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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Brustkrebs, mein Weg
BeitragVerfasst: 17. Aug 2012 12:06 
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Lieb Kathi, liebe Manuela
Wenn ich mal wieder zweifel ob es richtig war und ist mich der Schulmedizin anzuvertrauen, werde ich eure Beiträge dazu lesen. Für mich ein Mutmacher! Danke dafür.
Lieben Gruß


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 Betreff des Beitrags: Re: Brustkrebs, mein Weg
BeitragVerfasst: 17. Aug 2012 12:12 
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Huhu ihr Lieben,

ich mache mich ja ziemlich rar hier, das weiß ich und es ist meine Art mit meiner Angst umzugehen, da ich ihr einfach nicht zu viel Raum geben möchte. Aber in diese Diskussion hier möchte ich mich einklinken.

Ich hatte einen kleinen (größter Herd 4 mm) Tumor, HER2 und Hormonpositiv, keine Lymphknoten befallen, keine Metas. Mir ist freigestellt worden ob ich die Chemo machen möchte, Bestrahlung wurde mir nahegelegt, Herceptin und AHT auch. Ich habe mich für die komplette Therapie entschieden, weil ich einfach Angst habe das wenn der Schxxx wieder kommen sollte ich mir einfach Vorwürfe mache nicht alles getan zu haben.

Natürlich habe ich keine Sicherheit, das ist mir sehr wohl klar und evtl. würde auch nie wieder was nachkommen wenn ich auf die schulmedizinische Betreuung verzichtet hätte, aber ich bin jemand der viel auf die Schulmedizin gibt. Nicht umsonst werden Jahr für Jahr tausende Euros in die Forschung gesteckt (klar, trau keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast) und heute sind wir einfach schon sehr viel weiter als es vor einigen Jahren der Fall war.

Im Endeffekt ist es so muss jede den Weg gehen der für sie am Besten scheint.

Kurz nach Beendigung der Akuttherapien war es als ich mich mit meinem Mann darüber unterhalten habe ob ich die Entscheidung die ich getroffen habe bereue. Bei der Erwähnung der Chemo wurde mir wieder so ein bisschen übel, bei der Erwähnung der Bestrahlung fing ich herzhaft an zu gähnen, genau die Reaktionen meines Körpers die ich in der Zeit am meisten hatte kamen zurück. Macrogol kann ich immer noch nicht riechen ohne das mir kodderig wird, Ingwer hat genau den gleichen Effekt.... und trotzdem muss ich sagen ich würde diesen Weg wieder gehen. Auch wenn ich mit den verschiedenen NW die Herceptin und die AHT mit sich bringen durchaus nicht überglücklich bin, sichert es mir mein Überleben.

Ich hoffe und das tue ich wirklich ihr seit glücklich mit eurem Weg.

