehen sie jetzt damit um?

Allgemein möchte ich wissen:
- gab es eine Zeit der Dankbarkeit (betr. Ärzte, Schwestern. Praxen)


So das sollte es erstmal gewesen sein! Ich fände es super wenn ihr mi helfen könntet / würdet!
Ich werde auch ganz bestimmt keine Namen nennen! Es bleibt alles total anonym!

Mit Regina habe ich das ganze hier abgesprochen, und sie hat es genehmigt!
Hoffe das es in diesem Thema richtig ist!! Dachte mir das ich hier die meisten erreichen kann!!

Wenn Ihr / Eure Angehörigen mir helfen möchtet, schicke ich Euch gern meine e-mail adresse per pn!!

Ich danke Euch jetzt aber schon mal ganz herzlich!! ao81

LG Vera

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 Betreff des Beitrags: Re: Ich bitte Euch um Eure Hilfe!!
BeitragVerfasst: 30. Jun 2010 16:23 

Hallo Vera,

deine Idee finde ich wirklich gut!! Dann fange ich mal an, obwohl ich dir nicht alle deine Punkte beantworten kann.
-wie habt Ihr es Euren Angehörigen gesagt?
Ich habe es nur meinem Mann erzählt und das ist mir schon verdammt schwer gefallen. Am liebsten hätte ich es erstmal verschwiegen. Hätte die Behandlung hinter mich gebracht und dann geschaut, wie geht es weiter. Aber das funktioniert ja leider nicht. Meinen Kindern habe ich nur mitgeteilt, dass ich an der Brust operiert werde, aber nichts von bösartig erwähnt. Zusätzlich wurde mein Mann verdonnert, es keinem zu sagen.

-wie habt Ihr das Verhalten Eurer Angehörigen empfunden?
Ich habe die Angst in den Augen gesehen und das war vielleicht das Schlimmste für mich!

-wie konnten Eure Angehörigen Euch helfen?
Indem sie mich weiterhin ganz normal behandelt haben. Natürlich mehr als sonst unterstützt, aber nicht ständig diese Fragen zu meinem Befinden. Ich musste da selbst durch. Bin da auch eher ein Einzelkämpfer!

-wie habt Ihr gefühlt/ empfunden?
Vollkommen ruhig! Obwohl ich eher ein Schisser bin. Aber ich habe alles allein geregelt. Allein ins Krankenhaus zur OP und zu allen anderen Untersuchungen. Keine Besuche während des stationären Aufenthaltes. Lediglich mein Mann war für 10 Minuten am Tag nach der OP da. Ich glaube, ich hatte genug mit mir selbst zu tun und konnte mich nicht auch noch um meine Familie kümmern. Ich habe mich für meine Krankheit allein verantwortlich gefühlt und wollte niemanden damit belästigen. Unseren Freunden habe ich es erst nach der OP mitgeteilt. Sie sind natürlich aus allen Wolken gefallen. Vielleicht hätte ich es nicht so krass ausdrücken sollen. "Wo warst du letzte Woche? Ich war letzte Woche im Krankenhaus, ich habe Krebs und mir wurde die rechte Brust abgenommen!!" Und da war sie wieder, die Angst in den Augen! Und das hätte ich nicht ertragen. Für mich war es also die richtige Entscheidung!

So weiter kann ich dir leider noch nichts mitteilen, da ich die Gefühle meiner Familie nie abgefragt habe. Das werde ich jetzt aber bestimmt nachholen und mich wieder melden.

Liebe Grüße aus Bremen
Viola


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Ich bitte Euch um Eure Hilfe!!
BeitragVerfasst: 30. Jun 2010 19:50 
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Liebe Viola!
Ich danke Dir ganz herzlich!

Vielleicht mag Dein Mann mir ja auch schreiben wie es ihm dabei ging etc......


Lg Vera

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 Betreff des Beitrags: Re: Ich bitte Euch um Eure Hilfe!!
BeitragVerfasst: 3. Jul 2010 14:53 
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-wie habt Ihr es Euren Angehörigen gesagt?
Mein Mann war bei mir als mir der Befund mitgeteilt wurde, ich muss ehrlich gestehen für mich blieb die Erde stehen und ich fiel ins Bodenlose. Meine Eltern leben in Spanien also habe ich angerufen, dabei habe ich mir gerade eine Zigarette angemacht und meine Mutter ist total ausgerastet, weil ich weiter rauche. Ich habe aufgelegt.

