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 Betreff des Beitrags: Re: Entscheidungen treffen
BeitragVerfasst: 6. Nov 2012 23:44 
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Ich finde deine Entscheidung sehr mutig! Mir wäre vor 4 Jahren während meiner ersten Erkrankung nich in den Sinn gekommen,eine vorgeschlagene Therapie abzulehnen,hatte ich doch viel zu große Angst,dass etwas übrigbleibt von dem Mistvieh. Dass bei solchen Therapien nie alle Krebszellen gefunden und abgetötet werden ist ja bekannt.
Nachdem ich zum ersten Mal meine Krankheit überstanden hatte,war ich ähnlich euphorisch wie du.Auch ich hatte mich belesen über die Krankheit,und ich wollte vieles anders machen als früher.De Alltag schlich sich allerdings schnell wieder ein,und bald war alles so wie früher...
Es gibt wahnsinnig viele Bücher über Krebs,und noch mehr über alternative Therapien bei Krebs.Aber man darf nicht vergessen,dass auch dort viele Halbwahrheiten abgedruckt werden,nur um die Patienten zu einer alternativen Therapie zu bewegen.Auch auf diesem Sektor ist Geld ein entscheidender Motor.
Für mich gibt es bei Krebs nicht DIE Therapie,aber es ist für mich eine schlimme Krankheit,die meiner Meinung nach nicht alternativ zu bekämpfen ist.Wenn du nun die Strahlentherapie nicht in Anspruch nehmen willst, drücke ich dir fest die Daumen,dass in Zukunft alles gut geht und du deine Entscheidung nie bereuen wirst.
LG Christina

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 Betreff des Beitrags: Re: Entscheidungen treffen
BeitragVerfasst: 7. Nov 2012 00:03 
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Ihr Lieben,

mir hatte der Strahlen-Doc sogar ausdrücklich gesagt, dass durch die Bestrahlungen ein neuer Krebs entstehen kann, entweder an der gleichen Stelle oder ganz woanders. Ich musste unterschreiben, dass man mir das erklärt hat und dass ich es verstanden habe... Verstanden hatte ich natürlich nur wenig, aber ich wollte unbedingt diese Krebszellen loswerden, also unterschrieb ich.

Hm! Nun ja, ändern kann ich eh nichts mehr, aber ich bin mir unterdessen nicht mehr sicher, ob ich die ganzen Therapien nochmals so machen würde. Mindestens würde ich heute ganz andere Fragen stellen; aber nach der Diagnose, der OP und den Chemos war ich wie benebelt. Und irgendwie leuchtete mir auch alles ein, was die Ärzte sagten.

Mein Tumor war ja triple-negativ, also waren die Behandlungen vermutlich schon adäquat. Aber wie andere schon schrieben: 100% sicher kann man nie sein! Und wenn wir es nüchtern betrachten, könnten wir auch nie wirklich sicher sein, wenn der Krebs uns verschont hätte und wir gesund geblieben wären. Es ist nun mal eine Tatsache: Das Leben endet immer mit dem Tod ... jedes Leben!

Also nehmen wir das Geschenk, das mit dieser Krankheit verbunden zu sein scheint; seien wir dankbar für unser "neues" Leben! Ich nehme ganz viele Dinge bewusster wahr als "vorher". Ich kann mich über die kleinen, alltäglichen Dinge freuen. Ich kann besser unterscheiden zwischen wichtigen und unwichtigen Dingen. Ich bin gelassener geworden. Zwar wünsche ich mir manchmal mein "altes Leben" zurück, aber wenn ich es mir recht überlege: Nein, ich möchte diese Erfahrung nicht missen! Auch wenn es wirklich kein Zuckerschlecken war...

Ich grüsse euch alle ganz herzlich,

Katarina

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Herzliche Grüsse von Katarina

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 Betreff des Beitrags: Re: Entscheidungen treffen
BeitragVerfasst: 7. Nov 2012 07:36 
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Katarina,

ja genau so empfinde ich auch,
danke für deine Worte.

Liza

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Lg Liza

Du musst Dein
Ändern leben!
(Rainer Maria Rilke)


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 Betreff des Beitrags: Re: Entscheidungen treffen
BeitragVerfasst: 7. Nov 2012 18:55 
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Hallo Ute.

Ich bin mir sicher, du weißt genau, warum du wie handelst und ich finde es toll, daß du hier deine Meinung so vehemment vertrittst. Ich bin mir auch sicher, einige werden hier mit offenem Mund und kopfschüttelnd sitzen.

Ich gehöre nicht dazu, denn mit immer mehr Abstand zur Diagnose, zu meiner kompletten Therapie sehe ich noch mehr anders. Aber ich habe mich aber damals für diesen Weg entschieden, heute würde ich es anders machen.

Ich bin eh der Meinung, wir sollten mehr auf unser Bauchgefühl hören. Sicherheit gibt es nie im Leben.

