http://mit-brustkrebs-leben.phpbb8.de/sitemapindex.xml.gzGeheilt nach 5 Jahren : Brustkrebs, Diagnose - Behandlung - Vor- und Nachsorge
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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Geheilt nach 5 Jahren
BeitragVerfasst: 10. Mär 2013 11:14 
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Ich habe jetzt öfter gelesen das man nach 5 Jahren ohne Rückfall oder Metastasen als geheilt gilt - warum diese 5-Jahres-Regel? Woher kommt die? Und was bedeutet das für mich praktisch, sage ich jetzt die nächsten fünf Jahre lang das ich Brustkrebs habe? Und danach ein Cut und ich habe keinen mehr? Mir ist das zu hoch.

Und wenn ein Rückfall oder eine Metastase nach den 5 Jahren kommt, ist man dann neu erkrankt? Macht ja auch keinen Sinn, oder?

Im Brustzentrum beim Therapiegespräch vor der Chemo meinte die Ärztin, ich wäre nach den Therapien (Chemo und Bestrahlung) geheilt. Auch das kommt mir seltsam vor so zu sagen aber vielleicht war es als Aufmunterung gemeint oder sie war selber einfach hilflos und wusste nicht was sie sonst sagen soll...

Ich bin gerade ziemlich deprimiert was meine Zukunft angeht, ob ich überhaupt noch eine habe und mich nochmal am Leben wieder erfreuen kann, sorglos sein - oder ob ich mich einfach in mein Schicksal ergebe, auf die Metas warte und im Selbstmitleid versinke. Darum kaue ich wohl grad an diesen 5 Jahren dran herum [smilie=cry.gif]


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 Betreff des Beitrags: Re: Geheilt nach 5 Jahren
BeitragVerfasst: 10. Mär 2013 12:14 
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Hallo Flora,

natürlich hast du eine Zukunft und wenn die Ärztin sagt, du wärst jetzt geheilt, finde ich es zwar auch sehr gewagt, aber sie würde es sicher nicht sagen, wenn deine Prognose nicht gut ist, beispielsweise aufgrund einer günstigen Histologie.

Dennoch hast du recht; geheilt kann man nie sagen, aber irgendwann wird die Wahrscheinlichkeit, an BK wiederzuerkranken, immer geringer. Ausnahmen gibt es, wie bei mir. Bei mir wurde nach 6 Jahren eine Metastasierung festgestellt. Aber wie gesagt, allgemein kann man optimistisch in die Zukunft schauen, je mehr Zeit vergeht. 5 Jahre halte ich allerdings zu kurz gegriffen.

Karin

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 Betreff des Beitrags: Re: Geheilt nach 5 Jahren
BeitragVerfasst: 10. Mär 2013 12:45 
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Hallo Flora,

bei BK gilt man mittlerweile erst nach 10 Jahren als geheilt, weil es oft erst später zu Rezitiven kommt. Sagt mein Onkologe. Weil ich eben auch die 5 Jahres Regel kannte.

Auf AHB (Onkologie, 80% der Frauen hatten BK) hatten wir ein Seminar, der Onkologe hielt eine Rede. Ich meldete mich zu Wort:"Wenn wir nach 5 Jahren dann geheilt sind, wie ist das dann, blabla...."
Er zuckte merklich zusammen:"Das Wort Heilung bei Krebs möchte er generell nicht in den Mund nehmen."
Na, danke xx12
Ich überlege auch schon immer, was ich eigentlich sagen soll. "Ich hatte Krebs" oder "Ich habe Krebs"

Aber ganz ehrlich, Flora? Wahrscheinlich ist es besser, nicht zuviel darüber nachzudenken. Wir können vieles nicht ändern. Das was wir ändern können, darüber denken wir nach. Das was wir nicht ändern können soll uns mal gepflegt den Buckel runterrutschen, basta!
Wir leben heute. Über das morgen denken wir morgen nach. Ändert es was, wenn wir uns aufregen oder uns selbst fertig machen? Mir hilft es nicht xsmiled050x

Aber ich, besser gesagt wir alle (!) kennen natürlich die Zweifel und Ängste. Und wie wir sie kennen!!!!
Aber weil es nichts hilft, geh ich jetzt raus an die Sonne (noch ist sie da!), meine Zweifel können mich mal kreuzweise x039x
Zweifel abbestellen wie Spam, das wärs doch.

