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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Brustkrebs, mein Weg
BeitragVerfasst: 6. Aug 2012 12:02 
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Hallo Maylin,

stimmt, die Konsequenzen trägst allein du, niemand andrem wird geschadet und deshalb ist es richtig, dass du deinen Weg so gehst, wie du das willst.
Auch wenn ich, wie schon gesagt, das nicht so könnte.
Was richtig gewesen wäre erfährt man ja eh niemals.

Zu dem Knochenszinti, da hab ich dieselben Gedanken wie du gehabt. Arthrose und so weiter, dunkle Stellen und der Hinweis darauf, dass im 9. Brustwirbel etwas ist, was nicht so genau festgestellt werden kann. Aber dennoch für unbedenklich erachtet wird.

Weiß nicht, ob du gelesen hast, dass ich wegen nicht ganz klarem befund morgen zur Stanze gehe. Meine Gyn hat ganz großen Wert darauf gelegt, dass die da morgen auch das Szintigramm vorliegen haben.
Sie haben dort ja auch das, was nach der OP gemacht wurde und können nun vielleicht vergleichen.
Zur Stanze und damit einem gesicherten histologischen Befund haben wir, GYN und ich uns gemeinsam entschieden, weil die Brüste eh spätestens im Oktober amputiert werden.
Schau, so geh ich da ran. Jeder muß den Weg nehmen, von dem er glaubt es sei der richtige.

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 Betreff des Beitrags: Re: Brustkrebs, mein Weg
BeitragVerfasst: 6. Aug 2012 16:47 

Liebe Maylin,

Du zeugst mit Deinen Beiträgen von viel Sicherheit. Das macht mich fast ein wenig neidisch.
So hat mich persönlich die Beschreibung vom "Selbstmordprogramm" mehr aufgebracht, als das bei Dir der Fall zu sein scheint.

Dabei hast gerade Du mit Deiner Art, für Dich zu sorgen, ganz schnell und hart erfahren müssen, wie allein Du dastehst, wenn Du mit der schulmedizinischen Sicht brichst.

Keine von uns hier kann sagen, ob sie mit oder ohne diese oder jene Behandlung noch in der Verfassung wie jetzt, wäre.
Eben, weil wir, jede für sich, ihren persönlichen Weg geht.

Selbst für die Aromatasehemmer, die es noch gar nicht so lange gibt, gibt es keine Langzeiterfahrungen zu Spätfolgen, etc.
Nicht zu reden von Chemo's verschiedener Zusammensetzung und oder Inhaltsstoffen und Herceptin.
Und ich kann auch die Menschen verstehen, die diese schwere Behandlung durchgestanden haben und dieses auch vertreten wissen wollen.

Ich habe größte Hochachtung vor allen hier, die durch eine Chemo gehen, mitunter dauerhaft.
Nicht dahinter zurück, steht die für diejenigen, die sich scheinbar abwenden von Logik und dem, was die Schulmedizin preist und dabei leider einen einsamen Weg gehen müssen, andererseits aber auch nur dem folgen, wovon sie glauben, dass es das Richtige ist.
Was brächte es auch, eine Chemo zu erhalten, wenn die Einstellung, dass sie helfen/heilen könnte, nicht da ist?

Das zu tun, was der eigenen Überzeugung entspricht, ist, was uns alle hier auszeichnet.
Die eine tut es so, die andere so.

Ich maße mir nicht an, beurteilen zu können, ob Deine Art ein "Selbstmordprogramm" sein kann oder ist.
Das Einzige, was ich ganz sicher weiß ist, dass ein "Selbstmordprogramm" tatsächlich anders aussieht. Wenn man in diesem Zusammenhang, von "Programm", sich selbst das Leben zu nehmen, überhaupt sprechen kann.

Maylin, mir machst Du Mut, ein selbsbestimmteres Leben zu führen, mit mehr Bauchgefühl, bzw. darauf hören Wollen.

Alles Liebe und Gute Dir.

Herzlich,
Ute


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Brustkrebs, mein Weg
BeitragVerfasst: 6. Aug 2012 17:54 

Liebe Ute, danke für deine fairen Worte.
Ist die Chemo nicht auch irgendwie ein "Selbstmordprogramm"

Nachdem ich das wieder gelesen habe
http://www.augsburger-allgemeine.de/wis ... 82346.html

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/i ... +f%F6rdert

Da mache ich mir natürlich Gedanken drüber, was weiß die Wissenschaft wirklich und was wird von den Pharmafirmen an Studien gefakt.



Liebe Rotraud, ich wünsche dir eine korrekte Diagnose.

Ich wäre in diesem Fall erst einmal ins PET CT gegangen, nachdem das MRT den Verdacht erhärtet hätte. Danach hätte ich mir überlegt, was am besten zu tun ist.

Wo läßt du die Ablatio machen? Machst du auch einen Brustaufbau?

Ich wünsche dir viele positive Energien den richtigen Weg zu finden und die Kraft und Stärke zu haben, daß durchzustehen.