Liebe Grüße

Melanie


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 Betreff des Beitrags: Re: Brustkrebs, mein Weg
BeitragVerfasst: 17. Aug 2012 12:19 
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Da weiß ich ja nun gar nicht was ich dazu sagen soll.
@Kathi, du triffst den Nagel auf den Kopf. Zwar bin ich der Meinung, jeder kann mit sich selber tun was er will, jedoch sollte das keine Schule machen und andere animieren es gleichzutun.
Ohweh ohweh. Da wird mir speiübel.
@Manuela, dich hätte ich ganz sicher nicht kenenlernen können, wenn du auf die Schulmedizin verzichtet hätte. Zum Glück bist du da anders!
@Menina, ja für mich sind auch diese Beiden und noch ein paar andere starke Frauen Mutmacher, die ich brauche, um selber stark zu bleiben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Brustkrebs, mein Weg
BeitragVerfasst: 18. Aug 2012 09:52 
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Ihr Lieben,
ich finde es mutig, sich gegen die Schulmedizin zu stellen. Aber menina: du tust ja etwas! Ernährung umgestellt, achtest auf dich und der Glaube versetzt Berge. Und auf die Einstellung zur Krankheit kommt es an, hilft ungemein, finde ich.
Was bringt Chemo, wenn der Patient die falsche Einstellung hat, bzw. dauernd zweifelt, daß es hilft, er nur am jammern ist, etc. Wahrscheinlich genauso wenig.
Wir alle wissen nicht, was richtig und was falsch ist, "was wäre gewesen wenn..."
Meine Entscheidung für mich steht fest, ich mache alles mit, alleine schon meinem Kind zuliebe, er braucht mich noch. Ich bin viel zu feige, mich gegen die Schulmedizin zu entscheiden, da ich mir sonst evtl. mal Vorwürfe machen müsste ( x039x Belinda).
Menina, mit deiner Ernährung hast du völlig recht, darf ich dir Agavendicksaft zum Süßen empfehlen, kein Weißmehl, kein Zucker. Milchprodukte sollte man bei hormonabhängigem BK meiden. Aber ich denke, das weißt du alles schon.
Jeder Mensch ist anders, jeder BK ist anders, ich würde mir nie anmaßen deine Entscheidung anzuzweifeln. Für dich ist es sicher richtig so!
Alles Gute Dir und auch alle anderen!

Liebe Grüße Paula


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 Betreff des Beitrags: Re: Brustkrebs, mein Weg
BeitragVerfasst: 21. Aug 2012 09:06 

Hallo ihr Lieben,

ich habe niemals sagen wollen, es sollen jetzt alle keine Therapien mehr machen. Das war nie meine Absicht.
Es ist auch nicht so, daß ich NIchts gemacht habe. Nach der ersten OP habe ich die Bestrahlung gemacht, was nichts positives gebracht hat außer einem Rezidiv.
Nach heutigem Wissen, würde ich das Brustgewebe ganz entfernen lassen mich nicht mehr Brusterhaltend operieren lassen.
Um die Brust aufzufüllen gibt es ja mehrere Varianten.
Leider hatte ich damals noch keinen PC um mir umfangreiche Informationen zu besorgen und mußte alleine den Aussagen der Ärzte vertrauen.
Ich habe auch nie gedacht, der Krebs ist mein Feind. Bin immer davon ausgegangen, brauche ich nicht, weg damit.
Mein Leben und meine Einstellung zu vielen Dingen hat sich trotzdem grundlegend geändert.

Es gibt Frauen die stecken den Kopf in den Sand und gehen erst zum Arzt, wenn alles zu spät ist und sind dann entsetzt, daß es keine Hilfe mehr gibt und tun dann alles, was das Leben aber nicht verlängern, die Lebensqualität aber verschlechtern wird.Es ist ihre Entscheidung und die Konsequenz daraus.

Es gibt Frauen die haben alle Therapien gemacht und haben 5 Jahre nicht überlebt. Es ist ihre Entscheidung und die Konsequenz daraus.

Es gibt Frauen die haben alles gemacht und tun auch noch alles und leben damit. Ist ihre Entscheidung und ihre Lebensqualität und Konsequenz daraus.

Es kann also nur sein, daß jede Frau für sich entscheidet, welchen Weg sie gehen will, weil sie immer
alleine die Konsequenzen tragen muß, egal was wer sagt.

ICH habe mich dafür entschieden meinem Bauchgefühl nachzugehen. Glaube versetzt manchmal Berge, nicht immer.

ES gibt im Leben nicht nur richtig und falsch.


Liebe Jule, ich habe bevor mein Krebs kam, auch gearbeitet bis zum umfallen. Immer funktioniert und es allen Recht gemacht. Meine Hausärztin sagte mir damals schon, wenn ich so weiter mache bekomme ich Krebs.
Du solltest dir genau überlegen was du macht und warum.