LG Paula


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 Betreff des Beitrags: Re: Geheilt nach 5 Jahren
BeitragVerfasst: 10. Mär 2013 12:48 
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Hallo liebe Karin, meine Histologie ist eigentlich nicht gut, habe einen metaplastischen BK, es waren auch Lymphknoten befallen und triple negativ bin ich auch. Daran kann es nicht gelegen haben mit ihrer Aussage.

Darf ich fragen was für Metas du hast? Und wie du behandelt wirst? Ich habe so eine Sch***angst vor Metas, mehr als vor dem Krebs in meiner Brust der ja entfernt wurde und damit weg ist.

Also eigentlich ist dieser Wert 5 Jahre doch gar nichts wert für unsere Leben. Nur, warum gibt es íhn? Reine Statistikspielerei - oder hat es etwas mit Krankenkassenabrechnungen wegen Nachsorge zu tun...


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 Betreff des Beitrags: Re: Geheilt nach 5 Jahren
BeitragVerfasst: 10. Mär 2013 12:55 
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Ups, Paula - du hast dich reingemogelt als ich schrieb, hab deinen Beitrag erst nachträglich gesehen...

Also gibt es doch keine Heilung und die 10 Jahre hören sich halt einfach nach "Wahrscheinlichkeit verringern" an, aber nachkommen kann ja auch dann noch was *seufz*

Nachdenken abstellen geht bei mir nicht, das ist einfach mein Wesenszug und ich kann mich leider nicht ändern. Auch wenn ich dran kaputtgehe. Im Heute leben ist natürlich gut aber das geht so viel leichter wenn man keine dunkle Krebswolke über sich schweben hat. Natürlich weiß ich nicht an was oder wann ich sterbe, auch mit BK kann ich morgen vom Bus überfahren werden. Aber ich gebe es zu, ich sehne mich nach einer Zukunft über die ich nicht nachdenke einfach weil ich mir keine Sorgen machen muss da ich nichts weiß - kann das schwer beschreiben. Solange ich blauäugig vor mich hin lebe habe ich keine Angst, aber die Zeit ist vorbei durch die Diagnose.


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 Betreff des Beitrags: Re: Geheilt nach 5 Jahren
BeitragVerfasst: 10. Mär 2013 13:03 

Liebe Flora,

das, was Du jetzt zuletzt gedacht hast, kann es meiner Meinung nach sein.

Reine Statistik.
Es scheint der Versuch zu sein, eine zeitliche "Schallgrenze" zu schaffen, für "Ordnung" und "Zuweisung" zu sorgen.

Soweit ich es weiß, gilt ein "Rezidiv" nach 5 Jahren wieder als Neuerkrankung.

Zahlenspielerei gibt nicht die eigene Verfassung wieder.
Dahinter kann ich mich verstecken oder mich verbittert zeigen, oder was auch immer.

Fakt ist, dass Du Dich gerade sehr besorgt und auch ohnmächtig fühlst. Versuche mit anderen Möglichkeiten, als mit diesem "Rechenbeispiel" Deinen Weg zu finden.
Deinen ganz individuellen Weg.
Da ich jetzt gerade diese ominösen 5 Jahre hinter mir habe, wird mir, wenn ich es will!, eher mulmiger, denn leichter - eben je nach dem, wie ich drauf bin.

Darum, liebe Flora, nimm Dich mit Dir selbst ernst, versuche Wege zu finden, für Dich zu sorgen, bzw. ein solches Loch auch "einfach" bald überstanden zu fühlen.

Maximal als Sorge wirst Du diese "Zahlenspielerei" einsetzen können, wenn Du Dir diesen Zeitrahmen als vorteilhaft EINREDEN kannst.
Ansonsten - lass es - es bietet nicht die Sicherheit, die Du in Deiner jetzigen Verfassung versuchst, darin zu finden.

Alles Liebe und Gute dir/uns.