Alles Liebe dir.

Maylin


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Brustkrebs, mein Weg
BeitragVerfasst: 6. Aug 2012 19:22 
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Hallo Maylin,

ja, ich mache auch einen Aufbau, Diep-Flap. Sofern versicherung und Beihilfe mitspielen, Habe gerade Kostenübernahme beantragt. Gemacht wird das in Schwerin, der Doc hat seine plastische Ausbildung in Düsseldorf gemacht und man sagt ihm "goldene Hände nach".
Bei uns hier auf dem platten Land ist das nicht ganz einfach, Apparatediagnostik zu bekommen. MRT in Hamburg, Wartezeit 8 Wochen. Da bin ich schon fast am OP Termin. Pet CT gibt es zwar in Schwerin in der Klinik, jedoch nur bei stationärer Aufnahme, wie übrigens auch MRT.

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 Betreff des Beitrags: Re: Brustkrebs, mein Weg
BeitragVerfasst: 7. Aug 2012 09:03 

Liebe Rotraud,

da hast du im Oktober ja eine sehr große OP vor dir. Ich kann nur sagen, mein lieber Scholli.

In Düsseldorf bei Prof. Andree,haben viele Ärtze eine Ausbildung gamacht.
Heute würde ich in diese Klinik nicht mehr gehen. Es kamen zu viele schwere Infektionen vor. Ich selbst war auch betroffen. Hatte noch mal Glück, daß sie diese Keime in den Griff bekommen haben.
Möchte darüber nicht so viel schreiben und dich eventuell verunsichern.

Am schlimmsten fand ich es, lange Zeit nur auf dem Rücken liegen zu dürfen. Habe teilweise auf einem Stuhl gesessen mit Kopfkissen auf dem Tisch und habe so versucht zu schlafen.

Zum Glück entwickeln sich die OP Methoden ja rasant. Wenn die Haut der Brust erhalten bleibt, kann man die Brust nur mit Fettgewebe auffüllen. Das ist schon ein immenser Fortschritt.

Habe noch etliche Korrektur OPs gehabt. Die andere Brust mußte angeglichen werden, die neue korrigert werden und der Nippel erstellt werden. Habe diesen nicht tätowieren lassen. Hatte Bedenken, gegen die Farbpigmente allergisch zu sein.

Ich kann heute nach 5 Jahren noch ohne BH gehen, keine Plastikprothesen, einfach genial.
Normalerweise müssen die Krankenkassen das übernehmen. Gibt aber wohl einige die sich zieren und ablehnen.

Kann man bei dieser OP nicht nach dem Brustbein schauen? Da sieht man doch direkt was los ist und hat schnell ein pathologisches Ergebnis?

Lg Maylin


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Brustkrebs, mein Weg
BeitragVerfasst: 17. Aug 2012 00:10 

Liebe Maylin,
ich bin neu im Forum und habe gerade meine OP hinter mir, bin heute entlassen worden. Ich finde es gut und richtig, dass du den Mut dazu aufgebracht hast dich gegen die Therapien zu stellen. Ich hatte außer den einen Knoten mit einem G3-Wert keinerlei anderen Befunde. Am Montag findet die Tumorkonferenz statt. Am Dienstag sagt man mir die Therapieempfehlung. Werde in keinem Fall eine Chemo machen, habe eigentlich vor die Strahlentherapie zu machen, durch deine Haltung überlege ich es mir vielleicht noch einmal. allerdings gibt es mir die Möglichkeit ein wenig länger aus dem Job zu bleiben. Habe zwei Jahre extremen Arbeitsstress gehabt und sicher dadurch den Krebs bekommen. Habe auf keine anderen Signale meines Körpers reagiert. Bin mal gespannt welche Begründung es für die Bestrahlung gibt.
LG Jule


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Brustkrebs, mein Weg
BeitragVerfasst: 17. Aug 2012 00:49 
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Liebe Jule,
schön, dass du die OP nun hinter dir hast!
Du hattest einen G3-Tumor, und ich bin fast sicher, dass man dir eine Chemotherapie nahelegen wird. Sag, weisst du mehr über den histologischen Befund deines Tumors? Du schreibst nur über das Grading G3 - was ist mit Hormonrezeptoren und mit Her2/neu usw.? Aus welchem Grund willst du "in keinem Fall" eine Chemo machen?
Warte zunächst einmal die Tumorkonferenz ab, bevor du eine so weitreichende Entscheidung triffst. Lass dich gut informieren und hole dir eine Zweitmeinung ein, wenn du dich unsicher fühlst. Frage ruhig auch deine Heilpraktikerin, was sie an deiner Stelle tun würde. Immerhin geht es um dein Leben, bedenke deshalb gut, was du tun oder nicht tun willst, ja?
Ich bin zugegebenermassen ein wenig besorgt um dich. Nicht, weil ich die Chemo für der Weisheit letzten Schluss halte, sondern weil du so kategorisch eine Behandlungsoption verwirfst, die erwiesenermassen sehr wirksam ist. Ich selbst habe Schul- und Komplementärmedizin kombiniert und bin damit gut gefahren.
Bitte lass uns wissen, wie es weitergeht, ja? Danke!
Herzliche Grüsse,
Katarina