LG Maylin


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Brustkrebs, mein Weg
BeitragVerfasst: 21. Aug 2012 09:48 
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Hallo Maylin,

danke für deinen heutigen Beitrag. Jedes Ding hat zwei Seiten und ich habe jetzt nach 2 Telefonaten, die diesen Thread zum Thema hatten schwer überlegt.

Meine Reaktion auf den Beitrag von Jule war getragen von großem Schreck, herrjeh, nun macht das Beispiel Schule, wie Kathi schon bemängelte.
Aber, das Eine sollte doch gewiß sein, dass jeder seine Meinung sagen darf und wer sich dafür entschieden hat, der Schulmedizin zu misstrauen, der soll das tun, solange er niemndem ausser sich selbst schadet oder auch nützt? Wer weiß das so genau. Bei einem G3 Tumor ? Tja ob das so richtig ist? Da muß die Jule letztendlich selber mit fertig werden. Maylin hat schon recht, wenn sie sagt, Glaube versetzt Berge. Manchmal muß man da aber auch etwas nachhelfen. Maylin, du hast bisher Glück gehabt und für dich war diese Entscheidung nach Bauchgefühl wohl auch gut.

Ich finde es okay, wenn man auch solche (Erfolgsgeschichten) hier lesen kann. Es wird sich gewiss, denke ich, niemand nur aufgrund dessen, dazu verleiten lassen, seine Therapien abzubrechen.

Wir sollten aber auch so tolerant sein und Meinungen gelten lassen, die nicht unseren Idealen entsprechen.
Solange sie eben nicht darauf abzielen, andere zu verleiten es gleichzutun. Das hat Maylin ganz sicher nicht gemacht und Jule hat wohl schon länger gedacht, "ich will keine Chemo, das mach ich auf keinen Fall" und war froh, jemanden zu lesen, der auch so ähnlich entschieden hat.

Ist das jetzt ein bischen wirr geworden? Hoffentlich versteht man noch was ich meine .

Toleranz für alle schickt Rotraut

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 Betreff des Beitrags: Re: Brustkrebs, mein Weg
BeitragVerfasst: 21. Aug 2012 10:46 
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Selbstverständlich hat hier jede das Recht, ihre Meinung zu äußern, solange niemand aggressiv und verletzend wird. Stellt das irgendjemand in Frage? Ich habe, wie Maylin, nur meine Meinung geäußert und jede kann sich ihre Gedanken dazu machen. Das hier ist eine Diskussion.

Eine Erfolgsgeschichte ist für mich Brigittes (Maylins) Bericht nicht. Schließlich ist der Krebs immer wiedergekommen. Und Das Rezidiv kam nicht VON der Bestrahlung, sondern OBWOHL bestrahlt wurde. Möglicherweise wäre der Krebs nicht wiedergekommen, wenn es Chemo UND Bestrahlung gegeben hätte. Bestrahlung macht kein Rezidiv, sondern verhindert es in den allermeisten Fällen. Es so darzustellen, als wäre die Bestrahlung schuld, finde ich grob unsachlich und falsch. Natürlich hat eine Bestrahlung auch Nachteile, aber die Vorteile überwiegen so sehr, dass die Risiken verschwindend gering sind.

Natürlich ist Chemo keine Garantie. Es gibt keine Garantie bei Krebs. Und für nichts im Leben. Aber es gibt Chancen und Wahrscheinlichkeiten, Studien und Untersuchungen.
Die Chemo wegzulassen und das gleichzeitig als Erfolgsstory darzustellen, finde ich insofern gefährlich, dass es ängstliche Gemüter verleitet, Chemo als nicht notwendig anzusehen. Jemandem, der große Angst vor der Chemo hat, wird sich mit Sicherheit beeinflussen lassen. Es ist die menschliche Natur und Schwäche, die sich immer den Weg des geringsten Widerstands gehen möchte.