Ich wünsche dir alles Gute!

LG Claudia

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"Geh du voran", sagte die Seele zum Körper, "denn auf mich hört 'sie' ja nicht".
"In Ordnung", sagte der Körper, "ich werde krank werden, dann hat 'sie' Zeit für dich".


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 Betreff des Beitrags: Re: Entscheidungen treffen
BeitragVerfasst: 7. Nov 2012 20:18 
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Liebe Ute,

toll, daß Du weißt, was Du willst und Dich nicht beirren läßt. Ich hoffe für Dich, daß die Krankheit Dir nie wieder die Stirn bietet.
Bei mir ist es ja nun ganz anders. Ich brauche das Gift und die Strahlen, um noch ein bischen auf dieser Welt zu bleiben. Trotzdem denke ich immerzu, es muß doch noch was Anderes geben, denn das Gift der Chemo macht den Körper kaputt, gerade diese Dauerchemo. Was ist schlimmer? Das Gift oder die Metas. Nun geht es mir ja noch ganz gut, also schreie ich nach dem Gift. Auch mein Bauchgefühl ist für das Gift.
Ich wurde ja von Anfang an palliativ therapiert. Bei einer adjuvanten Therapie hätte ich ganz sicher alles machen lassen, was die Ärzte angeordnet hätten.
Jeder muß mit dieser Krankheit umgehen, wie er am besten kann. Du wirst es richtig machen, weil Du davon überzeugt bist.

LG Manuela

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Jahre soll man nicht zählen, sondern erleben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Entscheidungen treffen
BeitragVerfasst: 9. Nov 2012 01:32 
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Liebe Manuela,

lieben Dank für deine Worte.

Ich wünsch dir ganz viel Kraft, es ist alles nicht leicht mit dieser blöden krankheit,
richtig oder falsch, das kann einen auch verrückt machen, ich fühle mich momentan
einfach gut mit der Entscheidung und kann seit Monaten wieder positiv in die Zukunft blicken,
das tut einfach gut, was kommen wird, weiß keiner.

Es grüßt dich herzlich Ute ao81

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Beurteile nie einen Menschen nach seiner Fröhlichkeit. Ich habe auch gelacht, um nicht weinen zu müssen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Entscheidungen treffen
BeitragVerfasst: 9. Nov 2012 09:13 
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Liebe Ute,

wäre ich an Deiner Stelle hätte ich die Therapie mit Tamoxifen auch nicht gemacht. Mein Tumor war bei der Biobsie 100% Hormonpositiv und ist es auch geblieben.

Deine Entscheidung gegen die Bestrahlungen kann ich nicht nachvollziehen, denn diese verbessern die Prognose hinsichtlich eines Rezidivs in der Brust auf das gleiche Niveau wie eine Amputation (ich glaube den Studien die gemacht wurden). Du solltest deshalb die Kontrolle der Brüste sehr ernst nehmen, den die Chance eines Rezidivs ist massiv höher ohne Bestrahlung.

Liebe Grüsse von Daniela (die statt weiss, grau und schwarz lieber orange und apfelgrün hat)

_________________
2006 Inv. Duc. Carc. pT1c; RN0; SN0/3; R0; Mx; G1; ER 100%; PR 100%; Her2neu-.
BET,Bestrahlung,5 Jahre Tamoxifen,4Jahre Zoladex.Therapieende 1.08.2011

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 Betreff des Beitrags: Re: Entscheidungen treffen
BeitragVerfasst: 9. Nov 2012 09:26 
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Liebe Ute,

ich habe alles getan, was es zu tun gab. Dosisdichte Chemo (auch die vielgepriesenen Taxane), Bestrahlungen aller Lymphabflusswege bis zur Schlüsselbeingrube trotz Amputation und Antihormontherapie mit dem Aromatasehemmer Letrosol. Ich hatte während der ganzen Zeit erhöhte Tumormarker. Jetzt, knapp 21 Monate nach Diagnose, habe ich eine 1,3 cm große Metastase in der unteren Lendenwirbelsäule. Trotz Behandlung auf dem neuesten Stand wie man mir damals sagte und man wolle erreichen, dass ich niemals mehr damit zu tun hätte. Man sprach von Heilung. Und nun? Hat die Behandlung versagt oder ich? Ich habe so viele Fragen im Moment. Hätte ich etwas anders machen sollen? Das Immunsystem mehr stärken? Keine Ahnung.

Was ich damit sagen will, ich verstehe Dich, Ute. Zweifel, ob der Weg richtig ist oder war tauchen immer wieder auf. Trotzdem werde ich auch diesmal den vorgeschlagen Weg gehen und zusätzlich meinen eigenen.

Liebe Grüße von Bille

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Liebe Grüße von Bille


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Warte niemals bis Du Zeit hast!

