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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Geheilt nach 5 Jahren
BeitragVerfasst: 10. Mär 2013 19:22 
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Recht hat unsere Rotraut .......... hab vom Versorgungsamt 20 % anerkannt bekommen, weil ich 1986/87 schon mal gutartige Knoten hatte. Und die 20 % meinte dann der "herr vom amt" gelten 5 Jahre weil die die Bewährungsheilfrist wäre und die üblichen 50 % stehen mir nicht zu weil die Brustdrüse ja schon Vorerkrankungen aufweisen würde!!!

Wer soll sich wie bewähren ???

Macht mich grad depri; bin eh ängstlich wegen nächster Woche!

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Liebe Grüße Jutta
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Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben. Freiherr von Humboldt


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 Betreff des Beitrags: Re: Geheilt nach 5 Jahren
BeitragVerfasst: 10. Mär 2013 22:15 
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Liebe Flora,
mir wurde von "meinem" Onkologen erklärt, dass Krebs eine chronische Krankheit sei und ein Rezidiv oder eine Metastase jederzeit auftreten kann. Natürlich wird das Risiko mit den Jahren geringer.
Bitte versuche aber trotzdem positiv zu denken und nicht das Schlimmste zu befürchten.
Ganz liebe Grüße
Monika aus Wien


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 Betreff des Beitrags: Re: Geheilt nach 5 Jahren
BeitragVerfasst: 10. Mär 2013 22:46 
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Ihr Lieben alle -

es wäre wirklich schön, wenn wir uns nach fünf Jahren in Sicherheit wiegen und den ganzen Krebs vergessen könnten... Aber das Leben nimmt keine Rücksicht auf statistische Werte - und eine Krankheit wie Krebs schon gar nicht!

Nach all den kräftezehrenden Therapien bleiben viele von uns krebsfrei; bei manchen treten Rezidive, Metastasen oder Neuerkrankungen auf. Keine von uns weiss, was sie erwartet - nicht nach fünf Jahren, und auch nicht nach zehn...

Wir haben die Möglichkeit, uns zu entscheiden: Wollen wir im Hier und Jetzt leben, die erfreulichen Dinge geniessen und uns freuen über alles Gute und Schöne, das uns begegnet? Oder lassen wir zu, dass wir uns das Leben vergällen und wir uns verrückt machen, weil es keine Gewissheit mehr gibt und wir unserem Körper nicht mehr vertrauen (können)?

Wenn wir es nüchtern betrachten, gab es die Gewissheit, die wir so vermissen, doch auch vor unserer Erkrankung nicht! Das Leben war schon immer unberechenbar und voller Unwägbarkeiten ... so wird es auch immer sein.

Liebe Flora, es ist gut, dass du diese Frage hier wieder einmal aufgeworfen hast! Auch wenn wir uns unsicher fühlen und zeitliche Angaben wie "Heilung nach fünf (oder zehn) Jahren" für unser individuelles Leben gar nichts bedeuten: Wir sind am Leben, wir sind hier - und wir machen das Beste daraus! Einverstanden?

Herzliche Grüsse,

Katarina

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Herzliche Grüsse von Katarina

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 Betreff des Beitrags: Re: Geheilt nach 5 Jahren
BeitragVerfasst: 11. Mär 2013 10:08 
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Wir sind am Leben, wir sind hier - und wir machen das Beste daraus! Einverstanden? JAWOLL!!! Rotraut

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 Betreff des Beitrags: Re: Geheilt nach 5 Jahren
BeitragVerfasst: 11. Mär 2013 12:35 
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Hallo zusammen,

ich meine, dass diese Zahl "5" alleine wegen des Grades der Behinderung (Schwerbeschädigtenausweis) eine Rolle spielt und es etwas mit körperlichen Beeinträchtigungen zu tun hat. Man nimmt an, dass nach 5 Jahren ohne Rückfall keine wesentliche Behinderungen mehr vorliegen. "Brust für immer ab und wächst nicht nach" oder "schlapp" haben sicher keine Bedeutung. Und wenn ich ehrlich bin, ich habe schwer beeinträchtigte Freundinnen, die Schmerzen haben und nicht richtig gehen und stehen können oder schwer zuckerkrank sind, die bekommen teilweise mal gerade einen GdB von 50 oder 60.

Wer von uns nach 5 Jahren einen Rückfall bekommt, kann selbstverständlich wieder einen Ausweis neu beantragen. Und wer durch schlimme Therapien mit erheblichen Nachwirkungen gegangen ist, wird vielleicht nach 5 Jahren nur soweit heruntergestuft, dass ihm der GdB von 50 wenigstens erhalten bleibt.

Die 5 Jahre haben wohl nichts mit einer Rückfallquote zu tun - obwohl diese immer mehr sinkt, je weiter man von seiner Diagnose entfernt ist. Das ist doch schon mal ein beruhigendes Gefühl, wenn auch keine Garantie.