Herzliche Grüße
Ute


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Geheilt nach 5 Jahren
BeitragVerfasst: 10. Mär 2013 13:21 
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Hallo ihr Lieben,

für mich ist der 5-Jahres Zeitraum der, nach dem ich meinen Schwerbehinderten Ausweis abgeben muss, sofern ich keine Metastasen oder Tumore entwickelt habe und die umfassenden Nachsorgeuntersuchungen nicht mehr stattfinden.
Von da an muss ich für mich selber sorgen, was ich aber jetzt schon mache, weil ich zu oft festgestellt habe, dass Ärzte die Übersicht verlieren.
Ich plane selber vor und nach den 5 Jahren und hoffe, das wenigstens ich die Übersicht behalte, denn ich glaube nicht daran, dass man jemals vom Krebs geheilt wird. Krebsfrei sein, dass kann man allerdings, das ganze restliche Leben und das ist es was wir uns alle wünschen sollten.
Erstmal aber wünsche ich allen einen schönen Sonntag Rotraut

Bild Das wäre bei uns heute problemlos möglich ;))

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 Betreff des Beitrags: Re: Geheilt nach 5 Jahren
BeitragVerfasst: 10. Mär 2013 14:09 
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Also ich hab letztens erst gelesen, dass man nach 5 Jahren als geheilt gilt, wenn man bis dahin keinen Rückfall erlitt und die Gefahr, noch einmal an Krebs zu erkranken, nach 5 Jahren sinken soll..

BILD dir deine Meinung ;)

Für mich alles Schwachsinn. Ich glaube, niemand kann sagen, ob und wann man geheilt ist. Nur unser Körper weiß das und der wird es uns nicht verraten.

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Stark sein bedeutet nicht, nie zu fallen. Stark sein bedeutet, wieder aufzustehen.

http://www.maedchenhaftes.wordpress.com


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 Betreff des Beitrags: Re: Geheilt nach 5 Jahren
BeitragVerfasst: 10. Mär 2013 16:33 
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Liebe Ute, ja ich versuche meinen Weg aus der Ohnmacht zu finden, nicht mit Zahlen und Statistiken, an die glaube ich eigentlich sonst auch nicht. Im Moment habe ich die beiden Dinge - meine Angst und die Statistiken - grad unglücklich verquickt, das ist mir aber bewußt und ich bekomme das auch wieder geregelt. Danke, das ich mir aber hier ausheulen darf.

Rotraut, krebsfrei sein und bleiben oder wieder werden, das wünsche ich uns allen auch aus tiefstem Herzen. Schneemann bauen kann man hier heute zum Glück nicht, die Sonne bruzelt auf meinen Balkon und wenn sie sich verzieht dreh ich meine Runden zum aufwärmen...

Yvonne, leider leider verrät unser Körper uns das nicht, wäre ja auch zu schön und zu einfach.


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 Betreff des Beitrags: Re: Geheilt nach 5 Jahren
BeitragVerfasst: 10. Mär 2013 19:08 
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Hallo Flora,

bei dieser Frage fällt mir eine Aussage von meinen Onko-Arzt ein:

Ja hat wieder jemand eine Idee gehabt und hat sich für die 5 entschieden,
nicht 3 und nicht 4 Jahre.

sorry, wegen meinen Sarkasmus

auch sagt er zu mir: Sie stehen in keiner Empfehlungstabelle:
mit meinen schlaganfällen, dadurch die Kontraindikation für Tamoxifen usw.
jeder Mensch ist einzigartig

wir müssen den Nutzen und die Risiken gegenüber stellen und dann entscheiden

und ich nehme seine Haltung an: die Angst ist schon manchmal da, aber wir können uns nicht in ein schema pressen lassen, wir müssen es auf uns zu kommen lassen
- wir haben die Wahl -
uns verrückt zu machen - oder das beste für unser weiteres Leben zu hoffen

aber diese erkenntnis muss reifen und ist meine ganz individuelle

lg ute ao81

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Beurteile nie einen Menschen nach seiner Fröhlichkeit. Ich habe auch gelacht, um nicht weinen zu müssen.


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