(Aus Afrika, Sprichwort der Thsi)


Zuletzt geändert von Bille am 9. Nov 2012 09:27, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Entscheidungen treffen
BeitragVerfasst: 9. Nov 2012 09:26 
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Aniratak hat geschrieben:
Ich ärgere mich schon lange über die Geldmacherei auf Kosten von (Krebs-)Kranken; ich finde es wirklich unanständig von den Pharma-Unternehmen, was da manchmal läuft. Bei uns war in den Medien zu lesen, dass manche Pharma-Unternehmen keine Krebsmedikamente mehr nach Griechenland liefern wollen, weil sie Angst haben, dass Griechenland die Rechnungen dafür nicht mehr zahlen kann. Da kommt mir doch die Galle hoch - was ist das denn für eine Haltung??? Ich muss richtig aufpassen, dass ich mich für die schweizerischen Chemiemultis nicht "fremdschäme"...

Na, dieser Exkurs in politische Gefilde ist mir jetzt einfach so rausgerutscht ... sorry, nicht übelnehmen bitte!

Deinen Buchtipp werde ich mir gelegentlich zu Gemüte führen; der Titel klingt ja schon sehr aufmüpfig. Bin gespannt darauf, ob und was ich damit anfangen kann... :wink:

Herzliche Grüsse,

Katarina


Hallo Katarina,

übel nehme ich Dir diese Bemerkung sicher nicht, aber auch ich gehe nicht gratis arbeiten (wie wohl die meissten von uns).
Die Pharmafirmen sind nun mal nicht die Heilsarmee und nicht nur Griechenland bezahlt seine Rechnungen nicht mehr.
Die Firmen verdienen ebenso eine Bezahlung für ihre Leistung wie Du, ich, der Bäcker, der Metzger eben wir Alle.
Ausserdem ist es ja nicht so, dass Griechenland ein Drittweltland ist das sich keine Medikamente leisten könnte, sondern es wäre schon Geld da, aber eben bei den Reichen die keine Steuern bezahlen.

Liebe Grüsse Daniela

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2006 Inv. Duc. Carc. pT1c; RN0; SN0/3; R0; Mx; G1; ER 100%; PR 100%; Her2neu-.
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 Betreff des Beitrags: Re: Entscheidungen treffen
BeitragVerfasst: 9. Nov 2012 22:49 
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Liebe Daniela,

es geht nicht darum, dass irgend jemand "gratis arbeiten" müsste! Keine Sorge, die Pharmamultis sorgen mit allen möglichen legalen und vielleicht auch illegalen Tricks dafür, dass ihre Gewinne nicht geschmälert werden! Deren "Big Bosses" beziehen durch nichts zu rechtfertigende Millionensaläre im zweistelligen Bereich, während die unteren Chargen froh sein müssen, wenn sie mit ihrem Lohn den Lebensunterhalt bestreiten können. Diese Unternehmen haben sich ihre Leistungen in den Jahren der Hochkonjunktur mehr als fürstlich zahlen lassen und ihre Schäflein längst ins Trockene gebracht; ein wenig Verzicht zugunsten Kranker in Griechenland oder wo auch immer würde ihnen tatsächlich gut zu Gesichte stehen...

Stimmt, auch in Griechenland ist es so, dass sich die reichen Säcke auf Kosten der Allgemeinheit die Taschen gefüllt haben - und sich selbstverständlich jegliche Medikamente auch weiterhin leisten können. Zahlen tun einmal mehr die Kleinen - Arbeiter, Rentner, Familien usw., deren Leben mit immer neuen Sparmassnahmen buchstäblich kaputtgespart wird (Rentenkürzungen, Streichung von Weihnachts-, Urlaubs- und Kindergeld usw.). Seltsamerweise wird Verzicht hauptsächlich von jenen erwartet, die eh schon kaum etwas haben; die Sparübungen treffen jene am härtesten, die sich am wenigsten dagegen wehren können. Diejenigen, welche dieses ganze Desaster verursacht und die Schuldenberge angehäuft haben, leben mehrheitlich immer noch auf vergleichsweise sehr grossem Fuss.

Deshalb finde ich es unanständig von den superreichen Pharma-Unternehmen, wenn sie wirtschaftlich schlechtgestellten Kranken z.B. in Griechenland die lebensnotwendigen Medikamente vorenthalten wollen aus lauter Angst, sie könnten sich vielleicht plötzlich ihr tägliches Rindfilet (oder den Champagner, den Kaviar oder den Urlaub auf den Malediven) nicht mehr leisten...

Übrigens arbeite ich sehr wohl gratis oder für einen symbolischen Betrag, wenn ich weiss, dass ein(e) Student(in) sich meine Hilfe als Lektorin/Korrektorin sonst nicht leisten könnte - und ich sehe, dass er (sie) sein (ihr) Studium ernstnimmt! Vermutlich ist das mit ein Grund dafür, dass ich es im Leben nie auf einen grünen Zweig gebracht habe ;-)

Herzliche Grüsse,

Katarina

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Herzliche Grüsse von Katarina

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