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Herzliche Grüsse von Katarina

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 Betreff des Beitrags: Re: Brustkrebs, mein Weg
BeitragVerfasst: 17. Aug 2012 10:42 
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Liebe Jule,
das habe ich befürchtet, nämlich, dass Maylins Beispiel hier Schule machen wird. Es ist ja auch viel einfacher ohne Chemo, vor allem für ängstliche Gemüter. :-((. Nur eben auch lebensgefährlich. Krebs ist eine heimtückische Krankheit, die nicht den Stress braucht, um auszubrechen. Die Ursache ist eine Genveränderung. Unterstützt wird der Ausbruch durch alle möglichen Umstände wie Umwelteinflüsse, Stress usw. Das sind aber nur Vermutungen.

Die Schulmedizin ist schon so weit und bietet lebensrettende Therapien nach der neuesten Forschung an. Früher hatten die Frauen diese Möglichkeiten nicht und mußten qualvoll sterben, die wären heilfroh gewesen, wenn sie eine so wirksame Chemo hätten machen dürfen, bzw überhaupt eine Chemo. Die würden sich im Grabe umdrehen, wenn sie sowas lesen würden.

Ich kenne, oder sollte ich lieber sagen, kannte ein paar Frauen, die sich der Schulmedizin verweigert haben, sie sind alle gestorben. Manche haben sich erst geweigert und sind andere Wege gegangen, dann reumütig zur Schulmedizin zurück und es war zu spät. Einige waren darunter, die auch zu spät zum Arzt gegangen waren, obwohl sie wußten, dass sie einen Knoten hatten, weil ihre Mutter daran gestorben war und sie Angst hatten. Auch sie haben gewartet bis es zu spät war. Das beste Beispiel sind Regina, die dieses Forum gegründet hat und auch unsere liebe Ullala, beide haben dann sehr gekämpft, als sie die Theraspien angenommen haben.

Naturmedzin ist auch sehr gut, aber immer zusätzlich zur Schulmedizin.

G3 ist die schnellwachsene rabiate Variante. Ich bin sicher, dass man dir eine Chemo empfehlen wird. Es gibt inzwischen Möglichkeiten, zu testen, welche Chemo bei welchem Tumor anschlägt oder nicht.

Du mußt tun, was du für richtig hältst, aber du spielst mit deinem Leben.

Lieben Gruß,
Kathi

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Du hast die Wahl. Du kannst dir Sorgen machen, bis du tot umfällst. Oder du kannst es vorziehen, das bisschen Ungewissheit zu genießen. Norman Mailer


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 Betreff des Beitrags: Re: Brustkrebs, mein Weg
BeitragVerfasst: 17. Aug 2012 11:04 
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Liebe Kathi, du sprichst mir ja so aus der Seele!!! Auch mir wird angst und bang, wenn ich lese, dass auf Chemo verzichtet werden soll...bei G3.....

Belinda

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Liebe Grüße, Belinda


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 Betreff des Beitrags: Re: Brustkrebs, mein Weg
BeitragVerfasst: 17. Aug 2012 11:30 
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Super Kathi, hallo Jule,

Deine Worte sind das Treffendste, Kathi, was ich seit langem gelesen habe und ich pflichte Dir vollkommen bei.
@ Jule,
Ich war nie nachlässig, alle Vorsorgen waren mir wichtig. Keiner hat im vollen Berufsleben immer Zeit, aber die habe ich mir immer genommen, besonders für Gyn. und Zahnarzt.
Trotzdem wurde mein Invasives lobuläres Mamma Ca nicht ertastet und war auch nicht Bildgebend, weder bei der Mammo, noch bei der Sono. Als es mir dann irgendwann richtig Schxxxe ging, waren schon in vielen Organen Metastasen, vor allem in der Leber und ich kurz vorm Leberkoma. Meine Therapie bestand nur noch aus Chemo und diese hat mein Leben GERETTET. Und ich bin unendlich dankbar, denn mein Leben ist total lebenswert, mir geht es gut. Auch wenn ich öfter mal eine Chemo benötige, noch gibts ja nichts, was die Metas für immer beseitigt, noch nicht. Aber die Hoffnung darauf läßt mich durchhalten. Solange mir ein lebenswertes Dasein ermöglicht werden kann, mache ich jede Chemo mit, allerdings liegt die Betonung auf Lebenswert. Aber keiner muß sich zu irgendwas zwingen lassen und es wird Dich hier auch niemand gegen Deinen Willen nötigen. Aber es ist auch niemand dazu verpflichtet kampflos an dieser fiesen Krankheit zu sterben.
Du hast die unglaubliche Chance, durch die Therapien nie in meine Situation zu kommen und auf Heilung.

LG Manuela

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Jahre soll man nicht zählen, sondern erleben.


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