Brigitte, du kannst kann jeden Weg einschlagen, den du gehen willst, das ist dein gutes Recht. Es dein Leben, deine Verantwortung. Es ist auch völlig normal, darüber zu berichten. Jedoch ist es nicht gut, dafür die Werbetrommel zu rühren und unsachlich zu werden, z.B. die Bestrahlungen für dein Rezidiv verantwortlich zu machen.
Diese und ähnliche Diskussionen hatten wir schon zu Reginas Zeiten und ich erinnere mich, dass du dich eine Zeitlang zurückgezogen hast, weil du Reginas Meinung und Reaktion auf deine Aussagen nicht vertragen hast. Kann ja jede nachlesen, wenn sie will. Es ist schön, dass du wieder bei uns bist. Ich hoffe auf einen friedlichen Austausch.

Ich habe gerade nachgelesen, dass du dir die Killerzellen vorstellst, also das, was Simonton in seinem Buch "wieder gesund werden" beschreibt. Ich finde diese Meditationen sehr gut und sie zeigen auch Erfolge. Ich kann sie jeder zusätzlich zur normalen Therapie empfehlen.
Dann - die Wirbelsäule mit den viele unklaren Stellen, die als Arthrose bezeichnet werden - ich kann es mir nur so erklären, dass Metas im Knochenszinti tatsächlich etwas anders aussehen. Mich beunruhigt das auch, aber alle CTs und MRTs diesbezüglich haben nichts anderes ergeben.

LG Kathi

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Du hast die Wahl. Du kannst dir Sorgen machen, bis du tot umfällst. Oder du kannst es vorziehen, das bisschen Ungewissheit zu genießen. Norman Mailer


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 Betreff des Beitrags: Re: Brustkrebs, mein Weg
BeitragVerfasst: 21. Aug 2012 11:54 
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Liebe Kathi,
stimmt, eine Erfolgsgeschichte ist das nicht, habe die Anführungszeichen vergessen.
Sorry
Ich sage ja, jedes Ding hat zwei Seiten.

Und so eine Diskussion, die hier ja auch durchaus konträr gehalten wird, hilft ja auch dabei, Wankelmütigen Entscheidungshilfen zu geben.

Und mein Ding ist es ganz sicher nicht, nichts zu machen und zu beobachten.
Deshalb könnte mich so ein Beitrag nicht verleiten.

"Es ist die menschliche Natur und Schwäche, die sich immer den Weg des geringsten Widerstands gehen möchte"

Na das wäre im Falle Krebs doch wohl ziemlich hirnrissig.
Obwohl ich ja so eine Schwester habe, die aber schon lieber gar nicht wissen will, ob da was in ihr wächst. Nach dem Motto, Was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss,"
folgt sie nun der Aussage ihres Gyn, der meint, nur wer es gelernt hat, einen Knoten zu ertasten, kann das auch. Frau selber hat da nicht genug Erfahrung.



Maylin kann schon froh darüber sein, dass ihr Gyn sie zur Mammographie überredet hat.
Ergebnis Rezidiv. Sonst hätte sie das wohl eventuell gar nicht gemerkt.
Die Folgen??????????????

Das mit den unklaren Stellen in der Wirbelsäule, die als Arthrose bezeichnet werden, interessiert mich brennend. Kathi wo finde ich das???

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 Betreff des Beitrags: Re: Brustkrebs, mein Weg
BeitragVerfasst: 21. Aug 2012 15:13 
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Rotraut, Maylin hatte über ihre Wirbelsäule berichtet. Ich habe auch so einen Bericht und Bilder von der Knochen-Szintigraphie vorliegen. Alles voller dunkler Stellen, die ganze Wirbelsäule runter, fast sämtliche Gelenke usw. Es wird davon ausgegangen, dass es Arthrose und/oder entzündliche Veränderungen sind. Direkt ausgeschlossen wurde aber nix. Ich bin dann zu weiteren Untersuchungen gegangen, weil ich dem Szintigramm nicht vertraut habe. Ich habe aber tatsächlich Arthrose an vielen Stellen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Brustkrebs, mein Weg
BeitragVerfasst: 21. Aug 2012 15:58 
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Liebe Jule, liebe Maylin,

zunächst möchte ich euch sagen, das ich eure Entscheidungen Dinge zu tun oder auch nicht zu tun, voll und ganz akzeptiere. Nur Gut heissen kann ich sie eben nicht. Ich selber bin zu Zeit eher ein stiller Mitleser, da mich mein Alltag wieder hat. Darüber bin ich froh.