Karin

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 Betreff des Beitrags: Re: Geheilt nach 5 Jahren
BeitragVerfasst: 11. Mär 2013 14:30 
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Hallo ihr Lieben
Mir geht es gerade auch so wie Flora. Ich habe mir eure Antworten durchgelesen und hoffe das ich was daraus lerne. Lebe heute.
LG Karin

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 Betreff des Beitrags: Re: Geheilt nach 5 Jahren
BeitragVerfasst: 11. Mär 2013 18:36 
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Danke, für die sehr sinnvollen Worte, Aniratak
Ich versuche so zu leben.
LG Monika


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 Betreff des Beitrags: Re: Geheilt nach 5 Jahren
BeitragVerfasst: 15. Mär 2013 09:13 
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Hallo,

Ich bin nur selten hier, weil der Krebs bei mir schon etwas her ist und ich jetzt lebe und versuche, dem Krebs oder den Gedanken daran in meinem Leben keinen Platz mehr zu geben (klappt aber nicht immer).

Meine Gedanken zu dem Thema:

geheilt oder nicht? Krebsfrei oder nicht? Tumorfrei oder nicht? Wer kann das sagen? Auch kein scheinbar gesunder Mensch weiss das mit Bestimmtheit. Ich denke, jeder Patient/ehemalige Patient muss fuer sich selber entscheiden, wie er sich sieht, ob als geheilt oder nur in Remission.

Ich fuer meinen Teil denke darueber gar nicht nach. Wenn das Gespraech darauf kommt, sage ich, dass ich Krebs hatte, ebenso wie ich sage, dass ich Magersucht hatte. Fuer mich waere die Aussage "ich habe Krebs" irgendwie frustrierend, denn dann wuerde ich mir vorkommen, als warte ich darauf, dass er zurückkommt. Nein danke!

Kurz zu meiner Geschichte (die hoffentlich einigen der neu diagnostizierten Frauen Mut macht!):
Waehrend des Stillens meines Sohnes (er war damals 9 Monate) habe ich den Knoten ertastet. Danach das Übliche, also komplettes Staging mit allem, mit allen bildgebenden Verfahren, die die Medizin zu bieten hat, gefolgt von Chemo, 2x OPs und Bestrahlung, Herceptin, Tamoxifen und Bisphosphonaten (2 3/4 Jahre).
Mein kleiner Sohn ist heute 6 1/2 Jahre und geht zur Schule. Und ich lebe immer noch, hatte gerade Mammographie und es war alles okay.

Sollte ich wieder Krebs bekommen (Gott bewahre!), wird es mir wahrscheinlich wurscht sein, ob es ein Rezidiv ist oder ein neuer Krebs. Ich werde wieder kaempfen müssen und werde es auch wieder tun. Aber bis dahin werde ich dem Krebs oder auch den Gedanken daran nur ein Minimum an Gedanken widmen und mich darauf konzentrieren, mein damals (vor ueber 5 Jahren) wiedergewonnenes Leben zu geniessen, meinen Kindern eine gute Mutter zu sein usw. Sie haben alle genug gelitten waehrend der ganzen Krebsgeschichte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Geheilt nach 5 Jahren
BeitragVerfasst: 15. Mär 2013 18:10 
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hallo karina,

vielen dank für deinen beitrag - der mir viel mut macht

nun ist es bei mir so - es ist einfach noch so aktuell das ganze -

vielleicht und ich hoffe es, wenn die zeit vergeht, bekommt man den nötigen abstand dazu
so wie bei dir und ich möchte jetzt auch nicht mehr sagen "ich habe krebs" und bin jetzt in nachsorge sondern
ich hatte 2012 krebs und gehe jetzt regelmäßig zur vorsorge (lt. meinen Arzt)

ich wünsch dir weiterhin alles liebe

lg ute ao81

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Beurteile nie einen Menschen nach seiner Fröhlichkeit. Ich habe auch gelacht, um nicht weinen zu müssen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Geheilt nach 5 Jahren
BeitragVerfasst: 18. Mär 2013 09:20 
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Ich empfinde den Beitrag von Karina sehr wichtig und auch mutmachend.

Es ist wichtig, von Frauen zu hören, die ihre "Krebsgeschichte" schon ein paar Jahre "hinter sich haben", denn ihre Sichtweise auf das Geschehen unterscheidet sich oft von der, einer gerade frisch betroffenen Frau. Die frisch betroffene Frau steckt noch mittendrin im Krebs und seinen Auswirkungen. Die Frau, die es "überstanden" hat, und das seit Jahren, steckt wieder mitten im Leben. Und so sollte es auch sein. Sie hat Distanz gewonnen zur Chemo, zur Bestrahlung, zur Todesangst. Das ist ein gesunder Prozeß. Solche Beiträge sind wichtig für uns und darum freue ich mich, wenn uns Frauen auch über die aktuelle Erkrankung hinaus immer wieder mal einen Einblick in ihr Leben schenken.

Der Beitrag von Karina zeigt, es gibt auch ein Leben "danach" und auch ein gutes Leben danach. Zu sagen und noch wichtiger zu denken "ich hatte Krebs" ist sicher ein guter Anfang. Aber das bezieht sich natürlich nur auf Verläufe im Frühstadium. Eine Frau mit Metastasen hat wieder eine ganz andere Geschichte und auch ganz andere Ängste.

Es ist doch ein großer Unterschied ob man Angst vor Metastasen hat oder wirklich welche hat. Dann ist man niemals fertig mit dem Krebs.

Alles Liebe von Bille

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Liebe Grüße von Bille


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Warte niemals bis Du Zeit hast!

(Aus Afrika, Sprichwort der Thsi)


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