-wie habt Ihr das Verhalten Eurer Angehörigen empfunden?
Ja, sehr besorgt und sie haben natürlich schreckliche Angst um mich. Meine Mutter hat nicht verstanden warum ich während der gesamten Strahlentherapie ich arbeiten gegangen bin. Ich im nachhinein auch nicht.

-wie konnten Eure Angehörigen Euch helfen?
Nachdem alles vorbei war, OP, Strahlen, Urlaub, Reha, bin ich zu meinen Eltern nach Spanien geflogen und habe mich sehr aufgehoben gefühlt.

-wie habt Ihr gefühlt/ empfunden?
Tja eine Weile lief ich sehr neben mir. Es kommt leise das erste Jahr auf mich zu und ich fange an mich mit der Situation abzufinden. Nicht aufzugegen sondern dagegen anzugehen, innerlich. Ich will stärker sein als die Krankheit, ich vermeide möglichst Stress. Und möchte viele schöne Dinge tun.


-wie sind sie mit der Diagnose umgegangen?
Ich antworte für meinen Mann: Seine Mutter ist 2004 an Lungenkrebs gestorben, 5 Jahre später meine Diagnose. Er hat nach dem ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde, einen Knoten links unterhalb der Rippen ertastet. Ich habe gedacht, wenn er auch Krebs hat bringe ich mich um! Also sofort zum Arzt die Lage erklärt 30 min. später wurde geröngt und Ultraschall gemacht und es war Gott sei Dank "nur" eine kleine Fettgeschwulst, die irgend wann mal entfernt werden kann. Also viel Panik, Angst, Wut, Verzweiflung, Trauer etc. Seine Lungen sind ok, er raucht nicht und ernährt sich auch gut.

-wie haben sie gefühlt / empfunden während der Behandlungszeit?
Nach der OP wurden viele Test durchgeführt. 2 Tage nach der OP, ich hatte noch die Lymphdrenaige in der Brust musste ich zum CT. Mein Mann hat mich begleitet. Ich musste über 1 Stunde flach liegen und hatte sehr starke schmerzen. Als man mir sagte das ich nochmals auf die Toilette muss weil die Blase voll gelaufen sei und noch ein Bild davon gemacht werden muss, bin ich Weinend an meinen Mann vorbei richtung Toilette. Der Artzt kam raus und hat ihn gefragt warum ich weine. Mein Mann hat ihm gesagt weil sie schmerzen hat! Dann wurde mir eine Matte auf diesem dünnen Gestell gelegt. Er hat mich jeden Tag 2x am Tag besucht und blieb mehrere Stunden. Morgens hat er mir frisch gepressten OSaft mitgebracht, Mandeln aus Spanien und ein Schokomarzipan Croissant.
Er hat auch nach der OP 1 Woche Urlaub genommen und war ständig um mich herum. Mein Mann hat ausser mir nur noch 1 Cousain. Wir sind sehr eng miteinander und können uns ein Leben ohne den Anderen nicht gut vorstellen...

-wie ging es den Angehörigen in der Zeit?
Er ist sehr ruhig und gefasst, ist ständig an meiner Seite auch bei den Nachsorge Untersuchungen. Er leidet still vor sich hin, freut sich aber wenn es mir gut geht und ich neuen Lebensmut gewinne.

-wie gehen sie jetzt damit um?
siehe oben.

LG Aramis

Allgemein möchte ich wissen:
- gab es eine Zeit der Dankbarkeit (betr. Ärzte, Schwestern. Praxen)

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Für mich, soll's rote Rosen regnen,
mir sollten sämtliche Wunder begegnen.
Der Krebs sollte sich umgestalten,
und seine Metas für sich behalten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ich bitte Euch um Eure Hilfe!!
BeitragVerfasst: 3. Jul 2010 23:06 
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Liebe Aramis!
Ich danke auch DIr von ganzem Herzen!! Finde es toll das Du mir das so frei erzählt hast!

Auch Deinem Mann ein Danke schön dafür das Du das so schreiben durftest!!

Lg vera

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