Ich kann verstehen das man Angst vor solchen Therapien hat. Man hört ja immer wieder Horrorgeschichten. Fakt ist aber, das sowohl Chemo als auch Bestrahlung, lebensrettent sein können. Sicher, es gibt Nebenwirkungen, Sicher geht es vielen Patienten dann erst mal nicht sonderlich gut, Sicher gibt es Ausnahmen von allem. Aber doch stehen die meisten Patientinen die Behandlungen gut durch. Hier ist aber auch die innere Einstellung von großer Bedeutung. Jemand, der sich von Anfang an, gegen etwas streubt, wird wahrscheinlich die Behandlung schlechter vertragen.

Jule:
Auch mir wurde im letzen Jahr freigestellt eine Chemo zu machen oder auch nicht. Ich hatte große Angst und habe nach allem gesucht, was gegen eine Chemo sprach. Diese Angst kam aber auch davon, das ich nur die Horrorgeschichten kannte und im endeffekt keine Ahnung von der Wirklichkeit. Mein Gyn war damals so ehrlich zu mir, das er mir sagte: er würde auch keine Chemo machen - aber er hätte auch keinen Krebs. Er selbst wüsste nicht wie er in meiner Situation entscheiden würde. Aber wenn ich in zwei Jahren bei ihm sitzen würde und hätte z. B. eine Lebermetastase, dann würde ich mir sagen: hätte ich die Chemo doch nur gemacht.
Dann hat er mir ein Gespräch mit einer BK Patientin vermittelt, die die Chemo gerade hinter sich hatte. Dieses Gespräch und die Beratung durch den Onkologen haben mir dann bei der Entscheidung geholfen. Ich habe 6 FEC bekommen. Bestrahlung sowieso. Heute nehme ich Letrozol und bin froh und ein wenig stolz, das ich das volle Program durchgezogen habe.

Klar hat man Angst. Vor allem vor dem Haarverlust. Das war für mich das Allerschlimmste. Aber auch das ist zu bewältigen. Und die eigentliche Chemo ist auch ganz gut auszuhalten. So schlimm wie man es sich immer vorstellt war es wirklich nicht. Es gibt bestimmt angenehmeres, aber ob das alles so wirksam gegen dieses Krebsbiest ist?
Gut finde ich, das ihr selbst etwas tut. Ernährung, Naturheilkunde usw.

Aber persönlich finde ich; nur bitte nicht falsch verstehen, ( ganz allein meine Meinung) ihr reduziert bewusst eure Heilungschancen. Und wenn man mal ehrlich ist: was sind 20 Wochen Chemo gegen viele zu gewinnende Jahre!!
Ich meine: NIX

Meiner Meinung nach habt ihr beide Angst vor den Therapien. Was normal ist, aber gegen Angst kann man etwas tun. Diese Angst resultiert evtl. auch von dem Halbwissen was ihr habt. Wenn ich höre: die Bestrahlung ist schuld an meinem Rezidiv, dann werde ich leicht aggresiv. Das ist völlig falsch und bevor man sowas von sich gibt, sollte man sich besser informieren.

Den Kopf in den Sand zu stecken und zu sagen, für mich gilt all das nicht, was für tausende andere Frauen gilt, ist grundfalsch.

Egal wie euer weiterer Weg aussehen wird: Ich wünsche euch von ganzem Herzen die Kraft den richtigen Weg für euch zu finden. Aber bewundern kann ich euch dafür nicht.

Check

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Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.
Kurt Tucholsky


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